Europäische Startups erhalten 127 % mehr Wachstumskapital als noch 2016, auch Tech-Gründer immer unabhängiger von USA

Europäische Startups erhielten 127 % mehr Wachstumskapital, als noch im Jahr 2016. Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, sehen die Jungunternehmer zunehmend Chancen auf dem europäischen Kontinent – insgesamt sehen immer weniger die Notwendigkeit, in die USA überzusiedeln. 

Dieses Jahr sind 34 Milliarden US-Dollar in europäische Startups geflossen. Im Gesamtjahr 2016 waren es lediglich 15 Milliarden Dollar. Dies zeigen Daten des „Index Ventures“.

Ein deutlicher Wandel tritt bei den Finanzierungsrunden auch in anderer Hinsicht zu Tage. In diesem Jahr gingen 33 Prozent vor der ersten größeren Finanzierungsrunde auf den US-Markt. Noch vor genau einem Jahrzehnt waren es hingegen mit 59 Prozent bedeutend mehr. Insbesondere in Europa angesiedelte Tech-Unternehmen agieren zunehmend selbstbewusster. „Vor 10 bis 15 Jahren hatten wir in Europa einen Minderwertigkeitskomplex. Wir glaubten, dass wir zwar in der Grundlagenforschung gut sind, aber nicht in der digitalen Welt„, wie Gründer Adrien Nussenbaum konstatiert.

Wie die Infografik aufzeigt, scheinen die Bedingungen für jene Gründer in Europa durchaus attraktiv zu sein. So gibt es dieser Tage rund 6 Millionen ausgebildete Softwareentwickler. In den USA sind es hingegen lediglich 4,3 Millionen. Auch die US-Mietpreisentwicklung scheint Gründern zunehmend zuzusetzen. Im Silicon Valley – wo Unternehmen wie Apple, Tesla & Co. ihren Sitz haben – sind die Preise bedeutend höher, als in den allermeisten europäischen Gebieten.

Startups in Deutschland & Auswirkungen der Corona-Krise

Innerhalb der letzten Jahre wurden in der Bundesrepublik immer weniger Startups aus der Not heraus geboren. Der Anteil sank von 30 Prozent im Jahr 2013 auf 23 Prozent im Jahr 2019. Allerdings, so der „Deutsche Startup Monitor 2020“, hat die Pandemie durchaus einen Einfluss auf junge Gründer. 74,2 Prozent dieser beklagen Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit. 13 Prozent wiederum sehen keinerlei Auswirkungen, und 12,8 Prozent bezeichnen die Corona-Krise sogar als positiv für ihr Geschäft. Nach wie vor gibt es deutlich weniger Gründerinnen als Gründer. 84,1 Prozent der Startup-Chefs sind männlich.

Dass Investments in Startups auch Aktionären zum Vorteil gereichen können, untermauert die folgende Grafik. So kletterte der Preis der Wertpapiere der europäischen Unternehmen – namentlich von Adyen, Spotify sowie Delivery Hero – zuletzt beträchtlich.

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