Erneut Zweifel an finanzieller Stabilität der IOTA Stiftung

Ein wiederkehrendes Thema um die IOTA Stiftung ist eine mögliche finanzielle Schieflage. Zwar dementiert IOTA solche Nachrichten, aber bleibt dabei Transparenz schuldig. Jetzt rechnet der Whistleblower „Hund“ vor.

Schon in 2020 gab es in mehren voneinander unabhängigen Analysen erhebliche Zweifel daran, dass die IOTA Stiftung mittelfristig finanziell auf einer gesunden Basis operieren kann. Die Agentur Weiss Crypto Ratings zog ihre Warnung vor einem finanziellen Kollaps der IOTA Stiftung später zurück, andere beharrten auf ihrer Darstellung. Nun hat der anonyme IOTA-Aufklärer „Hund“ Fakten zusammengetragen und kommt zu dem Schluss: Falls die Preiskurve von IOTA nicht stabil im Positiven bleibt, müssen bei der Finanzierung der Stiftung die Alarmsirenen schrillen.

Hintergrund zu den Finanzen der IOTA Stiftung

Entgegen aller Versprechen hat die IOTA Stiftung in den vergangenen Jahren keine transparenten Finanzberichte vorgelegt (viel besser macht dies übrigens LISK, siehe hier). Grundsätzlich lässt sie verlauten, dass finanziell alles im grünen Bereich sei und man intensiv daran arbeite, sich externe Finanzquellen zu erschließen, um so die Abhängigkeit von IOTA Reserven zu verringern.

Laut „Hund“ sind die Reserven in IOTA auf dieser Adresse gelagert. Demnach verfügt die Stiftung dort über noch über 41,1 Millionen MIOTA, die beim aktuellen Marktpreis mit gut 55 Millionen US-Dollar zu bewerten sind. Die Menge der verbleibenden MIOTA passt zu den Darstellungen aus dem vergangenen Jahr minus den seit dann angefallen Ausgaben. Ebenso wird von der IOTA Stiftung nicht bestritten, monatlich MIOTA aus den Reserven für etwa 1,3 Millionen US-Dollar zu entnehmen, um die laufenden Kosten zu begleichen.

In den Szenarios von „Hund“ würden die IOTA Reserven also beim jetzigen Kursstand von um 1,35 US-Dollar noch bis Ende 2024 ausreichen. Fällt der Kurs wieder in Regionen von unter 0,50 US-Dollar, wären die Reserven aber spätestens in 2022 aufgebraucht. In solchen Preisregionen notierte IOTA seit Herbst 2018 durchgehend bis zur Erholung seit Januar 2021. Andererseits gilt natürlich parallel: Setzt der Preis IOTA seinen jüngsten Aufwärtstrend fort, darf die Stiftung auch für fünf Jahre und länger von gesicherten Finanzen aus eigener Kraft ausgehen.

Da keine Jahresberichte vorliegen, sind Einnahmen aus fremden Quellen für die IOTA Stiftung schwer einzuschätzen. Sie wollte insbesondere öffentliche Fördermittel, Spenden und Gelder aus Kooperationen mit der Wirtschaft erschließen. „Hund“ glaubt und beruft sich dabei teils auf seine früheren Leaks: Mit Fördermitteln etwa vonseiten der EU fließen keine größeren Beträge an die IOTA Stiftung. Er will dabei auch Transparenzberichte der EU geprüft haben. Mit Geldern aus der Wirtschaft könne es ebenfalls nicht weit her sein, so Hund, denn die offizielle Arbeitsgruppe Tangle EE für solche Kooperationen zeige Auflöseerscheinungen. Und frühere Großspender hätten ihre Lust an Zuwendungen verloren, weil sie im Zusammenhang damit in den Verdacht von Insiderhandel geraten sind.

Um seinen kritischen Pessimismus an den finanziellen Aussichten der IOTA Stiftung zu untermauern, führt „Hund“ weitere Ungereimtheiten aus der Vergangenheit an, etwa das offensichtlich nicht eingehaltene Versprechen von IOTA-Mitgründer David Sønstebø , Opfer der Angriffe auf für Trinity Wallet aus privaten Mitteln zu entschädigen, was nicht passiert ist.

Fazit: Muss die IOTA Stiftung finanziell transparenter agieren?

