IOTA: Vorstandsmitglied Dominik Schiener wird Hacker-Vergangenheit vorgeworfen

Der selbsterklärte IOTA-Aufklärer „Hund“ hat sich wieder zu Wort gemeldet und nimmt diesmal die Vergangenheit von Dominik Schiener unter die Lupe. Demnach war Schiener früher als krimineller Hacker tätig. Heute ist Schiener Vorstandsmitglied in der IOTA Stiftung.

Die Kette von negativen Nachrichten zu handelnden Persien in der IOTA Stiftung reißt nicht ab: Jetzt ist es Dominik Schiener, der Aufmerksamkeit bekommt, über die er sich kaum freuen dürfte. Schiener ist einer der IOTA-Mitgründer und zeichnet als Vize-Vorstandschef in der IOTA Stiftung verantwortlich. Doch früher soll Schiener unter den Pseudonymen Cystomatic aka Alhalama Geld mit kriminellen Hacks verdient haben, schreibt „Hund“ auf Twitter. „Hund“ macht seit Mitte Mai als anonymer Ermittler in Sachen IOTA von sich reden und will unter dem Motto „cleanIOTA“ erreichen, dass es in der IOTA Stiftung zu personellen Veränderungen kommt. Bisher hatte „Hund“ hauptsächlich den IOTA-Chef David Sønstebø im Visier.

Wird Dominik Schiener zur Belastung für die IOTA Stiftung?

Schiener war seit 2015 von Beginn an bei IOTA mit an Bord und gehört dem Vorstand der IOTA Stiftung seit deren Gründung 2017 an. Auf seinem LinkedIn-Profil beschreibt er sich als „Entrepreneur“. Aber Anfang der 2010er Jahre sei Dominik Schiener als Hacker in Erscheinung getreten, meint „Hund“ nachweisen zu können. Dazu zeigt er mit Screenshots, wie tatsächlich ein Dominik Schiener zunächst als Cystomatic online unterwegs war und dann den Namen in einschlägigen Hacker-Foren in Alhalama getauscht haben soll. Dieser Alhama wiederum brüstete sich demnach 2011 mehrfach mit Hacks und bot auch Hacker-Tools zum Verkauf an, die später das FBI beschäftigten.

Dominik Schiener hat sich – soweit uns bekannt – bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gibt ein Interview mit ihm von 2017, in dem er sagt, als Jugendlicher ziemlich einfach Geld mit Hacks in Computer-Spielen verdient zu haben. Dort klingt dieser Rückblick aber eher wie Zeitvertreib eines Teenagers und nicht wie zielgerichtete kriminelle Aktivität. Das Interview ist aktuell online in der Original-Quelle nicht mehr verfügbar, kann aber bei „Hund“ oder web.archiv.org nachgelesen werden. Was Alhama machte, scheint allerdings nicht wie bloßes Ausprobieren von Hacks, sondern wie geplante kriminelle Aktivität. Die Beweisführung von „Hund“ ist stringent, aber sicher auch nicht unangreifbar.

Die IOTA Stiftung wiederum hat den Status als „gemeinnützig“ und der Vorstand dient unter anderem als Ansprechpartner für Kooperation mit Industrie, Wissenschaft und anderen Organisationen. Zuletzt wurde ein Memorandum of Understanding bekannt, in dem Schiener und Sønstebø Verschwiegenheitserklärungen zu ihrem Privatleben vereinbarten und welches pikante Fragen zu Geldflüssen aufwirft. Bei den bisherigen Veröffentlichungen von „Hund“ sind ihm keine faktischen Fehler unterlaufen, auch wenn seine Zuspitzung der Dinge nicht überall Applaus erhält. Sein jüngster Stoß in Richtung Schiener wurde auf den relevanten Reddit-Foren zu IOTA umgehend wieder gelöscht.

