IOTA meldet erfolgreichen Start von dezentralisiertem Testnet Pollen – Eine erste Bilanz

Eine Woche nach dem Start von Testnet Pollen bei IOTA gibt es eine erste Zwischenbilanz: Demnach hat das dezentralisierte Netzwerk bis zu 1.500 Aktionen bei IOTA per Sekunde bewältigen und die Performance zum bisherigen Tangle um das 20-fache steigern können.

Bei IOTA soll in den kommenden Monaten die Abschaffung des zentralen Koordinators gelingen und eine echte, dezentralisierte Blockchain die Organisation übernehmen. Zum 1. Juli wurde dazu das Testnet Pollen freigeschaltet, mit dem IOTA Erfahrung sammeln will. Nun hat IOTA auf Twitter erste Erkenntnisse zu Pollen veröffentlicht, die erfolgversprechend klingen. Demnach hat man beobachtet:

  • Zwischen den Nodes bei Pollen wurden schon mehr als 280.000 Nachrichten verschickt, von denen mehr als 20.000 auch finanzielle Transaktionen beinhalteten.
  • Wenn sich neue Nodes mit Pollen verbinden und synchronisieren, werden Geschwindigkeiten von bis zu 1.500 Transaktionen pro Sekunde gemessen, freut sich IOTA.
  • Die Zeit, die eine Nachricht oder Überweisung auf Bestätigung unter Pollen warten muss, beträgt 10 bis 12 Sekunden. Dies sei 20-mal schneller als im bisherigen Mainnet von IOTA.
  • Um einen Node zu betreiben, sind unter Pollen durchschnittlich nur 340 MB aktiven Speichers benötigt und 3,5 Prozent der Rechnerkapazität werden belegt.

Pollen bei IOTA als Zwischenschritt hin zu Coordicide

IOTA sieht weiterhin Optimierungsmöglichkeiten vonseiten der Software. Gerade die Anforderungen von Pollen an die Hardware machen Mut, dass das neue dezentralisierte IOTA künftig auch auf wenig leistungsfähigen Geräten gut funktioniert. Die ist für IOTA von besonderer Bedeutung, da man das Ökosystem für das Internet der Dinge (IoT) werden möchte und dabei eben auch Kleingeräte integrieren muss.

Auf Pollen soll nun bald Nectar als nächstes Testnet folgen, wo IOTA mit Prämien Entwickler und Nutzer dazu anlocken will, nach Bugs zu suchen. Für das erste Quartal 2021 ist dann die Veröffentlichung von Honey geplant, mit dem Coordicide abgeschlossen werden und der vielkritisierte zentrale Koordinator eliminiert werden kann. Nicht nur im Sommer 2019 führten Zweifel an der praktischen Umsetzbarkeit von Coordicide zu Diskussionen, die den sachlichen Rahmen verließen.

Fazit: IOTA im Aufwind

Dem Kurs von IOTA konnte die Erfolgsmeldung zu Pollen nur wenig helfen. Er stieg um etwa 5 Prozent auf gut 0,25 US-Dollar, ist aber von früheren Niveaus weit entfernt. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass IOTA schon wiederholt die Praxis optimistischen Prognosen nicht standhalten konnte, erinnert sei etwa an die eklatante Sicherheitslücke bei der offiziellen Trinity Wallet.

Dennoch ist das, was IOTA zu Pollen zu berichten weiß, eine gute Nachricht. Denn an dem Versprechen der Dezentralität muss sich IOTA messen lassen und hier scheint mit Pollen tatsächlich der Durchbruch geschafft. Realistischerweise muss aber bis zur Umsetzung im Mainnet von IOTA noch mit Schwierigkeiten gerechnet werden, doch zumindest für den Moment scheinen diese nicht mehr unüberwindbar.


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2 Kommentare

  1. „Dies sei 20-mal schneller als im bisherigen Mainnet von IOTA.“ Diese Angabe entspricht nicht dem, was Iota bekannt gegeben hat. Wenn Daten aufgeschnappt werden, sollten diese auch richtig wieder gegeben werden.

    „werden Geschwindigkeiten von bis zu 1.500 Transaktionen gemessen, freut sich IOTA.“
    An dieser Stelle macht es keinen Sinn von dem Begriff „Geschwindigkeit“ zu sprechen, wenn keine zeitliche Basis angegeben wird. Viele werden zwar wissen das die Zeitangabe auf Transaktionen/Sekunde, dies triff aber nicht auf die gesamte Leserschaft zu.

    • Danke für den Hinweis. IOTA hat aber schon selbst gesagt, dass Pollen etwa 20x schneller ist:
      „This represents a 20x performance improvement from the current mainnet.“

      Die Anmerkung mit Transaktionen pro Sekunde haben wir ergänzt.

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