„Hund“ hat sich mit seinen Leaks unter der Anhängerschaft von IOTA viele Feinde verschafft, darf aber für sich verbuchen: Inhaltliche Fehler konnten ihm bislang kaum nachgewiesen werden und stattdessen haben sich seine Schlussfolgerungen mit zeitlichem Versatz als zutreffend erwiesen. Solange die IOTA Stiftung – immerhin mit gemeinnützigem Status – nicht offen über ihre Finanzen kommuniziert, bekommen die bekannten Zweifel an ausreichenden Reserven erneut Futter. Bedenklich ist auch, dass die Abhängigkeit von IOTA Reserven anhält. Eigentlich sollte es im ureigenen Interesse der IOTA Stiftung liegen, durch Transparenz klarzumachen, dass die Finanzierung der Entwicklungsarbeit mittelfristig gesichert ist. Denn mit IOTA 1.5 aka Chrysalis und IOTA 2.0 aka Coordicide sind aufwendige und ausschlaggebende Vorhaben für die Zukunftsfähigkeit des Tanglenet noch in der Pipeline. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum die IOTA Stiftung sich hinter Dementis und beschwichtigen Worten versteckt, ohne auch Fakten zu liefern, wenn es um finanzielle Ausblicke und damit Bestandsgarantie geht. Über viele Themen müssten wir hier gar nicht mehr schreiben wenn die IOTA Foundation dazu Klarheit schaffen würde, vor allem im Interesse der Anleger.


Wer noch keine Bitcoins oder IOTA hat kann diese hier kaufen: 

49 Kommentare

  1. Die IF hat keine Rechenschaft der Allgemeinheit abzulegen, sondern ihre finanzielle Situation nur vor dem Staat zu rechtfertigen. Laut Dominik Schiener hat die IF einen Finanzplan ausgearbeitet, um zukünftig das Verkaufen eigener Reserven zu vermeiden. Alles weitere ist für die Allgemeinheit auch nicht von Interesse.
    Wo wir schon von Transparenz sprechen: es ist offensichtlich, dass „Hund“ Sergey Ivancheglo a.k.a. CFB ist und sein Leben der Destruktion der IF gewidmet hat. Wieso versteckt er sich hinter diesem Pseudonym? Welche Transparenz legt er selbst an den Tag, die seine Aussagen überhaupt glaubhaft machen? Neutralität – nicht in Sicht. Irgendwelche Screenshots/Tabellen bzgl. wie lang Reserven noch halten… einfach wow.
    Die IF leistet großartige Arbeit und die Transparenz bzgl. dessen ist kontinuierlich gewachsen und sucht im Krypto-Space Seinesgleichen. Dass sie mir nicht auch noch ihre Finanzierung vorlegen, kann ich gut verkraften. Für dich, Guido, ist das natürlich wieder der Aufhänger für reißerische Bild-Headlines. Auf 2 positive Neuigkeiten folgen auf diesem Block 10 negative. Und da sagst du, man müsse ausgeglichen berichten. Du bist nichts als ein Sprachrohr für CFB.

    • Leute haben halt Milliarden in IOTA investiert da sollte es schon möglich sein mehr Transparenz bei der finanziellen Situation der IF zu schaffen. Lisk macht das ja auch sehr gut und für jedes Aktienunternehmen ist das eigentlich Standard. Ich weiß nicht wie du zu der Aussage kommst, dass die Transparenz bei IOTA seinesgleichen sucht zumal Lisk ein Beispiel ist wo es wesentlich besser läuft. Wir haben hier eigentlich nur das Interesse der Anleger im Blick. ich finde den Artikel auch nicht zu negativ. Die Forderung nach transparenteren Finanzen ist doch legitim. Ansonsten kritisieren wir null das IOTA Projekt an sich hier.

      Das Hund CFB ist glaube ich nicht. Ich hab mehrfach mit Hund geschrieben und ich sollte mich schon sehr täuschen wenn sich dahinter CFB verbirgt.

      • Ich habe von Lisk vorher noch nie gehört, aber nur weil die Entwickler eines beliebigen Krypto-Projekts ihre finanzielle Situation offenlegen, heißt das nicht, dass das zum Standard gehört bei einer offiziellen Non-Profit Organistion, die ohnehin vom deutschen Staat geprüft wird. Derzeit gibt Dominik Schiener 2 Mal wöchentlich Talks live auf Youtube, beantwortet alle Fragen. Ja, dieses Level an Transparenz ist definitiv höher als bei den allermeisten anderen Projekten. Und mit der Offenlegungspflicht wie bei Aktienunternehmen kann man das einfach nicht vergleichen, sorry.

        Du und ich wissen beide, dass es absolut denkbar ist, dass hinter Hund CFB steckt. Wer sonst sollte ein Interesse daran haben, so zu hetzen (anders kann man es nicht nennen). Zeitlich auch einfach perfekt auf die Bildfläche gekommen. Wär er nicht CFB, könnte es das ja auch ganz einfach beweisen. Kann er aber nicht.

