Was ist Hashrate?

In den Nachrichten zu Bitcoin und Co. fällt immer wieder der Begriff Hashrate. Gemessen wird damit die Rechenleistung, die eine Blockchain auf sich vereint. Warum die Hashrate für Anleger wichtig ist und was sie genau bedeutet, erfährt du in diesem Beitrag.

Nein, im Zusammenhang mit Kryptowährungen hat „Hash“ nichts mit süßlich duftenden Kräutern zu tun, die vielerorten illegal sind. Das englische Wort „Hash“ wird hier vielmehr in seiner Bedeutung als Doppelkreuz (#) benutzt, mathematisch für Zwischen- oder Prüfsumme. Die Rate (Hashrate) fasst also zusammen, wie viele Prüfsummen die Rechnernetzwerke in einer Blockchain pro Sekunde erstellen. Zur Erinnerung: In einer Proof-of-Work Blockchain werden diejenigen mit Coin belohnt, welche die korrekte Prüfsumme für einen neuen Block finden. Mehr Versuche ergeben dabei eine größere Chance. Die neuen Blöcke sind aber zudem wichtig, um die Blockchain stabil zu halten und Transaktionen zu bestätigen. Kurz gesagt: Hashrate, oft auch als Hash Power bezeichnet, fasst die Leistungsfähigkeit einer Blockchain zusammen.

Hashrate am Beispiel Bitcoin

Bei Bitcoin (BTC) als Leitwährung ist die Hashrate in den vergangenen zehn Jahren enorm gestiegen. Dies hängt mit zwei Faktoren zusammen: Zum einen wurden die kryptografischen Rätsel, die für neue Blocks zu lösen sind, immer schwieriger und erforderten deshalb mehr Rechenleistung. Zum Zweiten erwies sich das Mining als profitabel, mit ASICs und Mining Pools liefern sich die Miner einen ständigen Wettlauf darum, neue Blöcke freizuschalten und die belohnenden BTC einzustreichen.

Entwicklung der Bitcoin Hashrate seit 2009

Gemessen wird die Hashrate üblicherweise in EH/s (quintillion per Second, deutsch: Trillion per Sekunde). Bei Bitcoin liegt die Hashrate aktuell bei um die 40 EH/s. Einbrüche in der Hashrate erlebte der BTC zuletzt im Zusammenhang mit Umschichtung von Kapazitäten vor dem Hard Fork beim Bitcoin Cash und dem Preisverfall bei BTC. Die Blockchain blieb aber generell stabil. Wichtig ist dennoch der Blick auf die Verteilung der Hashrate. Anbieter wie Blockchain oder BitInfo geben in Echtzeit Informationen zu Hashrates und deren Verteilung. Bei Ethereum Classic schlug der entsprechende Dienst Etherchain zuletzt Alarm, als eine 51%-Attacke geschah. Denn wenn in einer PoW-Blockchain eine Partei die Mehrheit der Hashrate kontrolliert, kann sie manipulieren.

Bitcoin Mining Pools Stand Januar 2019

Was Anleger zur Hashrate bedenken sollten

Für Investoren ist die Hashrate aus drei Gründen wichtig:

  • Starke Schwankungen weisen auf besondere Ereignisse hin
  • Die Verteilung der Hashrate zeigt, welche Marktteilnehmer dominieren
  • Bei genauerer Analyse ergibt die Hashrate den Break-Even-Point für Miner

Deshalb ist Hash Power für dich keine mathematische Spielerei, sondern ein guter Anhaltspunkt, um deine Anlage-Strategie in Sachen Kryptowährungen aktuell zu halten. Generell solltet ihr die Finger von Kryptowährungen lassen, die eine sehr geringe Hashrate haben und daher anfällig für 51% Attacken sind. Auf Crypto51.app seht ihr live wieviel es kostet 51% einer Blockchain Hashrate für verschiedene Kryptowährungen zu übernehmen.


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