TRON-Gründer Justin Sun kauft sich bei Kryptobörse Poloniex ein

Die Kryptobörse Poloniex darf sich mit TRON-Chef Justin Sun über einen prominenten Investor freuen. Sun hat sich mit einem nicht näher definierten Betrag an Poloniex beteiligt. Erstes Ergebnis: Ab sofort wird TRON (TRX) auch bei Poloniex gelistet.

Die Kryptobörse Poloniex war vor wenigen Jahren noch für 50 Prozent des globalem Handelsumsatzes mit Bitcoin und Co. verantwortlich, hatte aber zuletzt massiv an Bedeutung verloren. Die Entwicklung führte dazu, dass das FinTech-Übernehmen Circle sein Engagement bei Poloniex überdachte und die Übergabe an asiatische Investoren vermeldet. Nun stellt sich heraus: Zu den neuen Besitzern von Poloniex gehört auch Justin Sun, der die Geschicke bei TRON (TRX) leitet. Sun enthüllte die Nachricht im Zuge eines Live-Auftritts bei Twitter. Bekannt ist, dass Circle von den neuen Investoren zugesichert bekam, 100 Millionen US-Dollar in die Weiterentwicklung von Poloniex zu stecken. Circle hatte Poloniex erst Anfang 2018 für 400 Millionen US-Dollar übernommen. Details der neuen Eigentümerstruktur sind bisher nicht öffentlich geworden.

Was hat Justin Sun mit Poloniex vor?

Ab sofort wird bei Poloniex auch mit TRX gehandelt und zwar wahlweise gegen Bitcoin (BTC), Tether (USDT) oder USD Coin (USDC). Dies dürfte auf die Initiative von Justin Sun hin geschehen sein. Sun kündigte zudem ein Airdrop Programm für Poloniex an. Strategisch soll Poloniex laut Sun neu ausgerichtet werden. Der Rückzug vom US-Markt für Ende des Jahres ist bereits beschlossene Sache. Sun lenkt den Blick nun auf chinesische Kryptohändler und verspricht, dass diese sich künftig schnell und einfach mit ihren chinesischen ID als Authentifizierung bei Poloniex anmelden können. Sun lobte Poloniex als eine „der größten Börsen in unserer Industrie“ und erwartet weiteres Wachstum. Allerdings zeigen Marktanalysen, dass Poloniex mittlerweile nur noch 1 Prozent des Umsatzes aller größeren Kryptobörsen generiert.

Sun versuchte, schon jetzt Kritikern Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn es stellt sich durchaus die Frage, ob es im Sinne von Markttransparenz ist, wenn einzelne Kryptowährungen sich direkt oder indirekt an Kryptobörsen beteiligen. Sun versicherte, Poloniex werde als unabhängiges Unternehmen fortgeführt. Zuvor hatte Sun offenbar ein Investment bei Poloniex verneint.

Gelingt Poloniex mit frischer Unterstützung der Neustart?

Der Wettbewerb unter den Kryptobörsen hat sich seit dem Markteintritt von Binance deutlich verschärft, auch Konkurrenten wie Coinbase sind mittlerweile gezwungen, ihre Angebote neu zu justieren und etwa um IEOs, Margin Trading und Bitcoin Futures zu erweitern. Insofern wird es für die Zukunft von Poloniex entscheidend darauf ankommen, sich neu zu positionieren. Allein die Listung von TRON ist dabei wohl kaum ausreichend. Doch Sun, der sich mit besten Beziehungen in China rühmt, könnte es gelingen, Impulse zu setzen. In Peking hatte Präsident Xi Jinping zuletzt eine Kehrtwende in Sachen Kryptowährungen und Blockhain-Technologie eingeläutet und gefordert, die Potenziale der Branche besser auszunutzen. Dadurch deutet sich an, dass in China auch rechtliche Rahmen für den Handel mit Kryptowährungen geschaffen werden. Wenn es Poloniex gelingt, hier neue Kundschaft zu finden, ist ein Comeback vorstellbar.


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