Ethereum-Erfinder Buterin im heftigen Streit mit Ripple (XRP) Community

Die Kryptoszene erlebt einen Streit auf Twitter, der Popcorn wert ist. Vitalik Buterin, Erfinder von Ethereum (ETH), hat sich in einen Zwist mit Ripple (XRP) verwickelt, der heftige Abneigungen beider Lager offenlegt.

Ripple (XRP) fordert im Prozess gegen die US-Börsenaufsicht SEC immer wieder auch die Solidarität der Kryptoindustrie ein. Zumindest von Ethereum (ETH) aber ist damit nicht zu rechnen, wie ein scharf geführter Disput auf Twitter aktuell demonstriert. Denn Vitalik Buterin, der Mastemind bei Ethereum, schrieb, dass XRP seine Moral schon vor zwei Jahren verloren habe. Damals hatte Ripple gegen Bitcoin (BTC) und ETH in einem offiziellen Blogbeitrag ausgeteilt. In dem mittlerweile gelöschten Text meinte Ripple, Ethereum und BTC seien in Wirklichkeit unter Kontrolle Chinas. Angespielt wurde damit auf den beträchtlichen Anteil von Bitcoin Minern und denen bei ETH, die in China ihren Sitz hatten.

Doch XRP und Ripple zu kritisieren – damit kam Buterin jetzt im anderen Lager gar nicht gut an. Für Ripple sprang CTO David Schwartz in den Ring. Zunächst verspottete er die Ethereum Community als eine, die Bestrafung fordere für andere Projekte, welche der ETH Story nicht vollen Glauben schenken. Dazu muss man wissen: Im Streit mit der SEC dreht sich ein entscheidender Strang um die sogenannte „Hinman-Rede„. 2018 hatte für die SEC Vorstandsmitglied William Hinman ETH einen regulatorischen Freischein erteilt – ein Privileg, welches Ripple auch für XRP einfordert.

Schwartz fährt genüsslich fort und vergleicht Ethereum mit eBay. ETH Miner seien eigentlich Aktionäre. Denn das börsennotierte eBay mache Gewinne aus Auktionen und Preiskämpfen. Nichts andere passiere bei Ethereum, wo Miner ihr Einkommen auch aus Transaktionsgebühren erhalten. Schwartz findet unter XRP Befürworten viel Beifall für seinen Vergleich, die auf extrem hohe Transaktionsgebühren verweisen. Angegriffen wird auch die Ethereum Stiftung mit Buterin, welche als Ansammlung von Managern zu betrachten sei und deshalb einem Aktienunternehmen ähnele.

Fazit: Wenn zwei sich streiten … Beef zwischen ETH und XRP

Ripple muss im SEC-Verfahren weiter fürchten, dass XRP nach US-Gesetzen als Wertpapier („Securities“) eingestuft wird. Ethereum wähnt diese Gefahr durch die „Hinman-Rede“ seit 2018 von sich abgewendet. Wenn sich die Krypto-Prominenz beider Projekte öffentlich zofft und ihre Anhänger auf Twitter zur Unterstützung eilen, hat das von außen betrachtet durchaus Unterhaltungsfaktor. Es zeigt aber auch, dass die Nerven – hauptsächlich bei Ripple – angespannt sind und statt grundsätzlicher Solidarität hier lieber tief sitzende Antipathien gepflegt werden.


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