Bitcoin Big Bang: ZDF-Doku zum Hack bei Mt. Gox

Im Februar 2014 hielt die Kryptoszene den Atem an, als die damals weltgrößte Kryptobörse Mt. Gox ihren Betrieb einstellen musste. Ein Hack habe stattgefunden, 850.000 Bitcoin (BTC) seien gestohlen worden. Diesem Fall widmet sich nun eine ZDF-Doku und setzt den Chef von Mt. Gox, Mark Karpeles, dabei in den Mittelpunkt.

Die britischen Posträuber erbeuteten 1963 gut 2,6 Millionen Pfund und wurden ob der Umstände zu Legenden. Die Beute beim legendären Mt. Gox Hack 2014 betrug rund 850.000 Bitcoin (BTC) und der vermeintlich Hauptverantwortliche Mark Karpeles ist mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. War es wirklich der CEO der damals mit Abstand größten Kryptobörse weltweit, der seine Kunden betrog? Was ist mit den Bitcoin passiert, die 2014 etwa 450 Millionen wert waren? Wie agierten Anleger, Fahnder und Experten in dem spektakulären Fall, der Neuland markierte als virtueller Raubzug in der Welt der Kryptowährungen? Das ZDF hat dazu eine Dokumentation in Auftrag gegeben und sendet sie am morgigen Mittwoch im Abendprogramm von ZDFinfo. Parallel dazu steht der 105-minütige Film in der Mediathek bis Ende September zur Verfügung.

Stoff für Legenden – der Mt. Gox Hack von 2014

Das ZDF stellt laut Vorabinformationen den Franzosen Mark Karpeles in den Mittelpunkt von „Bitcoin Big Bang – 800 Millionen Dollar verschwinden“. Karpeles ist heute 35 Jahre alt und hat sich gegenüber den Dokumentarfilmern offenbar erstmals frei ausgesprochen darüber, was damals bei Mt. Gox aus seiner Sicht geschehen ist. Der wahrscheinliche Hack und die daraus folgende Insolvenz von Mt. Gox waren nicht einmal der einzige merkwürdige Vorfall unter seinem Management. Schon zuvor hatte Mt. Gox mehrfach Auszahlungen ausgesetzt und sah sich mit Vorwürfen der Preismanipulation konfrontiert. Immerhin 60 bis 70 Prozent des weltweiten Handels mit Bitcoin wickelte Mt. Gox bis zu seinem abrupten Ende ab, hier liefen die Fäden für fast alle zusammen, die früh in den Handel mit Bitcoin einstiegen. Zwar tauchten 200.000 BTC wieder auf und Anleger konnten teilweise entschädigt werden. Doch 650.000 BTC und damit rund 3 Prozent aller bisher geschürften Bitcoin bleiben verschwunden. Die japanische Justiz, die Mark Karpeles festsetzte und ihm den Prozess machte, urteilte: Karpeles habe zwar Bücher frisiert, ihm sei aber das Entwenden von Kundenguthaben nicht nachzuweisen. Was sagt Karpeles im Nachhinein selbst dazu? Glaubt auch er, dass die Hacker andere waren und bis heute Zugriff auf den Millionenschatz in Bitcoin haben? Konnte Mt. Gox wirklich durch seine Marktmacht Einfluss auf den Preis von BTC ausüben und hat das getan?

Fazit: „Bitcoin Big Bang“ klingt nach lohnenswertem Schulfernsehen

Wir werden „Bitcoin Big Bang – 800 Millionen Dollar verschwinden“ ganz bestimmt sehen und sprechen auch eine Vorab-Empfehlung aus. Das Thema Mt. Gox taugt als Lehrstück dafür, wie Teile der Kryptoszene ticken und was man als Anleger unbedingt vermeiden sollte – auch wenn Du selbst gar nicht von dem Hack betroffen warst. Es sind nicht allein die schwindelerregenden Summen, um die es bei Mt. Gox und Mark Karpeles geht – es ist auch die Goldgräberstimmung mit all ihren Begleiterscheinungen, die Bitcoin nach wie vor mit sich bringt.

Zur Vorsicht noch einmal: Am sichersten bewahrst Du dein Guthaben in Bitcoin und anderen Kryptowährungen mithilfe einer Hardware Wallet auf und prüfst bei der Wahl einer Kryptobörse auch, ob sie eine seriöse Vergangenheit hat oder bereits durch Merkwürdigkeiten aufgefallen ist.


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