Bitcoin: Analysten stellen höhere Nachfrage als neues Angebot fest

Große neue Markteilnehmer wie PayPal und Square (Cash App) kaufen derzeit im Grunde alle frisch geschürften Bitcoin (BTC) direkt auf. Daraus leiten Analysten von Pantera Capital her, dass der Preis von Bitcoin weiter steigen dürfte.

Die positive Preiskurve bei Bitcoin (BTC) ist nach Ansicht von erfahrenen Analysten noch lange nicht an ihrem Höhepunkt angekommen. In ihrem monatlichen Brief an Investoren stellt Pantera Capital aktuell fest: Makroökonomische Faktoren und besonders der Markteintritt des Finanzdienstleister PayPal sprechen für einen weiter anhaltenden Höhenritt von Bitcoin. Veröffentlicht wurde das Papier zum Wochenende, als BTC begann, sich bei Preisen über 18.000 US-Dollar festzusetzen und in Richtung Allzeithoch zu tendieren.

Was deutet laut Pantera Capital auf Kursgewinne bei Bitcoin hin?

Pantera Capital ist eine US-Investfirma, die sich auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie fokussiert. Das Unternehmen agiert schon seit 2013 und gilt als feste Größe in der Kryptobranche. Ihren jüngsten Marktbericht beginnen die Experten mit dem Rückblick auf die US-Wahlen. Die Situation eines republikanisch dominierten Senats und eines Weißen Hauses in Hand der Demokraten werde dazu führen, dass die Fed (US-Notenbank) ihre expansive Geldpolitik fortführe. Damit steigt demnach auch die Inflationsgefahr und das Bedürfnis von Anlegern nach Wertspeichern wie Gold, Immobilien und Bitcoin dürfte weiter Bestand haben.

Für Bitcoin spreche auch in diesem Zusammenhang, dass es noch nie so einfach war wie jetzt, in BTC zu investieren. Denn die Finanzdienstleister PayPal und Square haben damit begonnen, Bitcoin in ihre Angebote zu integrieren. Dies führe bereits dazu, dass Square für Cash App massiv Bitcoin aufkaufe und in Zukunft 40 Prozent aller frisch geschürften BTC absorbieren werde. Bei PayPal ist die Entwicklung laut Pantera Capital noch deutlicher. PayPal wickelt seine neue Kryptosparte über den Kooperationspartner Paxos mit dessen Kryptobörse itBit ab. Seit PayPal den Handel mit Bitcoin freigeschaltet hat, sind die Volumen bei itBit förmlich explodiert. Knapp 70 Prozent aller „neuen“ Bitcoins schlucke PayPal demnach bereits jetzt. Dabei hat momentan erst ein kleinerer Teil aller gut 300 Millionen Kunden von PayPal bereits Zugriff auf den Bitcoin Handel, für alle weltweit soll diese Offerte erst 2021 zugänglich werden.

Somit ergibt sich für Pantera Capital folgendes Bild: Allein zwei neue Markteilnehmer schlucken die Gesamtproduktion aller frisch geschürften Bitcoin und das Angebot werde in Kürze bereits nicht mehr ausreichen, den Durst von PayPal und Square zu stillen. Natürliches Ergebnis wäre dann ein stärker steigender Preis von BTC, bei dem auch manche Anleger ihre Bitcoin anbieten, die seit längerer Zeit auf Halten gesetzt und neue Allzeithochs gewartet haben.

Zudem interessant: Bei dem Thema Allzeithoch von Bitcoin, gewöhnlich an den 20.000 US-Dollar vom Dezember 2017 festgemacht, werde ein Detail oft vergessen. In einer ganzen Reihe von Staaten haben Währungsabwertungen schon dazu geführt, dass Bitcoin in der jeweiligen Landeswährung bereits ein neues Allzeithoch erklommen hat. Als Beispiele genannt werden die Türkei, Russland, Südafrika, Indien, Brasilien, Argentinien, Nigeria und Venezuela. Hier zumindest ist die psychologisch wichtige Marke Allzeithoch also kaum ein Hindernis mehr für weitere Anstiege im BTC Preis.

Fazit: Prognose sieht 37.000 US-Dollar als nächsten Zwischenstopp für Bitcoin

Die Analysten von Pantera Capital finden weitere Argumente für einen nachhaltigen Bullenritt bei Bitcoin: In den Statistiken zu Suchanfragen bei Google sei Bitcoin noch weit entfernt von den Rekorden aus dem Winter 2017/18. In der Marktkapitalisierung hinke Bitcoin seiner Bedeutung im Vergleich zu Großunternehmen weiterhin hinterher. Und mittendrin streut Pantera Capital in den Marktbericht eine auf historischen Charts beruhende Prognose ein: Demnach müsse Bitcoin schon jetzt bei 37.000 US-Dollar notieren, ohne dass ein Überhitzen des Markts drohe.

Wir halten fest: Es häufen sich Prognosen für das „digitale Gold“ Bitcoin, die überaus logisch aufgebaut sind und auf Schaumschlägerei verzichten. Die Impulse pro Bitcoin, die von der laxen Geldpolitik ausgehen und PayPal als Game-Changer sehen, erkennen keine größeren Hindernisse für einen Bullenmarkt. Doch die Psychologie der Märkte legt auch nahe: Was dann passiert, wenn BTC sein Allzeithoch von 20.000 US-Dollar kassiert, ist zumindest kurzfristig unsicher, denn dann betritt Bitcoin zuvor unbekannte Preisregionen.


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