Hack bei Mt. Gox: CEO Mark Karpeles wegen Datenmanipulation verurteilt

Mt. Gox CEO Mark Karpeles

Gut fünf Jahre nach dem spektakulären Hack bei der damals führenden Kryptobörse Mt. Gox ist der frühere CEO Mark Karpeles zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Tokio sprach ihn der Manipulation von Daten für schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte 10 Jahre Haft gefordert und weitere Vorwürfe vorgebracht.

Als „Hack des Jahrzehnts“ wird in der Kryptoszene oft das beschrieben, was im Februar 2014 bei der damals weltweit größten Kryptobörse Mt. Gox passierte: Quasi über Nacht musste die Plattform ihren Betrieb einstellen, weil 850.000 Bitcoin verschwunden waren. 200.000 dieser BTC tauchten später wieder auf, 650.000 BTC mit einem heutigen Milliardenwert blieben unauffindbar. Nicht nur die geschädigten Kunden haben deshalb mit großem Interesse nach Tokio geschaut, wo Mt. Gox-CEO Mark Karpeles seit Dezember 2018 vor Gericht stand. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kam Mark Karpeles dort jetzt mit einem blauen Auge davon. Das Gericht sah es als erwiesen, dass der gebürtige Franzose zwar Daten manipuliert habe, um die Bilanz zu fälschen. Aber von den weitreichenderen Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, die Kundenbetrug und Unterschlagung beinhalten, ließ sich das Gericht nicht überzeugen. 30 Monate Haft auf Bewährung lautete jetzt das Urteil, 10 Jahre Gefängnis hatte die Staatsanwaltschaft gefordert. Er sei über das Urteil erleichtert und prüfe nun mit seinen Anwälten, ob er Berufung einlege, sagte Mark Karpeles gegenüber CNN.

Urteil bedeutet keinen Schlussstrich unter die Mt. Gox-Affäre

Mt. Gox hatte seinen Sitz in Japan, deshalb fühlte sich die dortige Justiz für Mark Karpeles zuständig. Er war 2015 in Tokio festgenommen worden und verbrachte fast ein Jahr in Untersuchungshaft, bevor er auf Kaution freikam. Im jetzigen Urteil heißt es, Karpeles habe Daten manipuliert, um die Reserven von Mt. Gox um 33,5 Millionen US-Dollar höher erscheinen zu lassen als sie eigentlich waren. Mit dem eigentlichen Hack bei Mt. Gox hat dies aber nichts zu tun. Die Anklagen wegen persönlicher Bereicherung und Betrug blieben letztendlich erfolglos. Karpeles darf sich nun in den nächsten vier Jahren nichts zuschulden kommen lassen, bevor die Bewährungsstrafe erlischt. Laut CNet ist Karpeles mittlerweile für den VPN-Dienstleister London Trust Media tätig. Bei Mt. Gox soll unterdessen bald damit begonnen werden, die wieder aufgefunden BTC an die Geschädigten zu verteilen.

Hardware Wallet wären Schutz vor dem Hack gewesen

2014 waren Hardware Wallets noch nicht gebräuchlich. Aus heutiger Sicht wissen wir: Sie hätten Anleger vor dem Hack geschützt, da deren Guthaben dann außerhalb der Kryptobörse gelagert gewesen wären. Den Meinungen, dass es sich bei Mt. Gox um einen Exit Scam handelte, hat das Gericht in Tokio jedenfalls keine Argumente geliefert. Falls du noch kein Hardware Wallet besitzt solltest du dir schnellst möglich eines besorgen. Marktführer bei den Hardware Wallets ist das französische Unternehmen Ledger.


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