        Daher kann ich jede „Information“, die von Hund/CFB kommt nicht ernst nehmen, da dahinter eine destruktive Motivation steckt, der du hier auch eine Plattform bietest. Es gibt so viel Negatives über das man im Krypto-Space reden sollte, aber die finanzielle Situation der IF ist sicherlich keinen „Zweifel“, wie du es nennst, wert.

      • Ich finde es auch zunehmend interessant, wie oft die IF bereits laut den Rechnungen von Hund hätte Pleite sein sollen… und es geht ihnen immernoch blendend. Könnte mal jemand Hunds Prognosen mit den echten Daten gegenüberstellen? Wie oft wäre die IF laut seinen Aussagen mittlerweile insolvent? 😀

    • Richtig! 41,1 Billionen IOTA wären auch richtig, imo. Ist aber nur eine Randnotiz… Schlimmer finde ich persönlich, dass „Hund“ nach wie vor als seriöse Quelle betrachtet wird!

    • Und nach jetzigem Kurs reicht das Geld „nur“ ca. 31 Jahre, man müsste da noch Inflation und Lohnsteigerungen berücksichtigen! Und ich gehe davon aus, das der Kurs im Laufe der Jahre noch steigen wird, zumindest sieht es momentan stark danach aus!
      Wer sich auch hinter dem Pseudonym „Hund“ verbirgt, derjenige will IOTA schaden, das ist ja offensichtlich! Für mich ist das nur eine feige Kampagne. Wer auf solche Informationen von „Hund“ zurückgreift und den eigentlichen Verfasser nicht kennt, ist für mich unglaubwürdig und unseriös!

  2. Von Seiten der EU soll nichts fließen? Ich dachte ich hätte immer wieder mal gelesen, dass Iota Förderungsgelder von der der EU erhält. Tja, da muss ich mich wohl irren.

  3. Wie sieht es mit einem von dir geforderten Finanzreport bei z.B. der Cardano Foundation oder der Ethereum Foundation aus? Mit LISK hast du wohl eine Ausnahme gefunden.

    • Bei Ethereum gibt es die offizielle Adresse der Foundation. (https://etherscan.io/address/0xde0b295669a9fd93d5f28d9ec85e40f4cb697bae#internaltx) Generell ist Vitalik da sehr auskunftsfreundlich und gibt immer wieder Einblicke. Bei Cardano ist es tatsächlich komplizierter die berufen sich nur darauf, dass es ein jährliches Review von Grant Thornton gibt. Generell sollten aber meiner Ansicht nach alle Projekte die Finanzen ihrer Stiftungen offenlegen. Nur weil es einige nicht machen heißt es nicht, dass es sinnvoll ist, dass es IOTA nicht macht. Letztendlich kann aber jeder für sich entscheiden in welche Projekte er investiert.

  4. So ein lächerlicher Artikel mal wieder und der Token funktioniert übrigens auch ohne der IF und die Kurse die bald da sein werden nach 1.5 und 2.0 werden die IF auf Jahrzehnte finanziell unabhängig machen.

  5. Es drängt sich der Eindruck auf, das wieder mal der Kurs gedrückt werden soll, um sich gut einzukaufen.
    Denn wenn IOTA 2.0 steht und funktioniert, dann ist Blockchain tot und allen voran wird Bitcoin zu seinen Ursprüngen zurückkehren.
    Und wenn dann die Aufmerksamkeit der institutionellen Anleger vor der Tür steht, kann IOTA schon in ein paar Jahren durchaus da stehen, wo heute Bitcoin ist oder besser dann einmal war.

    • Ich bin zwar ein riesen Fan von IOTA, aber dass es BTC verdrängen wird, glaube ich weniger! Die Use-Cases sind viiiiiel zu verschieden… Aber das ist auch überhaupt nicht notwendig. Möglicherweise werden einige andere Alt’s dann überflüssig und der sich ergebende Markt für IOTA wäre nach 2.0 sowieso gigantisch. Deshalb sehe ich die Zukunft sehr optimistisch, vor allem auch deshalb, weil die angestrebte Produktionsreife ja nicht in ferner, sondern in unmittelbarer Zukunft liegt!!!

