IOTA-Mitgründer Schiener: Plädoyer für Roboter, Künstliche Intelligenz und Blockchains

Dominik Schiener, einer der Gründer von IOTA, spricht sich in einem Meinungsstück dafür aus, die Umbrüche in der Realwirtschaft positiv zu betrachten. Roboter und Künstliche Intelligenz würden zwar alte Arbeitsplätze ersetzen, aber zu Unrecht dafür verteufelt.

In der Kryptoszene ist Dominik Schiener als Mitgründer von IOTA bekannt. Nun hat sich Schiener in einem exklusiven Gastbeitrag für Cointelegraph mit seinen Überlegungen zu Arbeitsmarkt und wirtschaftlichen Umbrüchen im frühen 21. Jahrhundert zu Wort gemeldet. Der Tenor lautet wie die Überschrift: „Ja, die Roboter werden unsere Jobs übernehmen – aber da sist okay“. Und es ist durchaus erfrischend, Schiener einmal zu hören, wenn er nicht über IOTA direkt spricht.

Auch ohne IOTA hat Dominik Schiener spannende Thesen

Schiener nimmt in seinem Debattenbeitrag die weitverbreiteten Befürchtungen als Ausgangspunkt, denen zufolge zunehmende Automatisierung klassische Arbeitsplätze nicht nur in der Produktion von Autos wegfallen lasse. Natürlich sei das so, sagt Schiener, und weiß, dass er damit provokant etwa bei Gewerkschaften aneckt. Er geht bewusst weiter und prognostiziert, dass beispielsweise in Call Centern menschliche Arbeitskräfte künftig immer häufiger durch Stimmen aus dem Computer und Künstliche Intelligenz (AI) ersetzt würden. Und auch dort, wo sich Fachleute in Büros immer noch für unersetzlich halten, sei absehbar: Gerade wiederkehrende Tätigkeiten können zuverlässig und preiswert durch AI gekoppelt mit Blockchains sowie Smart Contracts erledigt werden, so Schiener. Damit dürfte er auf Bereiche wie Notarwesen oder Steuerberatung anspielen.

Nun kommt das große und optimistische „Aber“, welches Schiener erläutert. Es sei kontraproduktiv, diese Umbrüche als negativ und bedrohlich einzustufen. Denn zum einen würde jeder automatisierte Prozess in der Arbeitswelt auch wieder neue Arbeitsplätze schaffen. Roboter müssen gewartet und AI trainiert werden, nennt er als Beispiele. Und wohl noch wichtiger für Schiener: Ein Festklammern an althergebrachten Überzeugungen zum Arbeitsmarkt behindere Innovationen. Die Menschheit habe etwa bei der ersten Automatisierungswelle in der Automobilindustrie bewiesen, dass sie in neuen Situationen mit Innovationskraft reagiere. Er erwartet Arbeitsplätze, für die heute noch gar keine Definition besteht. Man müsse sich von dem Fokus auf einzelne Arbeitsplätze lösen und das große Bild betrachten. Denn die Zukunft, so schließt Schiener, werde „letzten Endes Arbeit für jeden bereithalten“.

Fazit: Schiener mit eleganter Werbung für IOTA

Schiener kommt bei seinen Denkanstößen ohne die Nennung von IOTA aus, nicht einmal erwähnt er seinen Arbeitgeber und das Hauptprojekt, was ihn täglich beschäftigt. Im Hinterkopf hat Schiener sicherlich, dass bei den bereits begonnen Innovationen IOTA ein gutes Stück von dem neuen Kuchen abhaben will. Schließlich möchte IOTA zum Standard im Internet der Dinge (IoT) werden. Aber Schiener verkneift sich diese direkten Hinweise auf IOTA und das tut seinem Text gut. So bleiben seine Ausführungen ein unparteiisches Plädoyer dafür, zuversichtlich in den künftigen Arbeitsmarkt zu vertrauen und sich nicht Roboter als abstraktes Feinbild auszusuchen. Ob sich Schieners Optimismus für innovative Jobs im großen Maßstab wirklich beweist, bleibt selbstverständlich den realen Entwicklungen vorbehalten. Doch Diskussion lebt von unterschiedlichen Standpunkten und Schiener weist seinen in sich schlüssig auf. Ohne Gefahr zu laufen, sich durch direkte Nennung von IOTA leicht angreifbar zu machen. Denn bei IOTA läuft bekanntlich bei Weitem nicht alles so rund, wie es sich Schiener und seine Mitstreiter einmal erträumten.


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