Was sind Airdrops?

In der Welt der Kryptowährungen kommt es immer wieder zu sogenannten Airdrops, die direkt übersetzt Falllschirmabwürfe bedeutet würden, etwa von Hilfsgütern. In der Kryptoszene geht es bei Airdrops darum, dass Coins gratis verteilt werden. Geld für lau hört sich gut an? Wir erklären Airdrops und ihre Hintergründe im Detail.

Einfach das Portemonnaie aufhalten und schon fliegt Geld hinein? So ungefähr kann sich ein Crypto Airdrop anfühlen – denn bei Airdrops im Zusammenhang mit Kryptowährungen werden tatsächlich Coins verteilt, ohne dass die Empfänger dafür bezahlen müssen. In diesem Jahr sorgte beispielsweise der BitTorrent Token (BTT) durch ein Airdrop Programm für Aufmerksamkeit, 2018 sorgte der angeblich größte Airdrop aller Zeiten bei Stellar (XLM) für Schlagzeilen. Ursprünglich kommt der Begriff Airdrop in der englischen Sprache als Bezeichnung dafür, aus der Luft (Air) Hilfsgüter oder Menschen per Fallschirm abzuwerfen (to drop).

Warum werden Krypto-Coins per Airdrop verschenkt?

Es gibt mindestens fünf Gründe, warum rund um Kryptowährungen Airdrops organisiert werden:

  • Am häufigsten veranstaltet werden Airdrops, um Werbung für eine neue Kryptowährung zu machen. Wo es etwas umsonst gibt, stehen Menschen Schlange. Sie erzählen von der Aktion weiter und Medien berichten darüber. Solche Airdrops sind in etwa mit Warenproben zu vergleichen.
  • Sehr oft geht mit Airdrops einher, dass bestimmte Aktionen durchgeführt werden müssen, um in den Genuss kostenloser Coins zu kommen. Wer beispielsweise einen Newsletter abonniert oder auf Twitter den vorgegebenen Hashtag nutzt, macht dann mit beim Airdrop. Die Herausgeber sammeln so interessante Informationen über ihr Zielpublikum. Dieser Ansatz ist ungefähr gleich mit vielen Gewinnspielen und Rabattaktionen auf Instagram und Co.
  • Weit verbreitet sind auch Airdrops, die als Kundenbindungsprogramme angelegt sind und bei denen Loyalität belohnt wird. Wer beispielsweise Tron (TRX) hielt, bekam automatisch BTT. Eine ähnliche Aktion mit TRX hatte auch die Kryptobörse Binance bereits 2017 durchgeführt. In der Realwelt sind solche Airdrops etwa als Bonushefte bekannt à la „jeder 11. Kaffee gratis“.
  • Weitere Verbreitung eines Token: Ein Airdrop kann dann angesagt sein, wenn beim ICO nicht alle zum Zuge kamen, die gerne wollten, und die Herausgeber dennoch möchten, dass ein Token auf eine breitere Nutzerbasis gestellt wird. Beim KuCoin MultiVAC war das beispielsweise der Fall und in gewisse Weise ist das, was beim BAT und dessen Browser Brave passiert, auch ein Airdrop. Probeabos sind mit solchen Airdrops vergleichbar.
  • Auch Fundraising kann hinter Airdrops stecken. Denn wenn ein Token durch Airdop bekannter wird und im regen Handel an Wert gewinnt, haben die verschenken Coins ihre Kosten schnell selbst wieder eingespielt und bescheren den Herausgebern für ihre Guthaben in der jeweiligen Kryptowährung sogar Spekulationsgewinne.

Was muss ich tun, um an Airdrops teilzunehmen?

Zuallererst brauchst Du Informationen dazu, wann, wie und wo welcher Airdrop stattfindet. Im Netz gibt es Dutzende von Webseiten, die sich genau darauf spezialisiert haben, etwa AlertAirdrop oder AirdropBob. Natürlich benötigst Du auch ein Wallet und nicht immer werden bei Airdrops auch Hardware Wallets bedient. Dann solltest du schon aus Sicherheitsgründen eine neues Software Wallet kreieren.

Wenn es um Bounty oder Holder Airdrops geht, die Loyalität belohnen, musst Du zusätzlich bereits Coins in einer bestimmten Kryptowährung halten oder Kunde einer bestimmten Kryptobörse sein oder versucht haben, an einer ICO teilzunehmen. Bei Standard Airdrops sind wie erwähnt meist Aktionen in den sozialen Netzwerken vorgeschrieben.

Welche Gefahren lauern beim Thema Airdrops?

Mit dem Versprechen, Coins zu verteilen, hantieren auch unseriöse Webseiten und Projekte. Wenn Du aufgefordert wirst, Private Keys zu teilen, bist Du sicher auf einen solchen Scam getroffen. Finger weg von jedem angeblichen Airdrop, an dem Du Dich nur beteiligen kannst, wenn Du Private Keys teilst!

Dicht am Betrug sind auch Airdrops, bei denen Du jede Menge persönliche Daten angeben sollst. Dort verteilen dubiose Firmen meist wertlose Coins, um an Kundendaten zu kommen, die sie dann wieder weiterverkaufen können. Denk daran, dass es technisch relativ einfach ist, Deine diversen Profile in sozialen Netzwerken zusammenzuführen. Weiter lauert hier auch die Gefahr, dass daraus Informationen für Pishing-Angriffe gesammelt werden.

Offensichtlich sinnlos sind auch alle Airdrops, bei denen Du andere Token einzahlen oder Fiat überweisen sollst. Das Geld ist dann weg und Du erhältst gar nichts oder Shitcoins. Bekannt sind weiter Airdops, die es nur auf Referal Points abgesehen haben, wo also der Herausgeber für die Weiterempfehlungen von Kunden Geld verdient. Die erkennst Du daran, dass Du nur an einem Airdop teilnehmen darfst, wenn Du Dich gleichzeitig für einen anderen anmeldest.

Fazit zu Crypto Airdrops: Oft nur begrenzt sinnvoll

Wir wollen Airdrops nicht verteufeln, gerade Holder und Bounty Airdrops haben ihre Berechtigung. Standard Airdrops können zumindest ein Anreiz sein, sich mit einer neuen Kryptowährung etwas eingehender zu beschäftigen. Gleichzeitig sind viele schwarze Schafe in der Branche unterwegs. Also immer daran denken: Private Keys bleiben privat und nur bei Dir. Für Airdrops entweder eine Hardware Wallet benutzen oder ein neues Soft Wallet einrichten. Falls Dir bei einem Airdrop etwas dubios vorkommt, lieber die Finger davon lassen. Und mehr als Kleinstbeträge solltest Du Dir von Crypto Airdrops nicht erhoffen, denn wirklich umsonst gibt es bekanntlich wenig im Wirtschaftsleben.


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