  6. ich dachte schon es war die falsche Entscheidung meine Coins zu verkaufen, aber dem Artikel nach zu urteilen denke ich nicht das der Coin Preis nochmal steigt.
    Zum Glück hab ich bei 1,06 Euro alles verkauft.

    grazie 🙂

  7. Ob der „Hund“ nun CfB ist oder nicht… Fakt ist, dass er ein Hund ist. Und zwar ein ganz schön feiger noch dazu!!! Wie passt es sonst zusammen, dass er von anderen (insbesondere der IF) immer wieder Transparenz fordert, sich selbst jedoch stets hinter einem Pseudonym versteckt? Auf die Recherchen und Meinungen eines solchen Hundes fällt mir nur eins ein: „Wow-wau“ 😛

  8. Erlebe hier schon wieder eine Deja-vu, es bedankt sich wieder jemand das er seine Coins zur rechten Zeit verkauft hat nachdem er einen Beitrag von Herr Lange ließt ^^
    Wo ist der vom letzten Beitrag der einen großen Batzen bei 0,33€ verkaufte und kurz danach die Rallye begann ^^
    Finde es wirklich jedes mal spannend wie die Leute sich schnell beeinflussen lassen.
    Also der Preissturz hat aktuell nichts mit Iota zu tun sondern dem ganzen Kryptomarkt!!!
    Einfach mal Augen öffnen und sich alle Coins quer Beet anschauen und jedes mal wenn so etwas passiert, heißt es eher ruhig bleiben und die Chance nutzen um neue Coins zu kaufen 😉
    Es ist eine normale gesunde Korrektur die auch notwendig ist um wieder vernünftig voranzukommen, naja glaube aktuell gibt es noch sehr viele Anleger die einfach zu unerfahren sind und erst ein paar mal auf die Nase fallen müssen um den Markt etwas besser kennenzulernen.
    Herr Lange ich würde Ihnen eher Raten die Leute auf solche Geschehnisse vorzubereiten und etwas aufklären als eine Korrekturphase zu nutzen um von einem Unseriösen Typen passend dazu ein negativen Bericht zu präsentieren.
    Egal ob es um Iota geht oder einen anderen Coin betrifft, gewisse Beiträge sind eher kontraproduktiv wenn diese unpassend gepostet werden. Das kann ganz schnell Falsch aufgefasst werden und die Leute zu schnellem unüberlegten handeln ermutigt.
    Neutral bleiben Herr Lange und an die Anleger denken 😉

  9. Oje oje , Herr Lange , schon wieder auf den Hund gekommen . Und wieder die Leute zum Verkauf animiert . Um die Leute tut es mir nicht leid , aber Zocker müssen halt auch Lehrgeld zahlen . Ich glaube dass Sie nie in einem großem Unternehmen gearbeitet haben und den Blick zur Realität verloren haben . Keine der Top 100 Firmen der Welt wird Ihnen eine 100 % Transparenz in finanziellen Angelegenheiten zeigen . Wie naiv muss man sein um dass zu glauben . Ein normal laufendes Unternehmen weiß wie man temporäre finanzielle Engpässe überbrückt wenn solche denn kommen sollten . Der Blick ist nur auf die Zukunft gerichtet und das was mal kommen wird . Herr Lange , üben Sie sich in Geduld denn das genau fehlt Ihnen ! MfG

  10. Hallo, ich habe ehrlich gesagt wenig Ahnung von der Materie, bin erst seit einem halben Jahr im Kryptosektor. Was hier aber auf der Hand liegt ist (da braucht man keine Ahnung von Kryptowährungen haben, sondern nur einen gesunden Menschenverstand), dass dieser Artikel absolut manipulativ auf Einsteiger wirken soll um womöglich den Walen ein Bärendienst 🙂 zu erweisen oder aus irgendwelchen moralisch verwerflichen anderen Gründen. Schön passend zum Dip erstmal Panik verbreiten und sowas wird von Google auch noch mit als erstes Ergebnis angezeigt. Ich werde keinen einzigen Miota wegen ihren Beiträgen abgeben, sogar im Gegenteil. Wenn Sie schlechte Nachrichten verbreiten kaufe ich nach!

  11. Selbst wenn die IOTA Foundation in finanzielle Schieflage geraten sollte – was aktuell ja überhaupt nicht ansteht – die haben so viele Partner aus der Industrie. Es wäre überhaupt kein Problem, da mal eben ein paar Millionen an Spenden zu bekommen. Wir wissen wohl alle, wie viele große Unternehmen an der Lösung von IOTA interessiert sind und auch schon aktiv an Konzepten mit dem Tangle arbeiten. Außerdem erhält die Foundation ja auch noch Funds und hat Einkommensströme für die Zusammenarbeit mit Unternehmen.

