NFT Projekt Azuki: Gründer enthüllt peinliche Vorgeschichte, Preis halbiert sich

Das NFT Projekt Azuki war bisher kommerziell eines der zehn erfolgreichsten im Jahr 2022. Doch nun hat Gründer Zagabond eingeräumt, bei drei vorhergegangen Projekten als Verantwortlicher geflüchtet zu sein.

Die NFT Szene erlebt einen Skandal, der sich um das Projekt Azuki dreht. Denn Gründer Zagabond hat in einem Blogpost eingestanden, im Jahr 2021 drei andere NFT Projekte in den Sand gesetzt und sich dann abgesetzt zu haben. Zagabond verpackt das zwar unter dem Titel „Die Reise eines Baumeisters …“ – doch NFT Sammler und der Markt reagieren deutlich. Vor Bekanntwerden der Geschichte wurde ein einzelnes der 10.000 Azuki NFTs noch durchschnittlich für um 20 Ethereum (ETH) gehandelt und fand beim führenden Marktplatz OpenSea auf diesem Niveau und höher auch Käufer. Jetzt aber sind Azuki NFTs en masse für 10 Ethereum und weniger angeboten.

Dabei klang die Story hinter Azuki zuvor attraktiv. Und um die coolen Figuren im Manga-Style sollet ein Metaverse entstehen, sollte Merchandising verkauft werden, sollten Partnerschaften zu anderen erfolgreichen NFT Projekten entstehen – kurzum: Ein Azuki NFT wurde quasi als Eintrittsticket in eine Welt angeboten, in der mittelfristig auch geldwerte Profite möglich schienen. Mit diesem Konzept legte Azuki im Januar 2021 ein gutes Debüt hin und die Preise entwickelten sich stets nach oben. Doch jetzt kommt der Einbruch und ist darauf zurückzuführen, dass Mastermind Zagabond kein Vertrauen mehr geschenkt wird.

CryptoPhunks, Tendies und Cryptozunks – die drei Fehlschläge von Azuki Gründer Zagabond

Zagabond berichtet in seinem Blogpost von drei früheren NFT Projekten, an denen er führend und anonym beteiligt war. Mit CryptoPhunks fingen demnach seine Aktivitäten an und dieses Projekt habe er wegen Copyrighklagen vonseiten der längst zum Klassiker avancierten echten CryptoPunks eingestellt. Bei zweiten Versuch mit Tendies als NFT Vision sei es fehlende Nachfrage in der Startphase gewesen, die zum Aufgeben führte. Und CryptoZunks als dritter NFT Versuch sei letztendlich an zu hohen Ethereum Transaktionsgebühren gescheitert. Zagabond versucht die abenteuerliche These, dass er aus all diesem gelernt habe und man ihm doch bitte die unrühmlich hastigen Abgänge aus der Vergangenheit verzeihen möchte.

Fazit: Vertrauen für Azuki und Zagabond zerstört – Lehren für NFT Sammler

Wahrscheinlich bist Du bei Azuki nicht selbst finanziell engagiert und kannst so den Preisverfall dieser NFTs ohne Schmerz beobachten. Für Betroffene geht es hingegen schnell um Summen von umgerechnet mehr als 30.000 US-Dollar, welche durch die öffentliche gewordenen Vorgeschichte von Zagabond wahrscheinlich abzuschreiben sind. Zu Gerüchten, Zagabond habe seinen Blogbeitrag nur deshalb gepostet, weil er externen Berichten zuvorkommen wollte, gab es bislang keinen Kommentar. Per Twitter verspricht Zagabond Läuterung und bittet um eine neue Chance.

Aber in Wirklichkeit dürfte das Projekt Azuki, welches nach Handelsvolumen zu den zehn größten der NFT Szene in 2022 zählte, in der Sackgasse gelandet sein. Dieses Beispiel führt deutlich vor Augen, wie auch beim Sammeln und Handeln von angesagten NFTs es unerlässlich bleibt, individuell Hintergrundrecherche und Risikomanagement zu betreiben.


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