IOTA: Stiftungsvorsitzender David Sønstebø erneut unter Druck

David Sønstebø, einer der Gründer und heute Stiftungsvorsitzender bei IOTA, steht einmal mehr wegen seines Umgangs mit Geldmitteln in der Kritik. Offenbar hat er sich Zugriff auf wesentlich mehr IOTA als bislang bekannt gesichert. Dies geht aus geleakten Chat-Protokollen hervor.

Nächste Runde in der scheinbar unendlichen Geschichte darum, wie es bei IOTA hinter den Kulissen zugeht: Der selbsterklärte anonyme Aufklärer „Hund“ hat Screenshots von Online-Chats veröffentlicht, die Beweisen sollen, dass IOTA-Chef David Sønstebø mindestens 81 Ti IOTA sein eigen nennt. In einem Interview mit der norwegischen Zeitung Dagens Næringsliv hatte Sønstebø im August 2019 angegeben, nur 0,8 Prozent aller im Umlauf befindlichen IOTA zu besitzen. „Hund“ rechnet nun bei Reddit vor, dass David Sønstebø in Wirklichkeit fast 5 Prozent aller IOTA kontrolliert. Weiter pikant: Intern hat Sønstebø anscheinend Druck aufgebaut, um Mitgründer Sergey Ivancheglo (CFB) vom Veröffentlichen von schlechten Nachrichten zu IOTA abzuhalten. Zunächst wollte David Sønstebø demnach einen Kurs von IOTA bei 0,60 US-Dollar abwarten und dann seine IOTA zu Geld machen. Aktuell notiert IOTA bei gut 0,26 US-Dollar.

David Sønstebø und IOTA – eine komplizierte Beziehung

Laut „Hund“ summieren sich die IOTA-Besitztümer von David Sønstebø aus privaten Anteilen an dem Projekt sowie IOTA, die von ihren Besitzern in der Frühzeit von IOTA nicht angefordert worden. Diese „unclaimed IOTA“ haben bereits frühe Investoren zum Anlass genommen, eine Buchprüfung bei IOTA zu fordern. Von ihrer Existenz hatte die breite Öffentlichkeit erst erfahren, als CFB Gelder von Sønstebø haben wollte. „Hund“ zeichnet anhand von Chat-Protokollen auch nach, wie Ralf Rottmann den Vorstand der IOTA Stiftung fast fluchtartig verließ, als ihm Interessenkonflikte klar wurden, die dem Status der Gemeinnützigkeit entgegenstehen könnten. Die offizielle Mitteilung zum Rückzug von Rottmann im April 2019 nannte noch private Gründe und Rottmann eigene Projekte als Ursache für den überraschenden Rückzug.

Sønstebø äußerte sich bislang – soweit wir beobachten können – nicht zu dem neuen Leak seiner Konversationen. „Hund“ gibt an, das kompromittierende Material von CFB erhalten zu haben. Neben den Millionensummen, die im Raum stehen und deren rechtmäßigen Besitz diskutabel scheint, wird einmal mehr deutlich: Sønstebø pflegt einen Umgangston, der zwischen Erpressung und Weinerlichkeit schwankt. Mal träumt er sich zurück zu Jinn zurück, der auf Hardware fokussierten Vorgängerfirma von IOTA. Mal wirft Sønstebø alles in die Waagschale, um Informationen zu blockieren, die den Kurs von IOTA negativ beeinflussen könnten. Immer macht er sich Sorgen, die absolute Führung bei IOTA durch das Konstrukt der Stiftung zu verlieren. Dieser Sønstebø muss im kollegialen Umgang ein schwerer Brocken sein, denkt man sich beim Studium der meist spätabends abgeschickten Kurznachrichten.

Fazit: Erkenntnisse von „Hund“ spalten die IOTA-Gemeinde

„Hund“ ist keine einfache Quelle, er hat von Beginn seiner Tätigkeiten an den Sturz von Sønstebø als Ziel ausgerufen. Stets wenn „Hund“ neue Details zu den handelnden Personen bei IOTA veröffentlicht, bekommt er in den sozialen Netzwerken viel Gegenwind und nur selten Applaus. Seine Kritiker werfen ihm Kampagnen vor, doch manchem schwant auch: In der IOTA Stiftung hält sich Sønstebø an der Macht fest und wenn es um Geld geht, sichert er sich auch mit fragwürdigen Argumenten einen Löwenteil. Von der Seitenlinie aus betrachtet lassen sich die Skeptiker gut verstehen, die bei IOTA ein Kehraus wünschen und endlich einen transparenten Bericht über die Verteilung von erheblichen Summen IOTA erwarten. Denn der Kurs von IOTA stagniert seit nunmehr länger als ein Jahr unter 0,30 US-Dollar und ein Cash-out von Sønstebø könnte – wenn die kolportierten Zahlen stimmen – einen Preissturz hervorrufen.


Wer noch keine Bitcoins oder IOTA hat kann diese hier kaufen: 

10 Kommentare

  1. Hund ist Sergey Ivancheglo oder steht ihm zumindest sehr nahe. Ich finde es gut wenn man Dinge hinterfragt, bin selber auch in Iota investiert. Allerdings lässt die Art und Weise wie er das angeht den Rückschluss zu, dass es sich um eine private und emotionale Racheaktion handelt. Er bleibt anonyom, reisst Dinge aus dem Kontext und beleuchtet einseitig. Er macht sich sogar strafbar denn das ist verleumdung/Rufmord und könnte der ganzen Stiftung wie Community schaden zufügen. Ich bin selber auch der Meinung, dass bei Iota ein paar Dinge anders laufen sollten:Also mit Gesicht und Fakten hinterfragen immer gerne, somit kriegt die Gegenseite eine Chance Stellung zu nehmen. Aber so wie das Hund macht ein No Go unfair und feige.

  2. Clickbaiting as it’s best… schenkt einem privaten Rachefeldzug doch nicht auch noch eine Bühne. Nervt nur noch über den Hund etwas zu lesen. Langeweile pur. Sollte es was konkretes geben, kann er sich doch gerne bei der Justiz melden. Sind wir hier bei einem Boulevardblatt oder was?

  3. Oh weh… wieder mal IOTA bashing von Guido.
    Was ist los mit dir? Hat dir Pollen nicht gut getan? Warum schreibst du nicht darüber? Schließlich ist IOTA dabei das am schnellsten skallierende Projekt auf dem Kryptomarkt zu werden. Ist das kein Artikel wert? Stattdessen redest du ständig über den selben Müll. Müll der niemand interessiert. Alte News wieder aufzuwärmen ist armselig, und die Quellen sind, naja, schrott 😀
    Ich würde dir raten in IOTA zu investieren… (das ist keine Finanzberatung!)

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*