    Die Sache mit Finanzreporten ist halt, dass sowas ja immer nur rückwirkend gemacht werden kann. Dom meinte, dass das allerdings nicht sinnvoll sei, da die Finanzsituation der letzten Jahre die aktuelle überhaupt nicht widerspigelt. Da hat sich gerade so viel zum positiven verändert und wenn dann da steht die IOTA Foundation hat letztes Jahr x Millionen ausgegeben, aber nur einen Bruchteil der Summe eingenommen, dann möchte ich deine FUD-Artikel mal sehen…. warum also sollte man so einen Bericht dann für die Öffentlichkeit erstellen? Rechenschaft sind sie nur dem Staat gegenüber schuldig und das läuft alles bestens.

    Die Frage ist doch eher, was du mit deinen schwammigen Negativ-IOTA-Artikeln ohne konkrete Hintergrundinfos bezwecken möchtest.

  12. IOTA bietet wohl von allen Kryptowährungen die beste Technologie.
    Dass so etwas stirbt, ist eher unwahrscheinlich, zumal ja alles Open Source ist.
    Die Community ist viel größer als die IF und da haben viele Firmen ihre Interessen investiert.

  13. Sehr geehrter Herr Lange,

    Ihr Artikel ist handwerklich sehr schlecht gemacht. Wie schon andere Leser richtigerweise angemerkt haben, ist eine gemeinnützige Stiftung keiner generellen Offenlegungspflicht unterworfen.
    Die Stiftung hat versichert, keine finanziellen Probleme zu haben, das zeigen übrigens auch zahlreiche Stellenangebote, damit muss, sofern keine wirklichen Beweise existieren, die Sache erledigt sein.

    Ihr ganzer Artikel baut auf einer einzigen Behauptung auf, es gibt keine Beweise, nur irgendwelche Hochrechnungen auf Basis von IOTA-Adressen die, wie selbst gesagt wird, nicht vollständig bekannt sind.
    Als gemeinnützige Stiftung werden übrigens, öffentlich einsehbar, alle Ausgaben zu den verschiedenen Projekten auf der Internetseite dargelegt.

    Es gibt in der Kyrptowelt kaum vergleichbare Transparenz und ihr Artikel verstößt gegen alle Regeln der journalistischen Sorgfalt. Ich fordere Sie deshalb auf, löschen Sie bitte diesen Artikel und schreiben Sie einen der ausgewogenen berichtet.
    Wie ich aber bereits erklärt habe, hat das Thema keine Substanz.

    Glücklicherweise ist einem als Leser sofort klar, dass Sie sich mit dem Thema nicht auseinandergesetzt haben und auch, vermutlich weil Sie noch sehr jung sind, keine nennenswerten Erfahrungen in der Wirtschaft gesammelt haben.
    Ihnen sollte ansonsten klar sein, dass die Offenlegung von Finanzen immer ein Nachteil bei der strategischen Aufstellung ist. Dabei spielt es keine Rolle wie viel finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

    Ich hoffe auf block-builders in Zukunft seriösere Beiträge zu lesen, Beiträge, die recherchiert wurden und aus verlässlichen Quellen stammen.

    MFG

    • IOTA ist nicht mit der klassischen gemeinnützigen Stiftung zu vergleichen für die es die Offenlegungspflicht nur gegenüber der Behörden gibt. Sicher zwingt IOTA keiner etwas offenzulegen. Aber im Gegensatz zu einer klassischen gemeinnützigen Stiftung hat IOTA Coins im Wert von 3,5 Mrd USD im Umlauf die an den Erfolg der Stiftung geknüpft sind. Hier geht es schon um Anlegerschutz. Das sollte nicht vergessen werden. Es gab auch in den geleakten Chats immer wieder das Thema, dass IOTA auch die Gemeinnützigkeit verlieren könnte.

      Was meine wirtschaftlichen Erfahrungen angeht so bin ich seit 2012 selbstständig und hab in der Zeit 5 Unternehmen gegründet und geführt, teilweise mit 50 Mitarbeitern. 2 wurden davon verkauft und 3 laufen sehr gut. Darüber hinaus ist das schöne an meiner wirtschaftlichen Freiheit, dass ich hier sagen kann was ich möchte und mich wirklich nach niemanden richten muss. Wem es nicht passt der muss es nicht lesen. Das ganze hier ist immer noch Meinungsgetrieben.

      • Was mir persönlich aufgefallen ist, jedesmal wenn sich Hund negativ meldet gehts in den darauffolgenden Tagen mit dem Kurs positiv bergauf.

      • Wunderbar, dann können Sie die Finanzen Ihrer anderen Unternehmen ebenfalls offenlegen, ist ja nichts dabei und vollkommen normal! Wenn Sie das von anderen fordern, sollten Sie mit gutem Beispiel voran gehen.
        Die IOTA-Stiftung ist, Stand heute, eine gemeinnützige Stiftung. Das hat ein Herr Lange genauso zu akzeptieren wie ein Hund.

