Facebook Coin wird als „Projekt Libra“ entwickelt – Partnersuche läuft

Seit rund einem halben Jahr blickt die Kryptoszene gespannt auf die neue Kryptowährung, welche Facebook entwickelt. Jetzt sind weitere Details bekannt geworden: Das Projekt läuft unter dem Codenamen „Libra“ (Waage) und soll offenbar weit über das soziale Netzwerk hinweg ausstrahlen.

„Projekt Libra“ heißt also der Coup, an dem bei Facebook Dutzende von Entwicklern daran arbeiten, eine neue Kryptowährung auf den Markt zu bringen. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet,  sind die Vorbereitungen bereits weit fortgeschritten. Derzeit verhandle Facebook schon mit den Kreditkartenunternehmen VISA und Mastercard, Zahlungsabwicklern wie First Data und großen Namen im E-Commerce über die Unterstützung zum Start von Libra. „Libra“ steht im englischen für das Sternzeichen Waage. Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass Facebook eine Milliarde US-Dollar Kapital einsammeln will, um seine Kryptowährung von Beginn an breit aufzustellen und nicht als Monopol zu kreieren.

Was gibt es Neues zum Libra von Facebook?

Bekannt war auch bereits, dass der Facebook Coin aka Libra als Stablecoin konzipiert wird. Bisher war erwartet, der Token werde sich an große globale Leitwährungen wie US-Dollar, Euro und Yen anbinden. Den neuesten Informationen zufolge ist nun aber eine feste Kopplung an den US-Dollar geplant, wohl um damit rechtliche Probleme in den USA zu verhindern. Denn Libra soll nicht nur bei den sozialen Netzwerken von Facebook, namentlich auch Instagram und WhatsApp einsetzbar werden, sondern gleich breitere Akzeptanz erreichen. Der Vorteil von Libra gegenüber anderen digitalen Zahlungssystemen und Kreditkarten werde darin liegen, keine direkten Gebühren zu erheben. Damit wäre der Libra etwa für den Online-Handel prädestiniert, wo bislang Überweisung- und Umtauschgebühren oft den Gewinn von Händlern schmälern und Kunden nerven.

Spannend ist auch das Detail, demnach Libra von Facebook zudem als eine Art System für Treuepunkte fungieren soll. Facebook-Nutzer sollen die Option erhalten, für das Anschauen von Werbung Libra zu verdienen und diese dann beim Einkauf von digitalen Gütern nutzen zu können. Dieser Aspekt ähnelt dem Konzept des kürzlich gestarteten Browsers Brave. Hier zeigt sich, wie Facebook dem Libra schon zum Start besondere Attraktivität verleihen möchte und das Projekt unter dem Aspekt Zahlungsnetzwerk begreift.

Was bedeutet Facebooks Libra für Bitcoin und Co.?

Kommt der Facebook Coin tatsächlich als purer Stablecoin zum US-Dollar und mit Unterstützung von VISA und Mastercard, dürfte das für andere US-Stablecoins wie Tether den Todesstoß bedeuten. Gegen die Marktdurchdringung und die finanzielle Abdeckung von Facebook wirken andere Stablecoins wie Kinderspielzeug (mit der Ausnahme China). Anders verhält es sich mit Kryptowährungen, die frei gehandelt werden und deshalb für Anleger weit interessanter sind. Bitcoin, Ethereum und andere große Kryptowährungen könnte durch Libra indirekt sogar an Wert gewinnen, weil Facebook eben schnell Millionen von Menschen für das Thema digitaler Währungen sensibilisieren würde. Wenn dazu für den einzelnen noch Einnahmen durch den Konsum von Werbung winken, hat der Facebook Coin das Potenzial, den Kryptomarkt insgesamt anzutreiben. Ein weiteres Detail: Die News zu Facebook und Krypto erscheinen zu einem Moment, an dem der blaue Gigant betont, die Privatsphäre seiner Nutzer ernster als bisher zu nehmen. An sich wäre eine Kryptowährung dafür ziemlich gut geeignet, anonym und dezentral. Wie sich Facebook und seine Partner das in der Praxis vorstellen, bleibt aber abzuwarten.


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