Ripple (XRP) mit Preisrallye – das könnten Gründe sein

Inmitten der größten Krise seiner Geschichte erlebt Ripple (XRP) positive Preissprünge. Fachleute haben Erklärungen für die zunächst unnatürlich wirkende Situation.

Ripple (XRP) notiert am heutigen Mittwoch bei 1,92 US-Dollar und bestätigt damit einen Aufwärtstrend, der XRX vom Monatsanfang an in nur zwei Wochen um mehr als 300 Prozent ins Plus brachte. Gleichzeitig aber hängt über der Zukunft von Ripple die Monsterklage der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, welche existenzgefährdend sein könnte. Handelt der Markt für XRP unlogisch oder worauf sind Kursgewinne zurückzuführen? Das fragt sich etwa auch Krypto-Milliardär Mike Novogratz öffentlich auf Twitter.

In der Frage von Novogratz liegt bereits ein Erklärungsansatz. In der öffentlichen Wahrnehmung sind Ripple und XRP eins, aus Sicht von Ripple aber klar voneinander abzugrenzen. Ripple will technologischer Finanzdienstleister sein und behauptet, XRP sei längst eine davon unabhängig bewertete Kryptowährung. In der juristisch heiklen Situation kann Ripple seine eigenen XRP, die auf einem Treuhandkonto lagern, gar nicht veräußern, glauben viele. Damit aber sinkt auch die Gesamtzahl der theoretisch existierenden XRP, was wiederum den Preis der handelbaren XRP erhöht, lautet der Gedankenstrang. Diese Theorie vertritt etwa auch Krypto-Analytiker Leonidas Hadjiloizou in einer Antwort an Novogratz.

XRP im Plus – erholt sich Ripple nachhaltig?

Andere wiederum meinen, XRP erlaube frischen Optimismus, weil Ripple im Verfahren gegen die SEC Etappensiege für sich verbuchen dürfe. Zudem besteht die Hoffnung, dass durch die Verwaltung des neuen US-Präsidenten Joe Biden bei der SEC Kryptowährungen mehr Entgegenkommen erwarten dürfen.

Für Kelvin Koh vom DeFi Fonds Spartan Group hat der Aufschwung von XRP allerdings einen ganz anderen Grund. Mit dem provokativen Slogan „Die Revanche der Shitcoins“ erklärt Koh auf Twitter den XRP Trend mit bewährten Spekulationen von großen Marktteilnehmern. Diese würden immer dann liquide Altcoins kaufen, wenn Bitcoin (BTC) schwächelt, und dann zurück zu Bitcoin wechseln, wenn Altcoins wie XRP oder IOTA ausgereizt sind. Hinter diesem erprobten Mechanismus stehen demnach keine fundamentalen Argumente pro XRP, sondern schlicht schnelle Profitmaximierung.

Fazit: Aufschwung bei XRP steht auf wackligen Beinen

Eine eindeutige und logische Antwort auf die Hintergründe zur XRP Rallye ist wohl nicht zu finden. Wir haben Anfang des Jahres einmal aufgelistet, warum erhebliche Zweifel an nachhaltigem Erfolg von Ripple und XRP nicht nur wegen der SEC Klage berechtigt scheinen. An diesen Argumenten hat sich im Grunde nichts geändert, auch wenn XRP derzeit manche Anleger beglückt. Denn bei allem Respekt vor Ripple: XRP fehlt ein echter Einsatzzweck, das ursprüngliche Konzept als Brückenwährung hat sich nie in größeren Maßstäben erfüllt. So deuten auch die jüngsten Entwicklungen bei XRP eher daraufhin, dass dieser Altcoin zum reinen Spekulationsobjekt geworden ist.


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