Investitionen in Bitcoin, Ethereum und Co auf Rekordkurs

Trotz der nach dem Krypto-Winter angespannten Lage auf dem Markt für Bitcoin und Co. wird weiter in Milliardenhöhe investiert. Die Finanznachrichtenagentur Reuters erwartet, dass der Fluss von Risiko- und Großkapital 2019 den bisherigen Rekord aus dem Vorjahr noch übertreffen wird.

Der Kryptomarkt sei am Boden, das Vertrauen durch die Kursstürze des Winters erschöpft? Im Gegenteil, schreibt die Finanznachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf Zahlen des Dienstleisters PitchBook, der Daten für Anleger sammelt. Demnach flossen 2018 knapp 2,5 Milliarden US-Dollar von Großunternehmen in Projekte im Zusammenhang mit Blockchain-Technologie und Kryptowährungen. Im ersten Quartal 2019 waren es demnach bereits rund 800 Millionen US-Dollar und es sei zum Jahresende ein neuer Rekord zu erwarten. Ähnlich positiv entwickele sich die Lage bei Risikokapital. Dort zählen die Analysten für 2018 etwa 5,6 Milliarden US-Dollar, die in den Kryptomarkt flossen. 2019 sind es bereits 1,1 Milliarden Dollar.

Start-ups für Blockchains und Kryptowährungen werden mit Kapital versorgt

„Die Leute sind wirklich verliebt in die Tokenisierung – die Möglichkeit, Coins oder andere Formen von Wert zu produzieren“, erklärt ein Spezialist der Fintech-Sparte des Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG. Dort spiele derzeit die Musik und die Investitionen hätten zwei Ziele. Zum einen wollen Großunternehmen sicherstellen, nicht den Anschluss an die technischen Entwicklungen zu verpassen. Zum anderen hoffe man natürlich auch auf künftige Gewinne in der vergleichsweisen neuen Branche.

Richard Hay von der Wirtschaftskanzlei Linklaters begründet die anhaltenden Investitionen in den Kryptomarkt etwas anders. Distributed Ledger und Blockchain-Technologie helfe Unternehmen potenziell, Kosten zu sparen. Längerfristig seien weitere Einsatzmöglichkeiten zu erwarten. Dies mache die Sparte für Investoren interessant.

Den Zahlen zufolge wurden 2018 knapp 120 Projekte von Großunternehmen unterstützt und das Risikokapital floss in knapp 620 Vorhaben. Dabei handelt es sich durchschnittlich demnach um Millionensummen, die wohlgemerkt nicht direkt in Kryptowährungen investiert werden, sondern in Start-ups, die im Zusammenhang mit dem Kryptomarkt stehen. An fehlenden Investitionen krankt die Branche also nicht.

Investoren sehen Probleme bei Akzeptanz von Bitcoin und Co.

Auf der anderen Seite betonen die Fachleute, dass es für Großinvestoren mehrere Gründe geben, nicht direkt in Bitcoin und Kryptowährungen anzulegen. Die Kurse seien sehr sprunghaft und es bestehe die Gefahr strengerer Regulierung. Weiter würden Kryptowährungen immer noch nicht im Alltag in dem Maß akzeptiert, dass sie zu ernsthaften Konkurrenten für Fiat werden könnten. Zudem gebe es bekanntlich Sicherheitsprobleme. Deshalb suche das Kapital nach Investitionsmöglichkeiten im Umfeld, etwa beim Projekt Bakkt, das Bitcoin Futures populär machen möchte.

Was lernst du als Anleger von den Großinvestoren?

Tokenisierung lautet das Zauberwort, welches aktuell die Fantasie von Großinvestoren anregt. Dahinter verbirgt sich die Idee, alles in Form von Token abzubilden und dann in Blockchain zu verwalten. Ob nun der Teil einer Lieferkette in der Industrie oder Finanzprodukte – bei Distributed Ledger belegt die Krypto-Branche ihre Zukunftschancen offensiv und wird finanziert. Bei der direkten Anlage in Kryptowährungen halten sich die Großinvestoren weiter zurück. Für private Anleger folgt daraus: Je überzeugender die Story und die Einsatzzwecke einer Kryptowährung sind, desto besser sind die Chancen, dass der jeweilige Kurs sich positiv entwickelt.


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