  14. …dann sollten wir alle dem „Hund“ beste Gesundheit, Schaffenskraft und ein langes Leben wünschen! ;-P Bedauern kann man jedenfalls all jene, die ihre MIOTA aufgrund solcher Artikel verkaufen.
    Natürlich ist es Guidos Recht, seine Sicht der Dinge hier ungeschminkt zu veröffentlichen. Diese Sichtweise sollte man jedoch immer kritisch prüfen bzw. hinterfragen und sich nicht zu irgendwelchen Kurzschlussreaktionen verleiten lassen….

  15. Vielleicht sollten wir mal die Kollegen von Dogecoin nach Ihrer Bilanz fragen 😉
    Obwohl sind die überhaupt noch aktiv, ah stimmt war ja nur ein Spaßcoin zur Gaudi, was machen die überhaupt jetzt.
    Also da sind ja über 7 Milliarden investiert, also zum Schutz der Anleger bei dieser unglaublichen Summe finde ich sollten die auch mal umbedingt offen legen wie die so da stehen, nur als Sicherheit der Anleger zu liebe :)))
    Herr Lange würde sagen das muss umbedingt zum Schutz der Leute angesprochen werden ^^
    Dazu wäre ein Beitrag fällig 😉

  16. Glaub das ganze ist mehr als witzig denke das merken Sie jetzt selbst über was wir uns hier gerade unterhalten 😉
    Sie versuchen eine Firma die etwas versucht zu schaffen immer wieder aufs neue zu kritisieren, die im Vergleich zu vielen Kryptos versuchen viel zu Leisten jedoch bei weitem nicht so geschätzt werden wie sie sollten!
    Also wovon ist eigentlich hier die Rede? Ether wie Bitcoin und co. ganz ehrlich ist in meinen Augen absoluter misst!
    Leider ist fast der ganze Kryptomarkt an Bitcoin gebunden was extrem schade ist, das spiegelt aber nur wieder, wie dumm die Menschen sind und sich wie Schafe verhalten die einem Fluss laufen ohne an sich selber zu glauben.
    Wer wollt ihr sein?
    Der Hirte oder ein weiteres unwichtiges Schaf dieser Zukunft?
    Bald werden sich viele Menschen umschauen, nur leider wie immer kommt das Einsehen eines Einzelnen, immer wenn es zu spät ist und schon passiert und an jenem vorbei ging.
    Naja die Menschheit kämpft immer noch an einem Gen aus dem Mittelalter was erst verarbeitet werden muss 😉

  17. Kurz zu meinen letzten Beitrag bevor das mein Chef liest 🙂 Natürlich war Bitcoin eine Geschichte der Einführung einer neuen Möglichkeit und neuer Richtung „Kryptos“ dadurch ist mein guter auch reich geworden da er damals diese neue Innovation kaufte und das in Mengen etwa 2010. Bitcoin hat die ganze Geldpolitik und so einige Innovationen in eine Richtung geführt, nur heute gesehen allgemein ist Bitcoin zum Shitcoin geworden aus vielen Perspektiven. Jeder der Kinder hat sollte mal an die Zukunft denken ob das so klever ist was wir hier alle tun? Bitcoin und co. ist absoluter misst für unsere Umwelt usw…. die eh am Arsch ist! Das bringt unsere Zukunft nicht weiter! Wir brauchen Alternativen! Sorry bin ein Typ der an unseren Planeten denkt 😉

  18. Sorry bin mal wieder mit meinen Gedanken zu weit gegangen und ist hier in dem Sinne auch Themaverfehlung!
    Naja hoffe trotzdem das wer das liest, sich hier auch einige Gedanken macht was das alles für unsere Zukunft bedeutet.

  19. @Frank…Also ich finde es schade, wenn in einem solchen Forum die Meinung der Mainstream-Medien unreflektiert wiedergegeben wird! Jeder, der den Energieverbrauch von BTC kritisiert solle sich mal überlegen, welche Ressourcen ein traditioneller Wertspeicher wie Gold bsw. für Gewinnung, Erschmelzung, Transport und Lagerung verbraucht. Mit BTC geht das alles wesentlich effizienter, mal ganz abgesehen davon dass das „Schürfen“ in großen Teilen mit erneuerbarer Energie vonstatten geht, welche sonst überhaupt nicht in diesen Maße genutzt werden würde, da die Leitungssysteme nicht oder nur unzureichend vorhanden sind! BTC ist daher also nicht „Schnee von gestern“, imo. Allerdings gibt es selten eine Lösung, die sich für alle Probleme hervorragend eignet. Deshalb gibt es IOTA! L.G.