Fazit: IOTA Stiftung tut sich mit beharrlichem Schweigen keinen Gefallen

Als Anleger darf man sich durchaus fragen, ob ein ambitioniertes Projekt wie IOTA nicht Stellung nehmen sollte, wenn wieder und wieder Vorstandsmitglieder ins Gerede kommen. Es geht dabei zumindest um Glaubwürdigkeit und Vertrauen – denn möglicherweise strafbewehrtes Hacken im Fall Schiener ist wohl kein Ruhmesblatt, auch wenn es schon vor dem Start von IOTA geschehen sein soll. Zweifelhaft mutet zudem das Verhalten des Aufsichtsrats bei der IOTA Stiftung an, der die wiederkehrenden Berichte offenbar nur zur Kenntnis nimmt und nicht weiter untersucht.

Unterdessen verharrt der Kurs von IOTA bei gut 0,20 US-Dollar. Technologisch fixierte Anleger erwarten mit dem Abschluss von Chrysalis und dem Hauptziel Coordicide aka IOTA 2.0 positive Impulse schon in den nächsten Monaten. Doch selbst wenn diese Schritte wie geplant passieren: Solange Schatten über der IOTA Stiftung und deren Führungspersonal liegen, ist es schwer vorstellbar, dass sich die Lage nachhaltig beruhigt.


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13 Kommentare

  1. Soll doch jeder sich selbst mal hinterfragen…. vor allem diejenigen die hier mit Dreck um sich schmeißen. Macht doch auch die letzte mögliche internationale Herausforderung Deutschlands auch noch kaputt mit Euren Nachrichten… Nur noch irre Menschen hier….

    • Nur weil der Kurs noch nicht wirklich explodiert ist und Ihr noch nicht reich seid, haut Ihr jetzt eine Negativschlagzeile nach der anderen raus, weil Ihr einfach frustriert seid…. Lächerlich sodas… genug Projekte/Unternehmen (nicht auf Krypto bezogen) haben 10 Jahre oder mehr gebraucht um da zu sein wo sie jetzt sind und ihr heult rum weil IOTA mal paar Jahre seitwärts geht? Na ihr seid ja tolle „Investoren“…

  2. Qualitätsjournalismus vom feinsten. Der Autor sollte mal seine Arbeitsweise überdenken. Ist doch kein Wunder, dass die Iota Führung sich auf einen solchen Kindergarten nicht einlässt. Ich lach mich schlapp.

  3. Aber niemand versteht das es keine besseren gibt, wie welche die mit Hacken Erfahrung gemacht haben und somit wissen wie sie Schwachstellen ausmerzen können.

  4. Dieser „hund“ Typ ist einfach aus dem Nichts vor ein paar Monaten aufgetaucht und schießt seitdem permanent gegen IOTA. Das macht er auch mit ganz offensichtlichen Lügen und Verdrehungen, wenn man sich seine anderen Sachen ansieht. Einige vermuten, dass hinter der Person com-from-beyond steckt, was in Anbetracht der Tatsache, das CFB so rum heult, mich nicht verwundern würde. Einfach nur lächerlich….

    • Du hast Beweisführung geschrieben, meintest aber Indizienkette.
      Das einzige relevante Thema was dieser Hund Typ bis jetzt angeführt hat ist IMO die kontroverse rund um die jinn Tokens. Hier sollte die IF wirklich einmal fuer Klarheit sorgen. Der Rest klingt wie Troll Arbeit durch cfb.

    • Genau richtig erkannt. Genau so wie der Triniti Wallet Hack wahrscheinlich aus dieser Richtung kam. Das passiert halt Zwangsläufig wenn ein Projekt an Bedeutung zunimmt. Der Neid wird immer größer, und die Hunde bellen lauter 😉

  5. Es ist so lächerlich, in jedem 2. persönlichen Interview steht D.S. ganz offen zu seiner Vergangenheit und erläutert diese auch ausführlich und jetzt kommt der Hund um die Ecke und versucht eine Story daraus zu machen. Für diejenigen, die sich wie der Hund nicht auskennen, ganz viele im Bereich der technischen Sicherheit haben eine entsprechende Vergangenheit auch bei den großen Antivir Security Firmen, was ja auch irgendwie Sinn macht, wenn man Mal darüber nachdenkt

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