Cardano (ADA): 72 Prozent aller Coins sind staked – droht Stillstand?

Der Preis von Cardano stagniert seit Wochen bei um 2,10 US-Dollar. Mittlerweile sind mehr als 70 Prozent aller ADA für Staking hinterlegt. Wie sind die Entwicklungen zu interpretieren?

Bei Cardano (ADA) findet die Community erfahrungsgemäß immer irgendetwas zum Feiern. Da die Preiskurve sich im Herbst bei um 2,10 US-Dollar für ADA festgefahren hat, konzentrieren sich Fachleute nun auf andere Details bei der Entwicklung von Cardano. Ein Fakt sticht ins Auge, wenn man die Blockchain Daten betrachtet: ADA für umgerechnet gut 50 Milliarden US-Dollar lagern mittlerweile in Staking Pools, das sind 72 Prozent aller im Umlauf befindlichen Cardano. Allein seit Anfang September sind gut 120.000 Staking Adressen bei Cardano hinzugekommen, was einem Plus von fast 15 Prozent entspricht. Dieser Trend nahm Tempo auf, als sich nach dem Upgrade Alonzo herausstellte, dass die damit verbundenen Smart Contracts in ihrer Ausführung kaum markttauglich sind.

Für das Staking werden Guthaben üblicherweise in Pools eingebracht, wo sie zur Stabilität des Netzwerks beitragen und dafür mit Boni in ADA belohnt werden. Bis zu 10 Prozent anvisierter Jahreszins sind beim Cardano Staking drin – aber die Coins werden dafür eben auch im Normalfall für einen festgelegten Zeitraum hinterlegt und sind so dem Tagesgeschäft entzogen. Insofern kann man die ungewöhnlich hohe Staking Quote bei Cardano auf zweierlei Art lesen: Entweder ist ADA weiterhin so attraktiv, dass das Warten auf technologische Upgrades für viele Anleger als lohnenswert erscheint. Anderseits lässt sich argumentieren, dass es eben aktuell keine sinnvollen Anwendungsfälle bei Cardano gibt und das Allzeithoch von ADA noch vor Alonzo bei 3,10 US-Dollar jetzt weit entfernt ist. So bleibt dann Staking die Methode, um bei Cardano über Kursverluste hinwegzusehen.

Immer mehr Anleger bei Cardano

In diesem Zusammenhang auch interessant, dass die Gesamtzahl aller Wallet Adressen sich bei Cardano seit Mai 2021 bis November von 1 auf 2 Millionen verdoppelt hat. Dies zeigt deutlich, wie ADA bei immer mehr Anlegen im Portfolio angekommen und wie bekannt Cardano geworden ist. Doch jüngste Preisrallyes etwa bei Solana (SOL) konnte Cardano trotzdem nicht mitgehen und ist so zuletzt deshalb in der Rangliste der kapitalstärksten Kryptowährungen hinter Solana zurückgefallen. Ein zeitlich noch nicht näher terminiertes Upgrade Hydra soll für Cardano Offline-Funktionalitäten bringen und könnte neue Impulse setzen.

Fazit: Cardano in der Zwickmühle

Hinter ADA versammelt sich trotz der Rückschläge bei der Entwicklungsarbeit immer noch eine beachtliche Marktkapitalisierung von gut 70 Milliarden US-Dollar und – Stand November 2021 – wissen die Investoren nicht so recht, wo Cardano geldwerte Anwendungsfälle bietet. Darüber können auch PR-Reisen des Berufsoptimisten Charles Hoskinson hinwegtäuschen, der als Cardano-Gründer immer noch von seiner Afrika-Tour im Oktober schwärmt. Anleger aber müssen sich fragen, wann und wie ADA aus der Position herauskommt, ein populärer Altcoin zu sein, dem in der Praxis Alleinstellungsmerkmale fehlen.


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1 Kommentar

  1. „…aber die Coins werden dafür eben auch im Normalfall für einen festgelegten Zeitraum hinterlegt und sind so dem Tagesgeschäft entzogen.“
    Diese Aussage stimmt bei ADA nicht ganz. Bei Cardano können die ADA einem Stakepool zugeordnet werden, wobei jederzeit über die eigenen ADA verfügt werden kann. Der Zins wird periodisch auf den noch vorhanden Betrag verrechnet. Bei anderen POS (z.B. Solana) würde die ursprüngliche Aussage grundsätzlich stimmen. Ich habe ADA und Solana, wobei das Staking bei ADA weniger aufwändig ist und keine Risiken aufweist (z.B. Slashing bei Solana).

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