Was sind Elastic beziehungsweise Rebase Token?

Der rasante Erfolg von Terra (LUNA) und TerraUSD lädt zu Überlegungen an, mit welchen Konzepten Kryptowährungen an andere Werte gekoppelt werden können. Ein Prinzip heißt Elastic oder Rebase Token.

Der Datendienst Coingecko zählt aktuell gut 50 Kryptowährungen, die der Kategorie Rebase Token zuzurechnen sind. An anderen Stellen werden solche Altcoins auch Elastic Token genannt. Mit einer zusammengerechneten Marktkapitalisierung von rund 1 Milliarde US-Dollar spielen Rebase Token wie Ampleforth (AMPL) für den Krypto-Gesamtmarkt bisher kaum eine Rolle. Doch das Prinzip hinter Rebase Token findet zunehmend Interesse, denn es bietet eine Lösung, wie sich Kryptowährungen konzipieren lassen, die an bestimmte andere Werte möglichst fest gekoppelt sind. Paradebeispiel für solche Anwendungsfälle sind Stablecoins, die den US-Dollar abbilden, und bisher fast immer durch Geldreserven abgesichert sind.

Doch Rebase Token setzen bei ihrer Koppelung nicht auf Reserven, sondern auf eine automatisierte und regelmäßige Anpassung der Anzahl zirkulierender Coins. Wenn der Preis von Ampleforth beginnt, sich deutlich von dem vordefinierten Richtwert 1 US-Dollar zu entfernen, greift die Methode Rebase. Durch Algorithmen bestimmt und Smart Contracts organisiert, bekommt dann jede Ampleforth Wallet entweder zusätzliche AMPL zugewiesen oder es werden dort AMPL zerstört („Burning“). Mit dieser gewollten künstlichen Inflation oder Verknappung von Ampleforth soll der Preis stabil gehalten werden, der Rebase findet alle 24 Stunden statt.

Ist dann nicht auch Terra (LUNA) mit dem Stablecoin TerraUSD (UST) auch ein Rebase Token? TerraUSD ist zwar kein herkömmlicher Stablecoin, der wie Tether (USDT) oder USD Coin (USDC) durch Reserven in US-Dollar besichert ist und so die feste Kopplung garantiert. Aber bei TerraUSD dient LUNA als Absicherung und entsprechend müssen für mehr oder weniger UST jeweils auch LUNA eingesetzt werden. Ein solcher Mechanismus existiert bei Rebase Token nicht. Hier werden keine Sicherheiten eingesetzt, sondern lediglich die Zahl der zirkulierenden Token künstlich reguliert, um den Zielpreis zu erreichen.

Das hat etwa beim Beispiel Doge Killer (LEASH) aber nicht wirklich funktioniert. Dieser ursprünglich als Rebase Token gedachte Altcoin ist im Ökosystem von Shiba Inu (SHIB) beheimatet und sollte sich am Preis von Dogecoin (DOGE) ausrichten. Doch der Plan ging nicht auf und LEASH wurde freigeben, sein Preis entsteht jetzt aus Angebot und Nachfrage.

Fazit: Rebase Token mit mäßigem Erfolg

Laut Coingecko ist der nach Marktkapitalisierung wichtigste Rebase Token Olympus (OMH), der unter den wichtigsten Kryptowährungen aber erst abgeschlagen auf einem Rang um 160 auftaucht. Erhebliche Preisschwankungen bei Olympus, der für DeFi unter Ethereum (ETH) nützlich sein soll, zeigen wie auch bei anderen Rebase Token: Das Konzept klingt theoretisch zwar interessant, hat sich aber in der Praxis bisher nicht überzeugend bewährt.


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