32 % höhere Investitionen in Lebensmittel-Lieferdienste – während Startups um die Hoheit kämpfen, setzen Deutsche noch selten auf E-Food

21 Prozent der Deutschen haben im vergangenen Jahr mindestens einmal Lebensmittel bestellt. Wie ein internationaler Vergleich aufzeigt, ist die Quote äußerst gering – in Großbritannien sind es sogar 45 Prozent. Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, ist das Branchenwachstum massiv, allerdings auch hart umkämpft.

Knapp die Hälfte der Bundesbürger hat bereits online Lebensmittel gekauft, oder kann sich dies in Zukunft vorstellen. Gemäß einer Studie aus dem Hause „Oliver Wyman“ soll sich der Anteil von E-Food am Gesamtumsatz mit Lebensmitteln bis 2030 mindestens verfünffachen.

Dabei zeigt die Infografik, dass auch der Lebensmittelmarkt als solcher wächst. Wurden in Deutschland im Jahr 2018 etwa 180 Milliarden Euro umgesetzt, waren es im vergangenen Jahr bereits 200 Milliarden Euro. Prognosen zufolge soll der Umsatz in den nächsten 5 Jahren um weitere 20 Milliarden wachsen.

Für manche wenig verwunderlich, gibt es seit den Ausgangseinschränkungen im Angesicht der Pandemie einen deutlichen Nachfrageanstieg. Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Lebensmittel bestellen“ notierte im März des vergangenen Jahres auf dem Höchstwert von einhundert. Dieser steht für das größtmögliche relative Interesse. Doch auch heute noch suchen deutlich mehr Menschen im Internet nach Lebensmittel-Bestellungen, als vor der Corona-Krise.

Wachstum nicht verborgen

Die Investitionen in Lebensmittellieferdienste sind 2020 gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent angestiegen – doch der Markt ist umkämpft, und aussichtsreiche Branchenvertreter wie „Gorillas“ und „Flink“ halten sich was die Außendarstellung anbelangt noch sehr bedeckt – aus Furcht, von Mitbewerbern kopiert zu werden.

Wie die Infografik aufzeigt, ist das Interesse der Verbraucher allgemein groß. Besonders wichtig sind den interessierten E-Food-Käufern dabei ökologische und soziale Standards. 64 Prozent der Deutschen geben an, dass sie bei einem Online-Lebensmittelkauf großen Wert hierauf legen würden.

Neben reinen Lebensmittel-Lieferdiensten befinden sich auch vergleichbare Unternehmen im Aufwind – ein Blick auf das Börsenparkett macht dies deutlich. So stiegen die Hello Fresh Aktien binnen des letzten Jahres um 191,3 Prozent. Bei den Delivery Hero Aktien schlägt der Zugewinn hingegen mit 51,9 Prozent zu Buche. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Notierung des DAX lediglich um 7 Prozent.

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