Abschluss von IOTA 1.5 Chrysalis stottert weiterhin

Die IOTA Stiftung hat einen Zwischenbericht zum Stand der Arbeiten an dem technologischen Upgrade Chrysalis Phase 2 vorgelegt. Vage Formulierungen darin belasten den optimistischen Zeitplan für IOTA 1.5

Das offizielle Blog der IOTA Stiftung ist für Eingeweihte eine kitzlige Angelegenheit: Zum einen ist dieser Kanal das wichtigste Sprachrohr, um über Fortschritte bei IOTA zu erfahren. Auf der anderen Seite aber hat man über die Jahre auch gelernt, den dort üblicherweise verbreiteten Optimismus automatisch zu hinterfragen. Denn rein verbal macht IOTA aus einem kleinen Pilotprojekt gerne mal einen großen Erfolg oder versteckt Rückschläge bei der Entwicklungsarbeit zwischen den Zeilen.

Jüngstes Beispiel ist das im Blog veröffentlichte Chrysalis Update für IOTA 1.5. Zur Erinnerung: Eigentlich sollte Chrysalis Phase 2 Iota 1.5 schon im Oktober abschließen, dann wurde der Termin auf Ende 2020 und zuletzt auf Februar 2021 verschoben werden. IOTA will mit Chrysalis einen entscheidenden Zwischenschritt hinmachen zu einem dezentralisiertem Ökosystem, Projektname Coordicide oder IOTA 2.0.

Aber die jetzige Liste der noch zu bewältigenden Aufgaben für IOTA 1.5 ist weiterhin verdächtig lang. Ein öffentliches Testnet steht aus, bei der künftigen Wallet Firefly sind jetzt doch noch Fehler zu fixen und die Node Softwares Bee und Hornet in den für den kommenden Schritt notwendigen Versionen nach wie vor lediglich in der internen Erprobung. Das heißt auch: Externe Audits sind nicht in Reichweite – oder wie es die IOTA Stiftung formuliert: „Wir haben Kapazitäten von mehreren externen Audit Firmen für die kommenden Wochen gebucht, um die Prüfung der unterschiedlichen Komponenten so früh wie möglich zu beginnen“. Dumm dann nur, wenn es noch nichts Fertiggestelltes zu prüfen gibt.

Fachleute veranschlagen mindestens sechs Wochen als sinnvoll und notwendig für ein öffentliches Testnet bei großen Upgrades in dem Ökosystem einer Kryptowährung wie IOTA und erst dann kommen die gutgezahlten externen Profi-Prüfer fulltime hinzu.

Fazit: IOTA riskiert, Glaubwürdigkeit zu verspielen

Es gibt unter euch Leser, die glauben, wir würden bei IOTA immer nur nach Fehlern suchen. Unsere kontinuierliche Berichterstattung zu IOTA inklusive Erfolgsmeldungen beweist sowieso das Gegenteil. Im vorliegenden Fall Chrysalis Phase 2 sind die Reaktionen auf dem offiziellen Twitter Konto von IOTA geprägt von Hohn und Belustigung. Es gibt also gerade international noch viele andere, die ebenfalls aus Erfahrung wissen: Zeitpläne bei IOTA sind wie bei der Deutschen Bahn, wenn das Wetter umschlägt. Die Roadmap von IOTA ist übrigens letztmals am 13. November aufgefrischt worden und hält für den Abschluss von Chrysalis inklusive der erforderlichen Komponenten wahlweise an Februar 2021 oder später in 2021 fest. Abwarten und Daumen drehen – diese Taktik ist bei IOTA jedenfalls bewährt gut für die Nerven.


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