  20. @Silvio…Nein an den Weihnachtsmann nicht, aber daran dass BTC ein digitaler Wertspeicher ist, der nun mal Energie verbraucht um das Netzwerk – sprich die Werte – optimal abzusichern. Wieviel Energie davon direkt erneuerbar ist, kann man diskutieren… Aber es ist kein unbedeutender Teil! Wenn Sie mehr über dieses Thema wissen möchten, der ‚Blocktrainer‘ hilft weiter:
    https://www.youtube.com/hashtag/energieverbrauch
    Ansonsten wäre ich über eine sachbezogene Diskussionskultur durchaus erfreut, Danke!

    • Der erneuerbarer Anteil bei BTC ist korrekt, wird aber aus einem größeren Kontext gerissen. Es ist in der tat wahr, dass große Teile des BTC-Minings aus erneuerbaren Energien fließt – Aber! Nicht weil die Energie anderweitig überschüssig wäre! Das bedeutet, faktisch wird zwar erneuerbare Energie für das Mining verwendet, allerdings wird damit gleichermaßen die traditionelle Energiegewinnung erzwungen um das durch das Mining verursachte delta zu füllen. Daher, nein – Dass ist bewusst aus dem Kontext gerissene Falschaussagen,

      Kurz: Bitcoin ist trotz der direkten Nutzung von erneuerbaren Energien 1 zu 1 so umweltschädlich als wäre dies nicht der Fall, weil die erneuerbare Energie als Resource vom Markt genommen wird und konventielle Energie benötigt wird um die Resource wieder verfügbar zu machen wo sie real benötigt wird. Der Anteil bei dem Bitcoin wirklich überschüssige Energien verbraucht und damit umweltschonende wäre liegt bei (an sehr sehr guten tagen, für wenige Stunden bei 3% bis 5%). Aber Studien werden ja ungern zu ende gelesen, wenn das Fazit nicht in die Argumentation passt.

  21. @Rick…ja, aus meiner Sicht ist das ein sehr sinnvolles Argument, welches zumindest in Betracht gezogen werden sollte. Um ehrlich zu sein, habe ich auch lange Zeit so gedacht und argumentiert. Jedoch braucht es zur sinnvollen Nutzung erneuerbarer Energie nicht nur deren Erzeugung, sondern auch Transport bzw. Weiterleitung. Ricks Argumentation 100%ig zu unterstützen hieße jedoch, vorauszusetzen, dass überall ausreichend Leitungskapazitäten vorhanden sind! Das stimmt so jedoch nicht… Da erneuerbare Energie oftmals besonders günstig in entlegenen Gebieten gewonnen werden können, ist es eben nicht so einfach dort die benötigte Infrastruktur zu schaffen, geschweige dessen, dass diese bereits vorhanden wären. Dort können aber Miningfarmen entstehen, die die gewonnene Energie in einen Wertspeicher verwandeln, welcher ab diesem Zeitpunkt wohl der effizienteste und ressourcenschonendste ist, welchen man sich überhaupt vorstellen kann…Einen Vergleich zu Gold habe ich weiter oben bereits gezogen. Noch viel deutlicher wird das Ganze im Vergleich zum sogenannten „Betongold“. Also, kurz und gut, wenn ich meinen Betrachtungshorizont etwas weiter aufziehe und eine rein mathematische Bertachtungsebene verlasse, kann ich Rick leider nur noch teilweise zustimmen….

  22. @Oele Auch wenn ich Ihrer „Argumentation“ folgen kann. Fangen wir damit an, dass ein Argument niemals mit „ich habe früher auch so gedacht“ – Dass ist ein erstes anzeichen dafür, dass kein inhaltliches Argument mehr folgen wird, da die persönliche Erfahrung und wichtiger Meinung! ausschlaggebend ist. Nein, Sie haben nicht als einziger weiter gedacht als andere, Sie sind nur durch unvollständiges Wissen zu anderen Schlussfolgerungen gekommen.
    Aber zum Inhalt. Klingt logisch, ist aber falsch und quasi Miner-Propagande. Haben Sie je eine echte objektive Studie zum Mining gelesen? Eine die Ihre Aussage in harten emprisch untersuchten Zahlen widerspiegelt? Das einzige Argument dass man findet sind aussagen wie „Given the tendency of bitcoin mining to use renewable resources and the fact that the traditional banking system is not environmentally friendly, it is possible that the cryptocurrency has a positive impact on the environment.“… Nichts als eine Vermutung die einem bias unterliegt. In relevanten Veröffentlichungen die den Energieverbauch und die Quelle in realen Zahlen untersuchen wird ihr „Argument“ fachlich ausseinandergenommen.
    -> z.B. in „Renewable Energy Will Not Solve Bitcoin’s Sustainability Problem“. Dabei werden i.d.R. nichteinmal die Herstellung, Entsorgung und der Bau von nuzulosen Energiequellen und Miningfarmen berücksichtigt. (Nutzlos, da wie Sie selbst sagten… Riesige Anlagen die Energie erzeugen, die nicht dahin geliefert werden kann wo sie gebraucht wird und damit die Anlage selbst bereits Umweltschädlich und nicht -freundlich ist.

