IOTA: Übertreibt die Stiftung bei ihren Erfolgsmeldungen zu Chrysalis?

Die IOTA Stiftung steht wieder einmal unter öffentlichem Druck: Diesmal geht es um den Vorwurf, die durch Phase 1 von Chrysalis erreichte Leistungssteigerung des Tanglenets werde systematisch übertrieben dargestellt. Experten können die Argumente nachvollziehen.

Als bei IOTA vergangene Woche Phase 1 von Chrysalis gestartet wurde, stand dabei der technologische Fortschritt im Vordergrund. Mehr als 1.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) könnten im Netzwerk nun bewältigt werden, lobte sich die IOTA Stiftung selbst auf allen Kanälen. Aber das stimme bei genauerer Betrachtung überhaupt nicht, heißt es nun in einem überaus kritischen Fachartikel.

IOTA und die Sache mit den TPS

TPS gelten in der Kryptoszene als Gradmesser dafür, wie viele geldwerte Transaktionen ein Netzwerk pro Sekunde bestätigen kann. Bei IOTA ist eine Besonderheit, dass solche Transaktionen über mehrere sogenannte Bundles abgewickelt werden. Was IOTA mit 1.000 TPS suggeriere, sei deshalb Unsinn. IOTA komme zwar auf 1.000 Bundles pro Sekunde. Aber die Messzahl für TPS müsse wesentlich niedriger angesetzt werden und liege etwa bei 250, so stellt der Artikel fest. Er wird der IOTA Stiftung vor, wissentlich mit falschen Begriffen in der Außenwerbung zu hantieren.

In der IOTA-Gemeinde wurde der Befund daraufhin intensiv bei Twitter (etwa hier und hier) diskutiert. Der Artikel ist unter IOTA-Anhängern für viele ein rotes Tuch. Doch in der Sache mit den TPS habe er recht, so lautet der Tenor. Vonseiten der IOTA Stiftung ist bislang keine Richtigstellung bekannt.

Der Artikel widmet sich auch einem zweiten Detail im Zusammenhang mit Leistungsfähigkeit von IOTA. Bei der neuen Node-Software Hornet wird ebenfalls mit 1.000 TPS geworben und der Möglichkeit, Hornet auch auf leistungsschwachen Rechnern wie Raspberry Pi 4 einzusetzen. Doch die Praxis zeigt, so weist der Artikel nach: Bei solchen Minirechnern ist spätestens bei 400 TPS Schluss, oft schon bei 150. Werden diese TPS nun in übliche TPS umgerechnet, kommen also nur noch 35 bis 100 echte Transaktionen pro Sekunde heraus oder solche Endgeräte müssten aus dem Netzwerk ausgeschlossen werden Auch diese Beweisführung ist stringent. Summa summarum, so übertitelt die Analyse, übertreibt die IOTA Stiftung den Erfolg bei den TPS durch Chrysalis um den Fakt 10.

Fazit: Bei IOTA ist der Burgfrieden erneut gestört

Zumindest peinlich ist das Verhalten der IOTA Stiftung, bei der Außenkommunikation Fachbegriffe wie TPS anders zu interpretieren als gewöhnlich. Das Implementieren von Chrysalis Phase 1 schrumpft unter dem neuen Licht vom großen Wurf auf einen wesentlich kleineren Erfolg zusammen. Kritische Artikel werden erneut zur Zielscheibe für IOTA Fans. Doch in den kritischen Information zu dem Projekt IOTA und dessen führenden Personen war die Kritik meist berechtigt. Und von außen betrachtet bleibt es sehr befremdlich: Immer dann, wenn sich die IOTA Stiftung mit Kritik und Vorwürfen konfrontiert sieht, folgt das große Schweigen. Aussitzen von Problemen ist aber keine Taktik, mit der die IOTA Stiftung Vertrauen unter Anlegern fördert.


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10 Kommentare

  1. Wer einmal lügt… Iota scheint diese gute alte Weisheit zu falsifizieren. So oft hat man die Community schon hinters Licht geführt und immer noch beten viele hypnotisiert das Projekt an wie ein goldenes Kalb. Die Hoffnung auf schnellen Reichtum lässt die Strahlen der Realität abprallen wie ein Tennisball. Schade, dass sich Investoren immer wieder von solchen Scharlatanen leimen lassen. Solange Leute wie Sőnstebő in der Projektführung sind, interessiert mich Iota nicht die Bohne.

