Mysteriöse Ereignisse bei Ethereum: Fast 500.000 US Dollar Transaktionsgebühren

Der Mining Pool Sparkpool meldet, auf Block 7,238,290 der Ethereum Blockchain überraschend 2.100 ETH gefunden zu haben. Eigentlich liegt der Block Reward beim Ethereum bei drei ETH. Ähnliche Vorfälle gab es offenbar bei vier weiteren Blocks.

Beim Mining Pool Sparkpool wunderten sich die Experten, als die internen Systeme am 19. Februar Alarm schlugen. In der Blockchain für Ethereum wurden bei Block 7,238,290 statt der üblichen und erwarteten 3 ETH als Block Reward gleich 2.100 ETH entdeckt. Sparkpool entschied sich, diesen immerhin etwa 300.000 US-Dollar schweren Fund nicht einfach für sich zu behalten, sondern die Öffentlichkeit zu informieren. Man werde das Guthaben einfrieren und hoffe, dass sich der Sender melde, um die Angelegenheit aufzuklären, hieß es. Sparkpool-CEO Xin Xu sagte, die Integrität der Blockchain habe höchste Priorität. Die ETH-Community vermutete zunächst, hinter dem mysteriösen Phänomen könne der Fehler eines Bots stehen oder der Versuch, Geld zu waschen. Licht in Dunkel brachte schließlich eine Analyse der Experten von Amberdata. Sie konnten ähnlich gelagerte Fälle bei weiteren vier Blöcken in der ETH-Blockchain identifizieren und auch erklären.

Was steckt hinter den Unregelmäßigkeiten bei der Ethereum Blockchain?

Betroffen von weit überdurchschnittlichen ETH-Funden waren neben Block 7,238,290 die Blocks 7,238,273, 7,238,275 und 7,239,023 bei Nanopool sowie Block 7,239,021 bei Ethermine. Als Amberdata in die detaillierte Analyse einstieg, fiel schnell auf: In allen fünf Fällen waren Transaktionen von ein und derselben Senderadresse in den Blöcken enthalten. Ein zweiter Blick enthüllte dann, dass der Sender wohl versehentlich den Gas Price, der als Transaktionsgebühr angeboten wird, mit dem Betrag der zu überweisenden ETH gleichsetzt hatte. Ein simpler Programmierfehler im Smart Contract also, der aber einen Verlust von zusammengerechnet mehr als einer halben Millionen US-Dollar hätte bedeuten können. „Sehr sehr großes Pech“, schließt der Bericht von Amberdata lakonisch.

Was passiert nun mit den ungewöhnlichen ETH-Erträgen?

Sparkpool hat bereits angekündigt, das mysteriöse Geschäft händisch zu korrigieren. Ein entsprechendes Verhalten auf freiwilliger Basis wird von Nanopool und Ethermine erwartet. Xin Xu sagte, der Vorfall zeige das Paradox einer Blockchain: Zum einen sei man im konkreten Fall froh, dass immer noch Menschen bei Kryptogeschäften involviert sein. Andererseits sei weiter das Ziel, dass Blockchains völlig autonom agieren. Für Amberdata betonte Chefanalyst Joanes Espanol, der Vorfall erinnere daran, wie wichtig es sei, den Code von Smart Contracts ausführlich zu testen.

Was bedeutet der Vorfall für ETH?

Die Blockchain von Ethereum hatte beim geplanten Upgrade auf Constantinople zuletzt mit einer kritischen Sicherheitslücke wegen eines Programmierfehlers im Zusammenhang mit Gas als Transaktionswährung zu kämpfen. Diesmal ist der Vorfall anscheinend nicht auf die Blockchain zurückzuführen, sondern auf Anwender. Sparkpool zumindest hat sich bemerkenswert fair verhalten.


Wer noch kein Ethereum hat kann dies bei eToro gegen Euro kaufen. Mit einem Hebel könnt ihr Ethereum bei Bitmex (1:50) handeln.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*