Bitcoin mit Allzeithoch – Was sind die Gründe?

Zeitweise notierte Bitcoin (BTC) in der vergangenen Nacht bei über 19.800 US-Dollar und man kann darin ein neues Allzeithoch festmachen. Experten sehen die Marktsituation deutlich anders als im Dezember 2017, als das bisherige Allzeithoch von Bitcoin zu vermelden war.

So viel war ein Bitcoin noch nie wert: Mit zeitweise gut 19.800 US-Dollar pro BTC in der Nacht zum Dienstag fixierten diverse Kryptobörsen ein neues Allzeithoch für die Mutter aller Kryptowährungen. Ob der 30. November / 1. Dezember 2020 in die Geschichte von Bitcoin eingehen, ist hingegen nicht sicher. Denn zum einen hält etwa der führende Datendienst der Kryptobranche, CoinMarketCap, in seinen Berechnungen noch an dem früheren Allzeithoch für Bitcoin von 20.089 US-Dollar vom 17. Dezember 2017 fest. Und zum anderen verweisen Fachleute unisono auf eine fundamental andere Marktlage für Bitcoin als im Boom von 2017/18.

Allzeithoch bei BTC und die Crux mit der Datenbasis

An ein neues Allzeithoch hatte sich Bitcoin in den vergangenen Wochen ziemlich stetig herangepirscht. Doch wie soll man dies eigentlich messen? Reichen einzelne Deals auf einer Kryptobörse? Sollte der Höchststand über mindestens eine Stunde über verschiedene führende Kryptobörsen hin festzustellen sein? Bei Wikipedia variieren die dokumentierten Allzeithochs vom 17. Dezember für Bitcoin in den verschiedenen Sprachversionen und auch jetzt sind sich die Massenmedien nicht wirklich einig. Manche melden wie Focus und Spiegel „Allzeithoch“. Klar, Allzeithoch ist ein Klickgarant – und so zuckte bei manchem Redakteur der Finger vielleicht rascher als die Kurskurve sich bei Bitcoin bewegte. Aber festhalten können wir auf auf jeden Fall: Bitcoin kratzt am Allzeithoch, welches mit 20.000 US-Dollar sicher nicht falsch beschrieben ist. Die psychologisch wichtige Barriere fällt, ob nun gerade jetzt, morgen oder in den kommenden Tagen – davon gehen mittel- und langfristige Investoren sicher aus. Von hier aus sind auch die Ursachen für den bullenstarken Bitcoin zu finden.

Bitcoin Boom von Ende 2017 und jetzt im Vergleich

In diesem Jahr stieg der Preis von Bitcoin seit dem 1. Januar von gut 7.000 US-Dollar eher gemächlich und mit Rückschlägen auf knapp 12.000 US-Dollar zum 11. August. An diesem Tag meldete MicroStrategy als erstes Nasdaq-Unternehmen sein groß angelegtes Umschichten von Geldreserven in BTC. Dieses Datum machen viele als Startschuss für die neuerliche Kursexplosion fest.

In 2017 verlief das ziemlich anders: Da startetet Bitcoin mit ziemlich genau 1.000 S-Dollar in das neue Jahr und war Anfang August bei 3.000 US-Dollar angekommen. Richtig bullig für BTC wurde es dann ab Oktober, als von 4.000 US-Dollar in Riesenschritten der Weg hin zu 20.000 US-Dollar genommen wurde. Der Markt wurde damals teils von Spekulanten angeheizt und sich häufende Medienberichte brachten viele Bürger erstmals in Berührung mit Bitcoin.

Doch 2020 ist Bitcoin schon längst kein Nischenthema mehr, was etwa die strategische Entscheidung von MicroStrategy beweist. Diesem Beispiel folgte bald schon Square und dann kam der 21. Oktober 2020, als PayPal ankündigte, Bitcoin in sein Portfolio aufzunehmen. Diesmal also sind es etablierte Großunternehmen, die sich zu Bitcoin bekennen und es als Wertspeicher mit „digitalem Gold“ vergleichen.

Solche Fundamentaldaten legen nahe, dass alle neu angebotenen BTC direkt von Großinvestoren als längerfristiges Investment aufgekauft werden. Damit steht der jetzige Aufwärtstrend von Bitcoin wahrscheinlich auf wesentlich stabileren Beinen als in 2017. Damals stürzte BTC gleich wenige Tage im Anschluss an das Allzeithoch auf Regionen um 10.000 US-Dollar hinab. Heute aber steigt vorerst die Spannung, wie weit es die Preiskurve von Bitcoin noch schafft, nachdem die Hürde 20.000 US-Dollar genommen ist.

Warum nachhaltige Kurskorrekturen bei BTC derzeit nur von einer Minderheit prognostiziert werden, hat noch einen weiteren gewichtigen Grund. Das Inflationsrisiko infolge gelockerter Geldpolitik wegen der Corona-Krise hat ganz andere Ausmaße als 2017. Damals schien die Finanzkrise von 2008 überwunden und von Inflation sprach fast niemand. Jetzt ist das Gespenst künftiger Inflation auch über Jahre hinweg kaum wegzudiskutieren und Bitcoin als Inflationsschutz in aller Munde. Zudem hat Bitcoin etwa durch Finanzprodukte an klassischen Börsen einen gewissen regulatorisch anerkannten Status erreicht, auch das ist vertrauensbildend.

Fazit: Gute Aussichten auf Allzeithochs bei Bitcoin

Lösen wir uns für den Moment von der Frage, bei welchem Preis ganz genau das Allzeithoch von Bitcoin festzumachen ist. Wichtiger ist wohl, dass der Weg dahin in 2020 deutlich gefestigter verläuft als in 2017. Weil der Trend diesmal auf klar zu benennenden strategischen Entscheidungen von Großunternehmen und makroökonomischen Umstände aufbaut, muss 20.000 US-Dollar pro Bitcoin noch lange nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten. Für Anleger wie Dich noch wichtig: Ende 2017 erreichten auch viele große Altcoins wie Ethereum (ETH), IOTA oder Ripple (XRP) Allzeithochs. Dieses Szenario scheint sich nicht zu wiederholen und warum das so ist, könnt ihr hier bei uns lesen.


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