PayPal öffnet sich für Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Bitcoin Cash

Bitcoin (BTC) und drei weitere Kryptowährungen werden in das Angebot des Zahlungsdienstleisters PayPal integriert. Ausgerollt wird die Offerte zunächst in den USA, weitere Länder sollen 2021 folgen. Mit mehr als 300 Millionen Kunden ist PayPal Branchengröße für Online-Zahlungen.

Gute Nachrichten für Bitcoin (BTC): Mit PayPal bindet einer der größten globalen Zahlungsdienstleister zunächst vier Kryptowährungen in seine Angebote ein. Neben BTC sind dies Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Bitcoin (Cash (BCH). Die Ankündigung von PayPal sorgte für deutliche Kurszuwächse: LTC legte um 13 Prozent zu, BTC und ETH um gut 4 Prozent, BCH zeigt ein Plus von 7 Prozent. Auch der Aktienkurs von PayPal verzeichnete gut 5 Prozent Plus nach Bekanntwerden der Krypto-Offensive.

Hintergrund zu Bitcoin und Co. bei PayPal

PayPal hat in New York von der Finanzaufsicht eine sogenannte Bitlicense erhalten, die zum Aufbewahren und Handel mit Bitcoin und Co. berechtigt. US-Kunden sollen in den kommenden Wochen die Möglichkeit erhalten, über ihr Kundenkonto bei PayPal Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Als Partner dafür wurde Paxos Trust Compay gewonnen. Dies war schon zuvor in Medienberichten erwartet worden. Bis zum Ende dieses Jahres soll der neue Service gebührenfrei angeboten werden.

Anfang 2021 sollen dann von PayPal auch Online-Händler in die neue Sparte Krypto einbezogen werden. Sie können dann ohne Mehrkosten BTC, LTC, ETH und BCH entgegennehmen, werden aber wie gewohnt Fiat in Landeswährungen erhalten. Den Umtausch von Krypto übernimmt PayPal. PayPal wird 2021 nach eigenen Angaben das Krypto-Programm für Privatkunden und Händler auf „ausgewählte Länder“ ausweiten, was hoffentlich auch die EU meint.

In Kürze will PayPal Informationsseiten freischalten, die Kunden Blockchain-Technologie erklären und über Risiken und Chancen von Kryptowährungen aufklärt. Mögliche Probleme durch hohe Kursschwankungen will PayPal durch ein eigenes Risikomanagement für Kunden und Partner ausschalten. Mit mehr als 300 Millionen Kunden und 26 Millionen angebundenen Händlern hat PayPal weltweit ein Netz aufgebaut, das vielerorten im Online-Handel kaum direkte Konkurrenz hat abseits von dem chinesischen Dienstleister Alipay. 2021 will PayPal die neue Kryptosparte auch auf seine Tochterfirma Venmo ausweiten.

Fazit: PayPal pusht Bitcoin

Das Bestreben von PayPal, Bitcoin und ausgewählte Altcoins zu integrieren, war schon seit dem Sommer offenes Geheimnis. 2019 hatte sich PayPal von Facebook Libra zurückgezogen, obwohl das Unternehmen zu den Gründungsmitgliedern des Konsortiums für einen privat organisierten Stablecoin zählte. Was PayPal jetzt anbietet, hat aber wenig mit einem digitalen Stablecoin zu tun, denn die ausgewählten Kryptowährungen sind alle vier volatil.

PayPal bedient vielmehr Kundenwünsche, am Thema Bitcoin teilzuhaben. In den USA etwa verdient die Handelsplattform Robinhood beim Kryptohandel durch Gebühren Millionen, hierzulande punktet beispielsweise Revolut mit vergleichbaren Angeboten. Im ersten Schritt wird den Kunden von PayPal ermöglicht, einfach und bequem Krypto zu kaufen und auf Kurszuwächse zu setzen. Fachleute erwarten, dass dadurch frisches Kapital in Richtung Bitcoin fließt. Abzuwarten bliebt, ob und in welchem Maß BTC, ETH, BCH und LTC dann über PayPal tatsächlich auch als (indirektes) Zahlungsmittel eingesetzt werden. Die Kryptobranche freut sich jedenfalls, dass mit PayPal ein großer etablierter Zahlungsdienstleister seine Türen für Kryptowährungen öffnet und so die Akzeptanz von Bitcoin stärken dürfte.


Wer noch keine Bitcoins hat kann diese hier kaufen: 

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