NFT Hype mit 70 Millionen US-Dollar: Investoren bei Pixelmon fühlen sich verschaukelt

70 Millionen US-Dollar für NFTs hat das Projekt Pixelmon zum Launch eingesammelt – und wer zum Start investierte, fühlt sich nun „verscheißert“. Für alle anderen hat die Story von Pixelmon Popcorn-Potenzial.

Ob CryptoPunks oder Ether Rock – manches NFT Projekt hat mit Rekordpreisen in 2021 für Kopfschütteln unter Skeptikern gesorgt. Im neuen Jahr ist nun Pixelmon erster Anwärter auf die Position eines völlig überschätzten NFTs Projekts. Pixelmon hatte damit geworben, ein Blockchain-Game angelegt an Pokemon zu entwickeln. Die Charaktere im Game sollen als NFTs abgebildet werden, also einzigartige Token mit Digitalkunst. Um die Erstauflage von solchen NFTs bei Pixelmon entstand ein Hype, Teaser-Bilder vermittelten wie die begleitenden Werbetexte den Eindruck eines professionellen Unterfangens.

Schließlich wurden beim Erstverkauf von Pixelmon NFTs 70 Millionen US-Dollar eingesammelt, wie der Gründer „Syber“ auf Twitter selbst verriet. Nur was die Käufer für ihr Geld bekamen – das hatte mit den angekündigten eindrucksvollen 3-D-Modellen nichts mehr zu tun, wie unter anderem Twitter-Nutzer „zachxbt“ in Bildern zeigt.

Zunächst versuchte Syber für Pixelmoon noch, die Verantwortung abzuwälzen. Schnell aber räumte er per Tweet ein, dass die ausgegebenen NFTs nicht dem entsprechen, was erwartet wurde. Recht vage wird jetzt darauf vertröstet, dass die Genesis-Generation der Pixelmon NFTs später ein grafisches Upgrade erhalten können, wenn das Game erst einmal läuft. Allerdings zeigt „zachxbt“ auch per Datenanalyse, dass die eingenommen Ethereum (ETH) bereits teilweise Wege nehmen, die mit Pixelmon wohl nichts zu tun haben. Wer im Internet jetzt nach Pixelmon sucht, wird sofort auf Scam als Begleitwort stoßen.

Nun müssen sich aber auch die Investoren fragen lassen, warum sie einem zuvor unbekannten Entwickler zutrauten, dass versprochene „erste AAA NFT Game“ abzuliefern. Großspurig hatte Syber sogar getweetet, „Pixelmon ist der nächste Bluechip. Dies ist ein finanzieller Rat. Verzichte auf eigene Recherche.“ Das mag man als Ironie verstehen – aber die Alarmglocken schrillten bei vielen wohl erst, als sie ihre Ethereum schon für ein ungelegter Ei überwiesen hatten.

Fazit: Happy End für Pixelmon noch möglich?

Pixelmon und Syber verbreiten per Twitter immer noch die Nachricht, dass das Game großartig werden wird und die zunächst enttäuschten Investoren Geduld aufbringen sollen. 70 Millionen US-Dollar als Startkapital würden in der Videospiel-Industrie wohl für ein Dutzend Indie-Games ausreichen. Noch ist die Story also nicht zu Ende. Derweil aber scheint sich ein gewisser Kult um besonders missglückte NFTs von Pixelmon zu entwickeln – so wie manches B-Movie erst später seine treue Anhängerschaft gefunden hat. Allerdings sind Preis und Umsätze für Pixelmon NFTs beim Marktplatz OpenSea auf dem deutlich absteigenden Ast. Die Vermutung liegt nahe, dass Pixelmon als spektakulärer Fehlschlag in die noch junge Geschichte des NFT Hypes eingehen wird.


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