Algorand (ALGO): Wirtschaftsnobelpreis geht an Berater Paul Milgrom

Algorand (ALGO) darf sich jetzt mit dem Wirtschaftsnobelpreis schmücken, zumindest indirekt. Denn Paul Milgrom, dem die Auszeichnung am Montag zugesprochen wurde, ist bei Algorand schon seit einigen Wochen als offizieller Berater mit an Bord. Milgrom beschäftigt sich mit Auktionsmodellen.

Algorand (ALGO) ist die wahrscheinlich erste Kryptowährung, die mit Nobelpreisehren daherkommt. Bereits Erfinder und Aushängeschild Silvio Micali warb beim Start von Algorand im Sommer 2019 mit dem Turing Award, der er als inoffiziellen Nobelpreis der Informatik 2012 gewonnen hatte. Und nun gibt es mit Paul Milgrom einen US-Professor als Persönlichkeit, der sich über den diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis freuen darf und schon zuvor in den Beraterstab bei Algorand eintrat. Dem Kurs von ALGO half die prestigeträchtige Nachricht allerdings nicht: ALGO verharrt bei Werten unter 0,50 US-Dollar und damit weit entfernt von den 2,40 US-Dollar, die beim freien Verkauf vor dem Launch erzielt wurden.

Hintergrund zu Nobelpreisträger Paul Milgrom und Algorand

Als Algorand im September die Personalien Paul Milgrom vermeldete, wurde dabei dessen Expertise in „moderner Mikroökonomie“ betont. Milgrom ließ sich in Bezug auf Algorand damit zitieren, dass er sich geehrt fühle, „eine der am weitesten entwickelten und leistungsstärksten Blockchain Plattformen“ zu beraten. Milgrom ist 72 Jahre alt und lehrt an der Universität Stanford. Seine Modelle zu Auktionen werden in der Praxis unter anderem von den USA und anderen Ländern verwandt, wenn diese Frequenzen für Mobilfunk und Radio versteigern.

Den Wirtschaftsnobelpreis erhielt Milgrom nun gemeinsam mit Robert Wilson, der ebenfalls in Stanford lehrt. Ihre Forschungen zu Auktionen hätten weltweit Verkäufern, Käufern und auch der Staatskasse geholfen, gab das Nobelpreiskomitee bekannt. Der Wirtschaftsnobelpreis ist ebenso wie die klassischen Nobelpreise mit rund 960.000 Euro dotiert, wird aber erst seit 1996 verliehen. Kritiker sehen ihn deshalb als nicht gleichrangig mit den Nobelpreisen für Frieden, Literatur, Medizin, Chemie und Physik, die schon seit 1901 existieren.

Algorand legte im Sommer 2019 einen Traumstart hin, aber musste schon wenig später dramatische Kursstürze verdauen. Zuletzt gab Algorand bekannt, dass die eigene Blockchain auch als Basis für eine Version des Stablecoin USDC dienen werde und auf den Marshallinseln Grundlage für eine staatlich gestützte Digitalwährung (CBDC) sein soll.

Fazit: ALGO mit Nobelpreisehren, doch Kurs schwächelt bedrohlich

Algorand sah und sieht sich Blockchain und Ökosystem, das mit mehr als 1.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) technologisch in der Spitzenklasse spielt. Doch an den Kryptobörsen hat man den Glauben an ALGO teilweise verloren, von den Abwärtsbewegungen im Herbst 2019 hat sich ALGO nie wieder wirklich erholt. Die Anwendungsfälle für ALGO bleiben aus Sicht von vielen Anlegern zu theoretisch. Doch mit dem frischgebackenen Nobelpreisträger Paul Milgrom könnten sich für Algorand Türen öffnen, die bisher geschlossen blieben.


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