    • Das mit dem goldenen Kalb passt wie die Faust aufs Auge! Die raffen es einfach nicht. Hast du das Video mit Bosch gesehen und die Kommentare unter dem Video auf Twitter?? Ich hab mich totgelacht! Offensichtlicher kann Bosch nicht sagen, dass sie die Token nicht verwenden werden und eher zur Ethereum Plattform tendieren! Wer das nicht verstanden hat, versteht entweder kein englisch, ist einfach nur verblendet, oder beides!
      Aber das ist bestimmt wieder alles nur FUD, wie alles, was die IF nicht anbetet wie das goldene Kalb. Die werden sich noch wundern. 😀

  2. Die Community von IOTA ist wirklich nicht gut. Zumindest auf eToro ist das Klima sehr vergiftet. Links zu kritischen Beiträgen werden immer sofort als Spam markiert und sie verschwinden nach wenigen Minuten. Es ist traurig. Mit freier Meinungsäußerung und Demokratie hat das nichts mehr zu tun. Es scheint, als ob sie nicht wollen, dass man sich tatsächlich mit IOTA beschäftigt und dazu gehören positive, als auch negative bzw. kritische News. Scheinbar soll man wirklich immer alles nur toll finden, obwohl es nichts auf der Welt gibt, was nur toll ist. Mich schreckt sowas ab und dann werde ich lieber Abstand von etwas nehmen, wo mir Nachteile ganz offensichtlich verschwiegen werden sollen.

    • Ich denke, man sollte hier klar zwischen der Kommunikation der IOTA Foundation und der der IOTA Community differenzieren. Die IOTA Foundation bauscht weder irgendetwas auf, noch sagen sie, dass alles rosig wäre, noch verschweigen sie Fehler und Bugs. Sie kommunizieren sehr ehrlich und transparent. Aktuell sehe ich nur Veröffentlichungen von Entwicklungen, die auch wirklich im Mainnet integriert werden. Leider ist die IOTA Community (wozu ich selber gehöre) ziemlich impulsiv. Das liegt m.E. aber daran, dass wirklich starke Fortschritte in Industrie und Wirtschaft geschehen, viel Akzeptanz in Konsortien wie IEEE, Alvarium usw. vorhanden ist, jedoch parallel Projekte ins Unermessliche gepumpt werden, die faktisch keinen Mehrwert haben (und ja, aktuell hat auch IOTA keinen Mehrwert, genau wie jedes andere Projekt). Das versteht die IOTA Community nicht, da der Kurs extrem rumkrepelt. IOTA wird auf der offiziellen EU Website erwähnt, während ein Chainlink mehrere 100% hinlegt. Fakt ist, dass das Thema IOTA ziemlich polarisiert, was zeigt, dass da wohl doch etwas mehr hinter steckt.

  3. Wer einmal lügt…? Gut also bist du nirgends investiert und glaubst gar nicht an Krypto-Währung lieber Herr Carlos? Denn wie du ja schon so schlau von dir gegeben hast gibt es keine Krypto-Währung die immer ehrlich war. Einfach vorher richtig recherchieren 😉 bevor man auf schlau tut.
    Nun zu dem Herr’n Korn
    Sie sollten doch erst einmal auf Ihre Rechtschreibung achten bevor Sie sich so entblößen in der Öffentlichkeit;). Ganze 2 Kommentare hinter dieser nichts sagenden Kritik ohne Quellenangabe und ohne Fakten. Ich mag diese Builders und ihre tollen News. Ich habe da mal was gehört und andere sagen das auch also muss das stimmen. 😉 Rennt ihr beiden aber mal weiter BSV und solchen lustigen scams nach oder inv. in Chainlink etc. Ihr seit die Schlachten einer ;). Euch brauch die Welt! #Mesantroph

  4. IOTA definiert Transaktionen gemäß des IoT Kontextes vollkommen korrekt. IOTA ist ein Kommunikationsprotokoll bei dem der Token bzw. Werttransfer (technisch gesehen) nur zweitrangig ist. Für IoT ist der Datenaustausch an erster Stelle und die Anzahl der Transaktionen spiegelt genau diese domänenspezifische Taxonomie wieder – Setzt allerdings Domänenwissen voraus, was scheinbar nur die wenigsten Blockchain-Fanboys haben.

    • Man darf hier aber nicht vergessen, dass es im selben Zuge Sinn macht, die gesammelten und transferierten Daten zu monetarisieren. Kein Unternehmen, keine Entität, kein Individuum wird seine Daten kostenlos zur Verfügung stellen. Und da kommt der IOTA Token ins Spiel.

  5. BITCOIN Miner und ETH Miner haben immer Recht, weil sie Geld mit Gebühren verdienen WOLLEN :))) Es gibt aber nicht nur Bosch als Partner bei Miota. BITTE lesen Sie mehr über Ihr Halbwissen

  6. Disruptive Technologie trifft auf unwissende „to the moon“ Gesellschaft.
    „FIRST THEY IGNORE YOU. THEN THEY LAUGH AT YOU. THEN THEY FIGHT YOU. THEN YOU WIN. – GHANDI“

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