IOTA: Anonymer Insider mit schweren Vorwürfen gegen Stiftung

David Sønstebø, Chef der IOTA-Stiftung, steht einmal mehr im öffentlichen Kreuzfeuer. Diesmal wirft ihm eine Person, die sich „Hund“ nennt, illegales und unethisches Verhalten vor und wendet sich damit an den Aufsichtsrat.

Dass es in der IOTA Stiftung hinter den Kulissen ruppig zugeht, ist in der Kryptoszene ein offenes Geheimnis, spätestens seitdem sich mit Sergey Ivancheglo (CFB) und David Sønstebø in aller Öffentlichkeit zwei IOTA-Gründer um Millionensummen streiten und dabei mit persönlichen Beleidigungen nicht zurückhalten. Doch die Situation bekommt nun eine andere Dimension. Denn auf Twitter ist ein Account mit dem Decknamen „Hund“ aufgetaucht, der nachweisen will, dass IOTA-Boss David Sønstebø sich selbst an IOTA bereichert, notorisch lügt und es auch ansonsten an Qualitäten fehlen lässt, welche die Führungsperson einer Stiftung haben sollte. Von Sønstebø und der IOTA-Stiftung gab es zunächst keinen Kommentar zu der Kampagne.

Details zu „Hund“ als selbst ernanntem IOTA-Ankläger und Beweislage

„Hund“ hat eine Webseite aufgesetzt, die einen „genaueren Blick auf die IOTA Stiftung“ verspricht. Er wolle Informationen sammeln und öffentlich verfügbar machen, die Missstände bei IOTA offenlegen. Schon jetzt, so „Hund“, sei er sich sicher, dass David Sønstebø von sich aus zurücktreten müsse oder entlassen werden solle.

Wer sich regelmäßig mit IOTA beschäftigt, erfährt dann aber auf der Webseite von „Hund“ im Grunde nichts Neues. Die hier gesammelten Materialien von „Hund“ stammen allesamt aus bereits bekannten Quellen und erfüllen so den Anspruch, ein Leak zu sein, keineswegs. Neu ist nur, dass die Gesprächsmitschnitte, Beleidigungen, windige Geschäftspraktiken und mehr aus dem inneren Kosmos von IOTA systematisch aufbereitet werden. So kann man auch hier einer Zeitleiste nachlesen, wie sich seit 2014 bei IOTA Missgunst und versuchte Vertuschung eingeschlichen haben.

„Hund“ gibt seinem Projekt einen seriösen Anstrich, der darin gipfelt, dass er einen Report zum Ermittlungsstand einzelner Vorwürfe vorlegt. Doch auch hier ist bei genauerem Hinsehen nur in den Anschuldigungen Dramatik zu erkennen, stringente Beweisführung fehlt. So bleibt das, was „Hund“ derzeit in der Hand hat, vorerst nur Popcorn für die Teile der Kryptoszene, welche an IOTA schon immer große Zweifel hatten.

IOTA und „Hund“ – wird die Auseinandersetzung eskalieren?

Ob sich die IOTA Stiftung und/oder David Sønstebø freiwillig darauf einlassen, in den Clinch mit „Hund“ einzusteigen, ist zur Stunde offen. „Hund“ selbst gibt an, zumindest vorerst keine Gerichte einschalten zu wollen. Dazu sei die Beweislage nicht ausreichend und zudem seien juristische Schritte kostspielig. „Hund“ verneint entschieden, in Wirklichkeit Sergey Ivancheglo (CFB) zu sein, und von finanziellen Motiven angetrieben zu sein. Er ruft aber die IOTA-Gemeinde auf, ihm bei seinem Projekt mit weiteren Informationen, speziell zu verdächtigen Geldflüssen, zu helfen. Hier könnte es pikant werden für IOTA, denn tatsächlich rufen Geschehnisse aus der Vergangenheit immer wieder Fragen auf. Wir haben dies auch bereits im Februar in einem Video aufbereitet.

Doch der Grundsatz, „Im Zweifel für den Angeklagten“ gilt natürlich auch für die IOTA Stiftung und David Sønstebø. Deshalb lautet das Zwischenfazit: Mit „Hund“ kriegt das Image von IOTA einen weiteren Kratzer. Ob daraus personelle Konsequenzen im Führungszirkel von IOTA folgen, scheint ungewiss. Der Kurs von IOTA zeigt sich derweil unbeeindruckt vom Auftauchen von „Hund“ und konnte sogar leicht in Richtung 0,19 US-Dollar zulegen.


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