Ripple meldet mehr als 300 Kunden, knapp 10 Prozent nutzen XRP

Ripple verkündet in seinem jüngsten Fortschrittsbericht, mittlerweile mehr als 300 Kunden hauptsächlich aus der Finanzwirtschaft zu haben. Davon würden mehr als zwei Dutzend XRP einsetzen. Auch die per XRP getätigten grenzübergreifenden Überweisungen steigen im Volumen stark, so Ripple.

Ripple macht Fortschritte dabei, sich in der Finanzwelt festzusetzen. Anfang November erweiterte sich die Kundenbasis von Ripple auf über 300, meldet das Unternehmen. Besonders froh dürften Ripple und seine Anleger über den zweiten Punkt der Mitteilung sein: Die Zahl der Kunden, die Technologie von Ripple im Zusammenspiel mit XRP benutzen, beläuft sich mittlerweile auf mehr als zwei Dutzend, also knapp 10 Prozent aller Kooperationspartner. Ripple-CEO Brad Garlinghouse sprach von 2019 als „dem bisher stärksten Jahr“ für das eigene Ökosystem. Dabei darf aber davon ausgegangen werden, dass es sich vor allem um Pilot und Testprojekte handelt.

Ripples Erfolgsmeldung in der Kurzanalyse

Ein Hinweis vorweg: Was bisher bei Ripple als xRapid bekannt war, heißt jetzt On-Demand Liquidity (ODL). Bei dieser Technologie ist die Nutzung von XRP automatisch vorgesehen. Das Volumen von per ODL überwiesenen Gelds habe sich seit Jahresbeginn versiebenfacht, hieß es. Absolute Zahlen wurden aber nicht genannt. Ausschlaggebend für den Zuwachs dürfte der Einstieg von Ripple bei dem Finanzdienstleister MoneyGram vom Sommer gewesen sein, der auch den Einsatz von XRP beinhaltet. MoneyGram selbst hat zuletzt mitgeteilt, dass ODL bei etwa 10 Prozent seiner Überweisungen zwischen Mexiko und den USA zum Zuge kommt. Weitere Zahlungskorridore im asiatischen Raum, Lateinamerika, Europa und Afrika sollen in 2020 gestärkt werden. Ripple orientiert sich dabei an internationalen Wirtschaftsräume wie EMEA und APAC. Als Hauptkunden für ODL nennt Ripple neben MoneyGram die Interbank Peru, die Zahlungsdienstleister Viamericas und FlashFX sowie die Plattform goLance, die Freelancer und Auftraggeber international zusammenbringt. Naturgemäß werden die Kunden lobend zitiert und dabei das Augenmerk auf hohe Geschwindigkeit bei niedrigen Kosten für die Geldtransfers von einem Land ins andere gelegt.

Bei ODL wird Fiat in das Netzwerk eingezahlt und in XRP umgerechnet. Dann geht der Betrag in XRP auf seine digitale Reise durch das RippleNet, was weniger als vier Sekunden dauern soll und weniger als einen Cent Gebühren kostet. Im Zielland wird XRP wieder umgerechnet in die dortige lokale Währung oder auch globale Leitwährungen wie US-Dollar oder Euro. Der endgültige Empfänger einer Überweisung merkt also von XRP im Hintergrund nur etwas, wenn er sich für Details interessiert. Wichtig ist ODL für Ripple deshalb, weil dadurch XRP seine Daseinsberechtigung unterstreicht und tendenziell auch die Nachfrage nach XRP zunimmt.

XRP, Ripple und ODL – Einmaleffekt oder nachhaltiger Trend?

Ripple dröselt seine Zahlen zu ODL öffentlich nicht genauer auf und macht es damit schwierig, die Entwicklung endgültig zu analysieren. Treibende Kraft für die Volumenzuwächse bei XRP und ODL dürfte MoneyGram sein. Das Investment von Ripple bei MoneyGram hatte den Kurs von XRP im Sommer temporär beflügelt, der Effekt ist aber abgekühlt und XRP steht aktuell wieder unter der Marke vom Jahresanfang. Kritiker meinen, dass sich MoneyGram das Bekenntnis zu ODL und XRP sehr teuer (30 plus 20 Millionen US-Dollar) bezahlen lässt. Vieles deutet demnach daraufhin: Ripples Wachstums ist kein Selbstläufer, sondern bedarf weiter kontinuierlicher Überzeugungsarbeit vor allem im Hinblick auf die Pluspunkte von XRP.


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