TRON Gründer Justin Sun wird Diplomat für Grenada

Karriereschwenk für TRON Gründer Justin Sun: Der 31-jährige vertritt künftig den Inselstaat Grenada als Botschafter bei der Welthandelsorganisation (WTO). Von TRON (TRX) zieht sich Sun zurück.

Justin Sun ist in der Kryptobranche als bunter Hund bekannt und fügt seinem Lebenslauf nun ein weiteres ungewöhnliches Kapitel hinzu: Per Twitter verkündete Sun stolz, Einladung und Ernennung der Regierung von Grenada angekommen zu haben, als ständiger Botschafter bei der WTO (Welthandelsorganisation) zu dienen. Während sich Justin Sun nun also auf ein Leben in Genf, Hauptsitz der WTO, vorbereitet, wird das von ihm gegründete TRON (TRX) ohne den 31-jährigen auskommen müssen. In einem offenen Brief schreibt Sun, dass TRON und das zugehörige Ökosystem Dezentralisierung erreicht haben und er sich deshalb zurückziehen könne.

Über die Beweggründe für Suns Interesse an der Diplomatie lässt sich spekulieren. Sun selbst gibt an, dass er Grenada dabei helfen wolle, die wirtschaftlichen Folgen der Covid Pandemie zu überwinden. Zudem werde er Blockchain Lösungen bei der WTO fördern. Soweit bekannt, ist die neue Position von Jun unbezahlt. Immerhin lässt sich Sun nun mit „Exzellenz“ ansprechen, der Titel steht ihm diplomatisch jetzt zu. Damit verbunden ist auch diplomatische Immunität. In Grenadas Medien vermuten Kommentatoren, es sei Sun um diesen Status gegangen. Unmut macht sich auch breit, weil Sun in China geboren ist und man sich wundert, warum kein gebürtiger Bürger von Grenada für das Amt ausgewählt wurde.

Von TRON bis WTO – Justin Suns bewegte Vergangenheit

Sun hatte TRON (TRX) von 2017 an geleitet und später mit BitTorrent Token (BTT) einen weiteren Altcoin etabliert. An seinem Führungsstil entzündete sich wiederholt Kritik, frühere Mitarbeiter werfen ihm Unwahrheiten und Beleidigungen vor. Sun hat solche Anschuldigungen stets zurückgewiesen.

Belegt ist der lockere Umgang von Justin Sun mit Geld. Für ein Essen mit Investorenlegende Warren Buffett legte Sun gut 4,5 Millionen US-Dollar hin, die allerdings an wohltätige Zwecke gingen. Bei der spektakulären Auktion eines NFT Kunstwerks bot Sun 60 Millionen US-Dollar und beschwerte sich später, wegen unklarer Regeln damit nicht den Zuschlag bekommen zu haben.

Nicht ganz aufgeklärt sind Vorfälle in Suns Heimatland China. Dort geriet TRON unter Betrugsvorwürfe und Sun entschuldigte sich später unter verworrenen Umständen. Auch bei Übernahme von Steem kamen TRON und Sun ins Gerede, weil sie angeblich die Community nicht ausreichend respektierten.

Fazit: Neue Aufgaben für Justin Sun – Diplomatie statt TRON

Wer den Werdegang von Sun verfolgt, dürfte durchaus daran zweifeln, dass ihm diplomatische Fähigkeiten wie Kompromissbereitschaft in die Wiege gelegt wurden. Auch ist Grenada mit gerade gut 110.000 Einwohnern ein Kleinstaat, dessen Bedeutung bei der WTO entsprechend niedrig hängt. Ob es Sun trotzdem gelingt, sein Herzensthema Krypto bei der WTO zu promoten, ist offen. Der Kurs von TRON reagierte auf den Rückzug von Sun mit Verlusten von rund 10 Prozent. Anleger hätten den umtriebigen Gründer wohl lieber weiter mit an Bord bei der TRON Stiftung gehabt.


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