Ripple wegen XRP mit weiter Sammelklage in den USA konfrontiert

Ripple (XRP) gerät immer tiefer in den Strudel juristischer Auseinandersetzungen: Im US-Staat Florida ist nun eine weitere Sammelklage anhängig, die von Ripple Schadensersatz wegen falscher Informationen beim Verkauf von XRP fordert.

Wer die Situation bei Ripple und XRP beobachtet, kann zu dem Schluss kommen: 2021 wird für das früher oft bewunderte Krypto-Projekt ein Jahr, in dem die meiste Zeit vor Gericht verbracht werden muss. Nachdem die US-Börsenaufsicht SEC wenig weihnachtlich am 22. Dezember 2020 eine Milliarden-Klage gegen Ripple einreichte, schöpfen nun auch Kleinanleger wieder Hoffnung, Schadensersatz von Ripple wegen XRP erwirken zu können. Im US-Staat Florida strengte eine Privatperson eine Sammelklage gegen Ripple an und beruft sich dabei ausdrücklich auf den Vorstoß der SEC.

XRP und Ripple – ging da alles mit rechten Dingen zu?

Der Kläger von Florida macht zwar nur ein anfängliches Investment in XRP rund 100 US-Dollar geltend, doch der Sammelklage könnten sich noch andere enttäuschte Anleger anschließen. Auch in anderen US-Bundestaaten laufen private Sammelklagen gegen Ripple, wir haben etwa hier und hier dazu berichtet. Im Kern geht es dabei immer um die finanziell brisante Frage, ob Ripple in den USA überhaupt XRP wie gehandhabt verkaufen durfte. Denn die Kläger sind der Ansicht, dass XRP in Wirklichkeit ein Wertpapier (Securities) darstelle und daher nicht ohne Genehmigung der SEC und weitreichende Informationen für Investoren auf den Markt gehöre.

Nach langem Zögern entschied sich dann auch die SEC, selbst aktiv in den Fall Ripple und XRP einzusteigen. Dabei stellt sich die SEC grundsätzlich auf die Seite derer, die Ripple unlauteres Verhalten mit den Verkäufen von XRP vorwerfen. Dies sei systematisch und wissentlich geschehen, so die SEC, Ripple-Gründer hätten so durch XRP auch private Riesengewinne generiert. Insgesamt kommt die SEC auf mindestens 1,3 Milliarden US-Dollar Schaden, welche Ripple durch unerlaubte XRP Verkäufe verursachte. In dem Verfahren SEC vs. Ripple (XRP) sind für Februar erste Termine geplant. Ripple streitet die Vorwürfe kategorisch ab und befürchtet durch CEO Brad Garlinghouse, dass an XRP ein Exempel gegen die Kryptobranche in den USA statuiert werden soll. Die erhoffte Solidarität der US-Kryptoszene blieb aber bislang aus, im Gegenteil: Führende US-Kryptobörsen haben XRP angesichts der heiklen Situation bereits ausgelistet.

Fazit: Ripple und XRP taumeln – droht der Knock-out?

Falls es Ripple nicht gelingt, mit der SEC einen außergerichtlichen Vergleich wegen XRP zu finden, steht in den USA wohl ein Überlebenskampf vor diversen Gerichten bevor. Denn ehrlich gesagt: Berechtigte Skepsis in die Richtung, ob XRP nicht als Securities einzustufen sind, kursieren seit Jahren. Ripple-CEO Garlinghouse beschwor zwar noch in dieser Woche ein erfolgversprechendes 2021 – doch dieses Szenario ist angesichts der erheblichen Prozessrisiken auf sehr dünnem Eis gebaut. Momentan erscheint als wahrscheinlicher, dass Nachrichten von vor Gericht die Geschicke von Ripple und XRP in diesem Jahr dominieren. Wenn Du als Anleger dennoch überlegst, bei den aktuellen Niedrigpreisen bei XRP einzusteigen, dann findest Du hier auch andere als „nur“ legale Gründe, die an einer nachhaltigen Wertentwicklung von XRP zumindest zweifeln lassen.


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