Terra (LUNA): Gründer Do Kwon stellt Plan zur Wiederbelebung zur Abstimmung

Terra (LUNA) soll nach den Vorstellungen von Gründer Do Kwon eine zweite Chance erhalten. Er stellt mit Unterstützung von Entwicklern nach dem Crash des Ökosystems einen Hard Fork für Terra zur Abstimmung.

Gut eine Woche nach dem Totalabsturz von Terra (LUNA) soll auf Vorschlag von wichtigen Entwicklern und Gründer Do Kwon ein Neuanfang beginnen. Per Twitter wirbt Do Kwon für den Plan, Terra per Hard Fork in eine alte und eine neue Version zu splitten. Die Abstimmung dazu läuft noch sechs Tage lang und Zwischenergebnisse sind hier einsehbar. Bisher zeichnet sich die notwendige Beteiligung und ein „Ja“ in dem Referendum ab, da große Netzwerkpunkte mit hohen Beständen in LUNA überwiegend für den Hard Fork votieren. Eine Probeabstimmung, bei der die Community befragt wurde und die Verteilung von LUNA keine Rolle spielte, hatte zuvor 92 Prozent „Nein“ zum Plan eines neuen Terra ergeben.

Der hier im Detail dokumentierte Plan zur „Wiederbelebung“ des Terra Ökosystems sieht vor, das neue Netzwerk bereits am kommenden Donnerstag (27. Mai) zu launchen. Von da an soll das neue Terra das alte Kürzel LUNA übernehmen und das bisherige Netzwerk unter dem Namen Terra Classic mit dem Kürzel LUNC laufen. Solche Hard Forts haben etwa auch Ethereum (ETH) mit Ethereum Classic (ETC) und Bitcoin (BTC) mit Bitcoin Cash (BCH) erlebt. Dabei haben sich stets die modifizierten neuen Versionen unter altem Namen als wirtschaftlich erfolgreicher erwiesen.

Um einen möglicherweise kommenden Terra 2.0 einen unbelasteten Neustart zu ermöglichen, soll der bisher algorithmisch verknüpfte Stablecoin UST (TerraUSD) dort ersatzlos gestrichen werden. UST war der Auslöser für den Kollaps des Terra Ökosystems vergangene Woche. Um Besitzer von LUNA und/oder UST zum Umstieg auf Terra 2.0 zu bewegen, wird ein Airdrop versprochen. Kleinanleger sehen in vielen Kommentaren aber ihre Interessen durch die Regeln für die Verteilung dort nicht ausreichend widergespiegelt und kritisieren, dass Entwickler und Validatoren bevorzugt behandelt werden sollen.

Fazit: Kann Terra ohne UST ein Comeback schaffen?

Do Kwon und seine Verbündeten werben seit Tagen dafür, dass Terra sehr viel mehr sei als UST. Sie führen weiter als Argument für erfolgversprechende Aussichten für ein neues LUNA ohne UST an, dass es einen weltbekannten Namen, Hunderte von Projekten und Millionen von Nutzern übernehmen werde. Dies stimmt im Grunde, unterschlägt aber, dass UST über das Anchor Protokoll für mehr als 70 Prozent des DeFi Volumens bei Terra verantwortlich war. UST hatte vor rund zehn Tagen die 1:1 Anbindung an den US-Dollar verloren und wird aktuell mit wenigen Cent bewertet. Zusammengerechnet wurden bei LUNA und UST in den Tagen des Kollaps mindestens 40 Milliarden US-Dollar Kapital entwertet. Aus diesem traumatischen Vertrauensverlust für das Terra Ökosystem erwächst eine schwere Bürde, die ein neues Terra (LUNA) sicher nicht von heute auf morgen bewältigen kann.


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