Ethereum-Forscher in USA wegen Krypto-Hilfe für Nordkorea verhaftet

Virgil Griffith, eines der bekannten Gesichter bei der Ethereum Stiftung, ist wegen einer Reise nach Nordkorea in das Visier der US-Behörden geraten. Griffith wurde am Flughafen Los Angeles verhaftet und wird ihm vorgeworfen, US-Sanktionen gegen das Regime in Nordkorea missachtet zu haben.

Die USA scheinen einen Präzedenzfall zu schaffen, der sich auf die Weitergaben von Informationen im Bereich Kryptowährungen an Nordkorea konzentriert. Betroffen ist Virgil Griffith aka Romanpoet, der als Hacker bekannt wurde und mittlerweile für die Ethereum Stiftung arbeitet. Wie die US-Staatsanwaltschaft mitteilte, ist Griffith vergangene Woche bei der Einreise in die USA unter Arrest genommen worden. Der US-Bürger soll sich nun vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf Verschwörung und Verletzung von Sanktionsgesetzen, welche die Weitergabe von sensiblen Informationen an Nordkorea verbieten. Es drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Was hat Virgil Griffith in Nordkorea gemacht?

Laut Staatsanwaltschaft war der 36-jährige Griffith gewarnt worden, nicht nach Nordkorea zu reisen. Doch der studierte und promovierte IT-Experte, der in Singapur lebt, habe sich darüber hinweggesetzt und im April eine Konferenz zum Thema Kryptowährungen namens „Pyongyang Blockchain and Cryptocurrency Conference“ in Nordkorea besucht. Bei seiner dortigen Präsentation habe Griffith auch Tipps dazu gegeben, wie man mittels Kryptowährungen und Smart Contracts Sanktionen umgehen und Geldwäsche betreiben könne. Nordkorea ist wegen der Entwicklung von Atomwaffen und seines repressiven Regimes international isoliert. Für berufliche Reisen nach Nordkorea brauchen US-Büeger eine Genehmigung, die Griffith laut Anklage nicht einholte. Er habe gewusst, dass unter den Konferenzteilnehmern auch Vertreter des offiziellen Nordkoreas waren. Zudem habe er Vorschläge gemacht, wie es gelingen könne, Krytowährungen nach Nordkorea zu transferieren. Weiter habe er andere US-Bürger dazu ermutigt, im kommenden Jahr eine Folgekonferenz in Nordkorea zu besuchen. Schließlich habe er öffentlich mit dem Gedanken gespielt, seine US-Staatsbürgerschaft aufzugeben.

Die Staatsanwaltschaft Manhattan übergibt den Fall an US-Bundesbehörden, speziell solche, die Terrorismusbekämpfung betreiben. An den Ermittlungen beteiligten sich das FBI und das Heimatschutzministerium. Von Griffith selbst sind bislang keine Kommentare zu den Vorwürfen bekannt. Auch die Ethereum Stiftung schweigt zu den juristischen Problemen, die ihr Vertreter nun hat und die in einer langjährigen Gefängnisstrafe enden könnten.

Was bedeutet der Fall Griffith für die Kryptobranche?

Einfluss auf den Kurs von Ethereum (ETH) hatte die Verhaftung die Griffith nicht, ETH notiert stabil. Doch die Kryptobranche wird die weiteren Entwicklungen um Griffith vor Gericht schon deshalb genau beobachten, weil wohl niemand wegen möglicher Geschäfte mit Nordkorea Gefahr laufen möchte, eine Freiheitsstrafe zu riskieren. Zumindest theoretisch bieten Kryptowährungen dem Regime in Pjöngjang Möglichkeiten, Sanktionen zu unterlaufen und etwa mittels Bitcoin oder ETH Importware zu bezahlen, ohne gewöhnliche Banken zu nutzen. Zuletzt waren Pläne aus Nordkorea bekannt geworden, eine eigene Kryptowährung zu launchen. In der Vergangenheit geriet das Land mehrfach in den Verdacht, an Hackerangriffen auf Kryptobörsen beteiligt zu sein, eindeutige Beweise dafür liegen aber nicht vor.


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