Nach Sicherheitsalarm: Ethereum Upgrade Constantinople auf Ende Februar verschoben

Vergangene Woche schreckte die Krypto-Szene auf, weil bei Ethereum das bereits angelaufene Upgrade Constantinople wegen einer kritischen Sicherheitslücke kurz vor der Aktivierung gestoppt werden musste. Jetzt steht fest: Constantinople kommt korrigiert nun um den 27. Februar 2019. Auch eine wichtige Bitcoin Futures Entscheidung steht zu diesem Zeitpunkt an.

Wasserstandsmeldung von dem Entwicklerteam hinter Ethereum (ETH): Die Constantinople benannte Hard Fork bei ETH, die kurz vor ihrem geplanten Inkraftreten am 17. Januar 2019 aufgrund einer kritischen Sicherheitslücke abgebrochen werden musste, ist nun für voraussichtlich den 27. Februar 2019 angesetzt. Darauf einigten sich die Entwickler bei einem Arbeitstreffen. Der teilnehmende Péter Szilágyi berichtet auf Twitter, dass Block 7,280,000 in der Blockchain für Constantinople gewählt wurde. Diese dürfte eine Aktivierung um den 27. Februar bedeuten. Szilágyi sprach von einem „Refork“ auf dem Mainnet und einem Fixup-Fork in den Testnets.

Hintergründe zur Verzögerung von Constantinople

Wichtigste Neuerung bei Constantinople ist, das Miner künftig nur noch zwei statt drei ETH als Belohnung für einen Block erhalten. Damit sollen Inflation und Preisverfall reduziert werden. Weiteres wichtiges Feature ist, die umstrittene Difficulty Bomb um etwa ein Jahr zu verschieben. Constantinople zeigte nach Recherchen von ChainSecurity einen kritischen Fehler, der Reentrancy Attacks ermöglicht hätte, also die unbefugte Umleitung von Transaktionen. Diese Lücke war in EIP 1283 (Ethereum Improvement Proposals) enthalten. EIP 1283 wird nun bei der Hard Fork von Constantinople im ETH-Mainnet gestrichen und durch einen zweiten, parallelen Hardfork im Testnet wieder entfernt. Dieses Downgrade ist nötig, damit keine bereits in Testnets entstandenen Blöcke wieder aufgerollt werden müssen. Grundsätzlich scheint in der ETH-Gemeinde aber weiter Einigkeit über Constantinople zu bestehen, der Schock über das nur knapp verhinderte Riesenproblem legte sich schnell. ChainSecurity und Ethereum veröffentlichten mittlerweile einen umfangreichen Hintergrundbericht zu den Problemen bei Constantinople und den daraus resultierenden Lehren.

Was du jetzt zu Constantinople wissen solltest

Constantinople hat nun zwei Verzögerungen aufgrund von Sicherheitsproblemen hinter sich. Für den Ruf von ETH ist dies nicht gerade förderlich. Für normale Anleger ist diese Hard Fork technisch weniger wichtig, sie sollten dennoch auf starke Kursbewegungen bei ETH um den 27. Februar 2019 und kurzzeitige Handelsunterbrechungen gefasst sein. Falls du auch als ETH-Miner unterwegs bist, findest du auf dem ETH-Blog die aktuellen Informationen dazu, welche Schritte du unter Umständen vornehmen solltest, um EIP 1283 zuverlässig zu eliminieren.

Bitcoin Futures Entscheidung spätestens am gleichen Tag

Nicht nur wegen der Ethereum Hard Fork ist der 27. Februar ein entscheidener Tag, sondern auch bei den Bitcoin Futures steht dann eine wichtige Entscheidung an. Der VanEck Antrag zu den Bitcoin Futures, der schon mehrfach von der US Börsenaufsicht (SEC) verschoben wurde, muss bis zum 27. Februar auch final entschieden werden. Dieser hat laut vielen Experten die besten Chancen genehmigt zu werden von allen Bitcoin Futures Anträgen. Fraglich ist nur noch in wie weit der US Regierungs Shutdown die SEC beeinträchtigt. So oder so es wird sicher ein spannender Februar werden mit sehr viel Preisbewegungen im Krypto Markt.


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