Chinesischer Versicherer steigt mit 41,5 Millionen Euro bei Fintech-Inkubator Finleap ein

Der deutsche Company-Builder Finleap hat mit dem Versicherungsriesen Ping An Group einen prominenten strategischen Investor aus China für sich gewonnen. Zunächst fließen im Rahmen der Beteiligung 41,5 Millionen Euro Richtung Finleap. Ping An will auch sein Know-how in Sachen Blockchains bei Finleap einbringen.

Das Handelsblatt spricht von einem „Ritterschlag“ aus China für die Berliner Fintech-Experten Finleap. Was also ist passiert? Finleap selbst verkündete in einer Pressemitteilung stolz, dass Ping An als führender chinesischer Finanzdienstleister erstmals in Kontinentaleuropa investiert. 41,5 Millionen Euro sind demnach überwiesen worden und künftig sitzt Donald Lacey von der Ping An Group dem Aufsichtsrat von Finleap vor. Es ist wohl weniger die Summe allein, die Fachleuten imponiert, sondern tatsächlich die strategische Kooperation, die da im Bereich Fintech zwischen Berlin und China ihren Anfang nimmt.

Einstieg von Ping An bei Finleap – die Hintergründe

Finleap beschreibt sich als Company-Builder und verweist auf 16 Unternehmen im Bereich Finanzen, die man seit 2014 bereits entwickelt hat. Zu diesen zählen etwa die Banking-Plattform solarisBank und der digitale Versicherer ELEMENT. Finleap hat den Anspruch, innovative Lösungen in der Finanzbranche zu entwickeln. Allerdings wurde die Sparte Kryptowährungen dabei bisher nur gestreift. Die Ping An Group sieht sich selbst auf Grundlage der Marktkapitalisierung als weltweit größter Versicherer und konzentriert sich als Finanzdienstleister auf Zukunftstechnologien wie Blockchains, um in den Bereichen Smart Cities, Automotive, Gesundheit, Finanzen und Real Estate seiner Zeit voraus zu sein. Mit der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen kommen so zwei Partner zusammen, die grundsätzlich einiges gemeinsam haben – zwar nicht in purer Größe, aber in der Expertise in ihren Fachgebieten. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass aus dieser Kooperation schnell neue Angebote in der digitalen Finanzwelt entstehen können. Ping An nennt dies die „Ablösung traditioneller Finanzdienstleistungen“, Finleap formuliert es etwas zurückhaltender als „Zukunft der Digitalisierung der Finanzindustrie in Europa“.

Warum ist der Deal zwischen Finleap und Ping An für mich interessant?

Nicht umsonst betont Ping An sein Know-how in Künstlicher Intelligenz und Blockchains, mit dem man Finleap unterstützen möchte. Von dort hin zu Kryptowährungen als Zahlungsmitteln ist es nur ein kleiner Schritt. Immer dann, wenn sich solch prominente Marktteilnehmer zusammenschließen, stützt dies die Kryptowährung-Szene generell. Spannend bleibt, was aus der Ideenschmiede künftig an Endkunden, Dienstleister und Industrie weitergereicht wird.


Wer noch keine Bitcoins hat kann diese bei Coinbase (10 US Dollar Gratis für Neukunden) oder eToro kaufen. Mit einem Hebel könnt ihr Bitcoins bei Plus500 oder Bitmex (1:100) handeln.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*