Ripple Mitgründer und Greenpeace fordern neuen Bitcoin Code für besseren Klimaschutz

Bitcoin Mining ist in der Kritik, weil weiterhin viel Energie aus nicht-nachhaltigen Quellen genutzt wird. Greenpeace fordert ein Umdenken und ein Ändern des Bitcoin Code, damit BTC klimafreundlicher wird.

In die Diskussion um den Einfluss von Bitcoin (BTC) auf den Klimawandel schaltet sich jetzt auch Greenpeace ein. Die weltweit bekannte Umweltschutzorganisation hat eine Kampagne gestartet, die unter dem Titel „Change the code, not the climate“ (übersetzt: „Ändert den Code, nicht das Klima“) Einfluss auf die Basis von Bitcoin haben soll. Zu den Unterstützern zählt auch Chris Larsen, der als Mitgründer von Ripple (XRP) tief in der Kryptoindustrie verankert ist.

Auf der Webpräsenz der Kampagne wird erklärt, dass Bitcoin derzeit mehr Energie verbraucht als Schweden. Solche Vergleiche haben ihre Tücken, unter anderem, weil dabei der ständig steigende Anteil von Bitcoin Energie aus nachhaltigen Quellen wie Sonne und Wasser nicht ausgewiesen wird. Greenpeace zitiert weiter eine Studie, der zufolge Bitcoin bei Massenadoption für Erderwärmung um 2 Grad verantwortlich sein könnte. Diese Studie stammt allerdings aus 2018 und berücksichtigt nicht, wie sich der Energiemix für das Bitcoin Mining bereits geändert hat.

Doch selbst Bitcoin Maximalisten können die Frage nach Energieeffizienz bei BTC einfach ignorieren. Der Einfluss beispielsweise von Ein- und Ausstieg von Tesla bei der Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel hat gezeigt, wie das Energiethema bei BTC Einfluss auch auf die Akzeptanz und damit die Preiskurve haben kann. Deshalb ruft Greenpeace auf, sich direkt an Großunternehmen wie Fidelity und bekannte Größen wie Elon Musk und Jack Dorsey zu wenden. Mit deren Einfluss könne die Bitcoin Community dazu bewegt werden, das Protokoll bei BTC zu ändern, so das Kampagnenziel.

Ethereum wird bald klimafreundlicher – sollte Bitcoin folgen?

Als löbliches Beispiel wird Ethereum (ETH) angeführt. Dort ist durch den in diesem Jahr bevorstehenden Wechsel des Protokolls von Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS) bei Ethereum 2.0 eine Senkung des Energiebedarfs um mehr als 99 Prozent erwartet. Diesen Schritt weg vom schon im Konzept energiehungrigen Proof-of-Work solle auch Bitcoin machen, so die Forderung. Eine überschaubare Gruppe von etwa 50 Bitcoin Minern, Entwicklern und Kryptobörsen hätte die Macht, die Änderung des Codes durchzusetzen, meint Greenpeace.

In diesen Chor stimmt mit Chris Larsen zumindest einer ein, dessen Wort in der Kryptoszene ein gewisses Gewicht hat. In Interviews und über seinen Twitter Account fordert er schnelle Taten. Denn Larsen, der mit Ripple und anderen Unternehmensgründungen zum Multi-Milliardär wurde, glaubt: Bitcoin Miner suchen von sich aus immer nach der „billigsten“ Energie und das Umschalten auf nachhaltige Energien bei BTC wird immer auch Konkurrenz aus Ländern wie Russland provozieren, die Öl und Gas beim Bitcoin Mining nutzen. Fünf Millionen US-Dollar will Larsen für die Kampagne gespendet haben – und natürlich sieht er sich trotzdem dem Verdacht ausgesetzt, Hintergedanken zu haben. Denn XRP und Ripple betonen die Klimafreundlichkeit ihres Netzwerks immer deutlicher – und kritische Diskussionen zu Krypto und Klima könnten letztendlich XRP und Ripple in der Öffentlichkeit guttun. Larsen schreibt allerdings, er äußere sich bei der Greenpeace Kampagne als Privatmann und nicht in Absprache mit Ripple.

Fazit: Code Änderung bei Bitcoin scheint kaum mehrheitsfähig

Greenpeace ist für hehre Ziele bekannt und schießt bei seinen Kampagnen trotzdem manchmal über das Ziel hinaus. Vorteile von Bitcoin wie finanzielle Inklusion von Menschen aus Entwicklungsländern wie El Salvador werden in der Kampagne ebenso wenig erwähnt wie der bereits begonnene und spürbare Umstieg beim Bitcoin Mining weg von fossilen Energiequellen.

Doch auch abseits dieser Argumentation: Sicherheit und Stabilität des Bitcoin Netzwerks werden durch hohe Dezentralität und bewiesen fehlerfreien Code garantiert. An dem bewährten Konzept weitreichende Änderungen durchzusetzen – dafür ist in der Bitcoin Community und unter Anlegern keine Mehrheit in Sicht. Die geforderte grundsätzliche Änderung im Code von Bitcoin würde aller Wahrscheinlichkeit zu einem unharmonischen Hard Fork und damit einem neuen Bitcoin neben dem BTC führen, der seit 2009 die Welt verändert hat.


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