McDonalds und Starbucks Teilnehmer bei Chinas Testprogramm für chinesische Digitalwährung

Chinas Plan für eine staatlich organisierte Digitalwährung geht offenbar in lokal beschränkte Testphasen. Dabei sollen im Verwaltungsbezirk Xiong’an auch die US-Ketten McDonalds, Starbucks und Subway einbezogen werden.

In Chinas Zukunftsplänen spielt eine von der staatlichen Notenbank verantwortete Digitalwährung (CBDC) eine zentrale Rolle. Seit Herbst 2019 dringen regelmäßig neue Details zum „E-Yuan“ an die Öffentlichkeit, zuletzt hieß es, die technologische Arbeit sei grundsätzliche abgeschlossen. Folgerichtig stehen dann Testprogramme an und die Führung in Peking hat dazu laut einheimischen Medienberichten zunächst vier Städte und Verwaltungsbezirke auserkoren. In der Region Xiong’an New Area im Osten Chinas kommt es dabei anscheinend auch zu einer etwas überraschenden Kooperation. Denn das örtliche Reform- und Entwicklungsbüro hat McDonalds, Subway Starbucks eingeladen, Teilnehmer beim Praxistest für die chinesische CBDC (Central Bank Digital Currency) zu werden.

Was über Chinas CBDC Ende April 2020 bekannt ist

Angetrieben auch von Facebook Libra möchte Chinas Führung offenbar anderen Projekten zuvorkommen und treibt seinen „E-Yuan“ entschieden voran. Eine App, die als Wallet dient, ist bereits entwickelt. Der staatliche Stablecoin wird auf einer Blockchain-ähnlichen Lösung beruhen, die zentrale Eingriffe ermöglicht – zumindest wenn wie erwartet das nationale Blockchain als Basis dient. Gearbeitet wird aktuell im Hintergrund daran, einen rechtlichen Rahmen für die CBDC in China zu schaffen.

Parallel dazu laufen Tests in den Millionenstädten Shenzhen, Suzhou, Chengdu und der Verwaltungszone Xiong’an New Area an, wie die Zentralbank zuletzt bestätigte. In den Städten sollen diese Programme sich zunächst auf staatliche Strukturen beschränken, heißt es. Xiong’an New Area hingegen als erst 2017 gestartetes Projekt einer Sonderzone ist es zugedacht, den E-Yuan im Alltag auszuprobieren. Deshalb sollen populäre Ladenketten einbezogen werden. Dafür überwindet das Projekt offenbar auch ideologische Gräben, die zwischen China und den USA immer wieder zutage treten. Starbucks ist durch seine Beteiligung bei Bakkt bereits als Befürworter von Bitcoin und Co. bekannt. McDonalds und Subway hingegen haben sich in Sachen Kryptowährungen bislang nicht positioniert. Insgesamt 19 Ketten sollen demnächst in Xiong’an New Area den E-Yuan akzeptieren, darunter auch chinesische Anbieter aus den Sparten wie Hotel, Gastronomie und Supermärkte.

Steht der Zeitplan für Chinas Digitalwährung bereits?

Die Kryptoszene schaut gespannt auf Chinas CBDC und erhofft sich von der breiten Einführung positive Impulse für die gesamte Branche. Ein genauerer Zeitplan ist aber nicht bestätigt. Dennoch lancieren Offizielle Immer wieder Informationshäppchen. Letzter Stand: Zu den Olympischen Winterspielen im Februar 2022 in Peking solle der E-Yuan Normalität sein, was auf einen Start für Normalbürger Mitte 2021 hindeute. Ganz so schnell, wie von Optimisten erwartet, geht es also dann doch selbst in China nicht mit digitalen Bezahllösungen der Zukunft. Aber Peking unterstreicht wieder seinen Anspruch, Pionier in Sachen CBDC zu bleiben.


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