Tochterunternehmen der Deutschen Börse will in den Handel mit Kryptowährungen einsteigen

Die Themen Futures, ETFs und verwandte Finanzprodukte im Zusammenhang mit Bitcoin und Co. elektrisieren erfahrene Anleger. Allerdings fehlen dafür bislang weitgehend klassische und regulatorisch anerkannte Plattformen. Jetzt will Eurex, als eine der global führenden Terminbörsen den Geschäftsbereich erschließen.

2019 soll endlich das Jahr werden, in dem Anleger auf ein breite Palette von Instrumenten für ihre Investments in Kryptowährungen zugreifen können. Dies ist die Marschrichtung, auf die sich Kryptoszene und zumindest Teile der klassischen Finanzwelt einigen können. Dabei schwingt von Ersteren die Hoffnung mit, Verluste des Krypton-Winters 2018/19 durch neue Marktteilnehmern zu kompensieren. Institutionelle Investoren wiederum wollen die Chancen, welche Kryptowährungen bieten, nicht verpassen, brauchen aber dafür ein reguliertes Umfeld. Da käme Eurex als Terminbörse von globaler Bedeutung mit mehreren Milliarden jährlich gehandelten Kontrakten gerade richtig. Eurex steht offenbar kurz davor, seine Türen für Futures auf Basis von Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) zu öffnen.

Eurex und Kryptowährungen – Was bewegt sich da?

Schon im Dezember 2017 dachte Eurex im Gespräch mit der Wirtschaftswoche laut darüber nach, Bitcoin-basierte Derivate ins Portfolio aufzunehmen. Danach war es leise geworden um die Pläne. Aber wenn in New York die Konkurrenz mit Bakkt in den Startlöchern steht, will Eurex nicht schon auf den ersten Metern hinterher laufen. Für den Finanzdienstleister EricX fasst CEO Thomas Chippas die Situation  griffig zusammen: „Wenn ein Wirtschaftssystem erwachsen wird, und das System von Kryptowährungen wird reifer, suchen die Menschen nach neuen Möglichkeiten, ihren Blick auf den Markt auszudrücken.“ Im Klartext: Mit Hebel handeln und einer etablierten Börse als Garant für Sicherheit. Diese Bedürfnisse könnte Eurex genauso wie die Mitbewerber aus Asien und Nordamerika fraglos erfüllen.

Krypto-Futures – Prognose bleibt diffizil

Irgendeine der großen globalen Börsen wird den Anfang mache und Derivate/Terminkontrakte breit bewerben. Das sollte tatsächlich nennenswert neues Kapital in den Markt ziehen. Einige Börsen bieten Bitcoin-Futures schon jetzt an und viele Kryptobörsen erlauben den Handel von diversen Kryptowährungen mit Hebel. Das ist der Stand der Dinge. Im Fall Eurex ist Skepsis geboten, ob sich gerade dieses Tochterunternehmen der Deutschen Börse als Pionier beweisen möchte – mit allen Risiken einer Blamage.


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