Google zeigt sich offen für Integration von Krypto als Zahlungsmittel

Google hat einen Topmanager von PayPal für sich gewonnen. Arnold Goldberg wird nun die Abteilung Kundenzahlungen leiten und soll dabei auch einen neuen Kurs Richtung Krypto stecken.

In der Kryptobranche wird oft bedauert, dass die Tech-Riesen wie Google, Apple und Amazon wenig bis gar keine Unterstützung für Bitcoin und Co. leisten. Gerüchte, dass eines der Vorzeigeunternehmen aus dem Silicon Valley Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel akzeptieren könne, haben sich stets als unwahr herausgestellt. Jetzt geben Äußerungen und eine Personalie aus dem Hause Google Hoffnungen auf ein Umdenken. Bloomberg berichtet, dass Google Arnold Goldberg angeheuert hat, um Finanzservices neu zu ordnen. Goldberg kommt von PayPal, wo er für strategische Weiterentwicklung verantwortlich zeichnete.

Goldberg wird dem Direktor für Kommerz und Handel bei Google, Bill Ready, berichten. Ready sagte jetzt im Gespräch mit Bloomberg, er erwarte von Goldberg, eine aktive Rolle in Richtung Kryptowährungen einzunehmen. Google hatte zuletzt Pläne aufgegeben, selbst umfangreiche Bankservices anzubieten und will sie laut Ready auch nicht wieder aufnehmen. Stattdessen soll der Zahlungsdienst Google Pay weiterentwickelt werden und man will Optionen ausloten, mit Kooperationspartnern weitere Zahlungskanäle anzubieten.

„Wir schenken Krypto viel Aufmerksamkeit“, betonte Ready. Die Nachfrage nach Krypto als Zahlungsmittel steigere sich sowohl von Kundenseite als auch von Händlern. Google wolle sich dem nicht verschließen. Details dazu, welche Kryptowährungen Google vielleicht künftig akzeptieren und unterstützen könne und zu welchen Konditionen, verriet Ready nicht. PayPal hatte Ende 2020 damit begonnen, Bitcoin und einige ausgewählte Altcoins in seine Services zu integrieren.

Google fuhr lange Zeit einen Kurs von Werbeverbot für die Kryptobranche. Dieses wurde zuletzt aufgeweicht, nun sind nur noch Anzeigen für besonders riskante Bereiche wie Erstverkauf von neuen Coins verboten. Bei Google Pay können mittlerweile auch diverse Krypto-Kreditkarten angebunden werden, etwa die von Coinbase.

Fazit: Google erkennt Praxistauglichkeit von Krypto

Die Einlassungen von Ready und die Vorgeschichte von Goldberg zeigen: Google beobachtet, wie Kryptowährungen (angeführt von Bitcoin) breite Bevölkerungsschichten erreicht haben. Allein schon aus Perspektive der Wettbewerbsfähigkeit geht es für Google nun darum, wie man dieser Entwicklung Rechnung trägt. Schnellschüsse sind dabei nicht unbedingt zu erwarten. Doch es wäre keine Überraschung mehr, wenn bei Google-Diensten noch in 2022 auch Optionen auftauchen, in Krypto zu bezahlen beziehungsweise Krypto entgegenzunehmen. Solche Strategien haben das Potenzial, auf Apple, Amazon und andere auszustrahlen – in optimistischen Szenarios. Vorerst aber gilt abzuwarten, was Google in Sachen Krypto als Zahlungsmittel wirklich tut.


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