IOTA auf dem Weg zum Industriestandard

IOTA macht Fortschritte dabei, von internationalen Organisationen als ein Standard für Lösungen im Internet der Dinge (IoT) anerkannt zu werden. Dies jedenfalls schreibt die IOTA Stiftung und erklärt den Weg, den entsprechende Zertifizierungen nehmen.

Mit seiner Fokussierung auf das Internet der Dinge (IoT) nimmt IOTA seit seinem Start eine Sonderrolle unter den Kryptowährungen mit ihren Ökosystemen ein. Das Tanglenet von IOTA wird darauf optimiert, Maschinen aller Art an ein Netzwerk anzubinden und so automatisierten Datenaustausch und Steuerung zu ermöglichen. Auch Zahlungsvorgänge mit MIOTA sind vorgesehen. Und während zahlreiche Pilotprojekte mit Industriepartnern bei IOTA Praxistauglichkeit demonstrieren sollen, bemüht sich die IOTA Stiftung hinter den Kulissen darum, auch offiziell als Standard eingestuft zu werden. In einem längeren Blogbeitrag legt IOTA dar, wo man sich bei diesem Bestreben derzeit befindet.

Object Management Group (OMG) als Türsteher für Standards

Laut IOTA pflegt man Kontakte zu zahlreichen internationalen Organisationen, in denen Standards zertifiziert werden. Breit akzeptierte Standards haben den großen Vorteil, dass sie herstellerübergreifend funktionieren. Wichtigster Ansprechpartner für IOTA ist die Object Management Group (OMG), ein seit 1989 bestehendes Konsortium, welches sich um Standards im Bereich IT kümmert. Apple, IBM und Sun zählten zu den Gründungsmitgliedern, Microsoft schloss sich später an. Auch IOTA ist mittlerweile durch die Stiftung Mitglied bei der OMG und engagiert sich dort in diversen Arbeitsgruppen, darunter der für Blockchains.

Erreichen will IOTA, dass die OMG das künftige IOTA 2.0 als Standardprotokoll für IoT einstuft. Parallel dazu arbeitet man daraufhin, IOTA Streams (ehemals Masked Authenticated Messaging (MAM)) von der OMG als unabhängigen Standard anerkennen zu lassen. Auch in Bereichen wie digitale Identitäten und Smart Contracts bringt sich IOTA bei der OMG ein.

Der formale Prozess hin zum OMG-Standard sieht die Einreichung eines Vorschlags, eine mindestens sechsmonatige Phase für Kommentare anderer OMG-Mitglieder und schließlich eine Abstimmung in der zuständigen Arbeitsgruppe vor. IOTA schreibt, das Protokoll für IOTA 2.0 könne bereits im Frühjahr so weit gediehen seien, dass dieser Prozess startet. Dann wäre mit der Freischaltung von IOTA 2.0 Ende 2021 für das Mainnet auch der Weg frei für eine Entscheidung der OMG. Bei IOTA Streams als unabhängigem Vorschlag für einen Standard kooperiert man mit der holländischen Gruppe SKALKY und deren Lösung Freighter, um ebenfalls in 2021 einen Vorschlag zu übermitteln.

Fazit: Standard IOTA – der Siegel der OMG könnte wertvoll werden

IOTA sieht sich zwar selbstbewusst bereits als „de facto“ Standard für das IoT, doch das Zertifizierung des Protokolls von IOTA 2.0 und einzelner Komponenten des Ökosystems durch die OMG wäre wohl eine andere Hausnummer. Denn diese bedeutet letztendlich, dass sich OMG Mitglieder und darüber hinaus sicher sein dürfen, dass die Lösungen unabhängig überprüft und für gut befunden wurden. Vor dem Hintergrund fällt es ihnen dann leichter, selbst das Rad etwa durch das Programmieren eigener Module oder die Entwicklung von Hardware Komponenten weiter zu drehen. Zudem hat die OMG das Recht, die von ihr anerkannten Standards auf beschleunigtem Weg der Internationalen Organisation für Normung , die Verbraucher als ISO kennen, vorzulegen. Der selten bekannte Seitenaspekt der Arbeit der IOTA Stiftung für förmliche Anerkennung von IOTA Technologie als IoT-Standard ist dementsprechend von größerer Bedeutung.

Dennoch weiß man in der IOTA Gemeinde auch, dass die von der Stiftung vorgelegten Zeitpläne mit Vorsicht zu betrachten sind, zu oft mussten sie bereits korrigiert werden. Gerade die Annahme, dass IOTA 2.0 aka Coordicide im Frühjahr bereits stabil als finales Testnet läuft und der OMG vorgelegt werden kann, klingt recht optimistisch. Unterdessen hat sich der Kurs von MIOTA, die Kryptowährung von IOTA, in den vergangene Tages etwas aus einem langen Tief herausgearbeitet und notiert zuletzt endlich wieder deutlich über 0,30 US-Dollar – allerdings weiter meilenweit entfernt von den Allzeithochs aus dem Dezember 2017 mit über 4,50 US-Dollar.


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