    • PS: Auch ein schöner Beitrag zu Ihrer so weit gedachten Meinung in „Crypto-currencies Trading and Energy Consumption“ (DOI: 10.32479/ijeep.9258). DOI zum anderen Beitrag: 10.1016/j.joule.2019.02.007
      Wenn Sie einen empirischen Beitrag von der Wissenschaft akzpetieren Beitrag zu Ihrer Ansicht finden (Kein Blog, kein Youtube, keine ominböse Homepage, etc…), wäre ich Ihnen allerdings dankbar (Kein Witz) mir die Quelle zukommen zu lassen – Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, solange es über „ich habe auch mal so gedacht“ hinausgeht.

  23. @Rick…
    1) Wenn ich hier schreibe, dass „ich das früher auch so gedacht habe“, stellt dies
    ausschließlich meine persönliche Meinung dar – wie aus der Formulierung unschwer zu
    erkennen ist.
    2) Ich würde mir niemals anmaßen, weiter gedacht zu haben als alle anderen! Deshalb
    auch Ihre weiteren Ausführungen an dieser Stelle wenig zielführend…
    3) Falls ich mit meiner Meinung falsch liege, bin ich auch gern bereit mich zu
    revidieren. Auch öffentlich.
    4) Nein, die Studien, die Sie hier anführen habe ich nicht gelesen, allerdings
    habe ich jetzt beim kurzen Überfliegen festgestellt, dass es sich wahrscheinlich
    im Wesentlichen um einen Vergleich zwischen PoW und PoS handelt. Fair enough! Aber
    um festzustellen, dass PoS weniger Energie verschlingt als PoW brauche ich
    eigentlich keine wissenschaftliche Studie.
    Ich werde diese aber trotzdem gerne zu gegebener Zeit lesen. Auch ich lasse mich
    gern belehren und hoffe, dass diese Studie dann auch Aussagen zu den Nachteilen von
    PoS enthält und darüber wie man diese zu lösen gedenkt. Wenn man damit einen
    Wertspeicher abbilden kann, der so sicher ist, dass er der Sicherheit von BTC
    gleichkommt, wäre das natürlich auch für mich die zu bevorzugende Variante!

    PS: Wenn ich etwas finde, was meine Argumentation stützt, lasse ich es Ihnen natürlich
    auch gerne zukommen. Habe ich bislang noch nicht, sorry! Ich lese beruflich sehr
    viel wissenschaftliche Veröffentlichungen, in meiner Freizeit mag ich es daher
    auch ganz gerne mal „aufgearbeitet“. Vielleicht liege ich damit aber auch daneben.
    Wir werden sehen!

    Viele Grüße bis dahin…

    • @Oele
      Ich habe die Studien ebenfalls überflogen. Beide Studien sind bei weiten kein Vergleich von PoW und PoS. Das Paper von Schinckus wird sogar zur Diskussion gestellt, dass sie im Paper keinen Unterschied zwischen beiden machen, gehen aber davon aus, dass er hinsichtlich des Gesamt-Energieverbrauch vernachlässigt werden kann. Der Kommentar von de Vries behandelt nur Bitcoin und auch dessen Umwelteinfluss. Hier steht besonders der Elektroschrott im Vordergrund. Auch der Energiemix in den chinesischen Mining-Regionen wie Sichuan wird behandelt. Durch die Sesonalität der Wasserstände wird die Grundlast durch meist Kohlekraftwerke ausgeglichen. Insgesamt kommt man abängig von den Randbedingungen auf einen Gesamtmix von 265 bis 579g CO2/kWh, also auf dem Niveau von Erdgas (469g CO2/kWh). So erscheint das „grünes“ Mining in diesen Regionen nicht möglich zu sein.

  24. @Ramon
    Vielen Dank für die hervorragende Zusammenfassung! Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, mich intensiver damit zu befassen…Ich werde das sicher in absehbarer Zukunft noch mal tun, habe aber nun schon wieder mal etwas gelernt. Prima!
    @Rick
    Ich muss mich wohl revidieren! Also vielen Dank für Deine Quellen.

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