China einen Schritt weiter bei Plan für offizielle digitale Währung

Das Vorhaben der Führung in China, einen offiziellen E-Yuan zu launchen, ist längst kein Geheimnis mehr. Jetzt bereitet die Zentralbank dafür Gesetzesänderungen vor, berichten Insider. Technisch soll die Basis für die chinesische Digitalwährung bereits stehen.

Krypto- und Digitalwährungen als Projekte unter der Verantwortung von staatlichen Zentralbanken sind eines der ganz großen aktuellen Themen in der Kryptoszene. Schweden ist jüngst vorgeprescht und testet eine E-Krone bereits offiziell. Noch viel mehr sind allerdings die Augen auf China gerichtet, längst zu einer wirtschaftlichen Großmacht geworden. Spätestens seit Herbst 2019 ist klar, dass die Volksrepublik eine digitale Währung einführen will. Nun verdichten sich Hinweise, dass der „China-Coin“ demnächst kommen wird. Denn die gewöhnlich gut informierte Global Times berichtet, dass die Zentralbank an einem Gesetzespaket arbeitet, um ein rechtliches Umfeld für den digitalen Yuan zu schaffen.

Hintergrund zu Chinas Plänen in Sachen Digitalwährung

Als Facebook Libra im Juni 2019 vorgestellt wurde, erkannten Notenbanken weltweit: Das Projekt von Facebook hat das Potenzial, ihre Währungshoheit zu untergraben. Daraus folgten zwei Schlüsse: Zum einen machte man im Einklang mit der Finanzpolitik klar, dass Facebook mit weitreichender Regulierung rechnen müsse. Dadurch ist Facebook Libra auch ins Stocken gekommen. Zum anderen aber verstanden viele Zentralbanken und Politiker, den Bürgern eigene Lösungen anbieten zu müssen. Denn das Bedürfnis nach einer sicheren und bequemem digitalen Währung für jedermann ist vorhanden. China ist offensichtlich bereit, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Denn hier kooperiert die Notenbank eng mit dem Zahlungsdienst Alipay, der um börsennotierten Unternehmen Alibaba gehört. Allein in diesem Jahr hat Alipay fünf Patente angemeldet, die sich um den E-Yuan drehen, heißt es.

Für die Praxis bedeutet dies: Die People’s Bank of China als Währungshüter garantiert Stabilität und Rechtssicherheit für die offizielle Digitalwährung. Alipay als führender Zahlungsdienst in China sorgt für technisches Know-how und weite Verbreitung von Beginn an. Die Notenbank hat zudem andere einheimische Privatunternehmen mit ins Boot genommen. Widersprüchlich sind die Berichte in der Frage, ob der E-Yuan eine echte Kryptowährung auf der Basis einer dezentralen Blockchain wird oder sich der Staat doch vorbehält, im Zweifelsfall zentral eingreifen zu können. Wahrscheinlich ist ein Hybrid aus Blockchain-ähnlichem Netzwerk und zentraler Instanz, ähnlich wie bei Ripple (XRP) oder IOTA.

Fazit: Mehr als ein Experiment – China auf dem Weg zum E-Yuan

Die Kehrtwende von Peking im Hinblick auf die Kryptobranche im Herbst 2019 kam für viele überraschend. Als sie von Staatschef Xi Jinping offiziell bekräftigt wurde, legte der Kurs von Bitcoin (BTC) zeitweise um 40 Prozent zu. Denn Beobachter und Anleger sind sich weitgehend einig: Macht China ernst mit dem E-Yuan, wird das auch weltweit positive Impulse auf die Akzeptanz von Kryptowährungen haben. Ein kleines Gedankenspiel als Beispiel: China hat etliche Entwicklungsländer durch gemeinsame Infrastrukturprojekte eng an sich gebunden und könnet diese dazu bringen, den E-Yuan zu akzeptieren. Und die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen: Beschäftigen sich Bürger erst einmal näher mit dem Thema Kryptowährungen, beschränken sie sich nicht auf eine einzige. Es gilt also, die Entwicklung um den China-Coin weiter im Visier zu behalten.


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