IOTA-Gründer will Opfer von Hacker-Angriff persönlich entschädigen

Während IOTA auf den für morgen (10. März) geplanten Neustart des Mainnets wartet, zeichnet sich für die Opfer der Cyberattacke auf die offizielle Trinity Wallet eine Lösung ab. Mitgründer David Sønstebø hat angekündigt, seine persönlichen Ersparnisse einzusetzen, um Entschädigungszahlungen zu leisten.

Die schier endlose Saga um den Zusammenbruch des Ökosystems von IOTA steuert auf ein versöhnliches Ende zu: David Sønstebø, Vorsitzender der IOTA-Stiftung und Mitgründer des Projekts, will tief in die eigene Tasche greifen, damit diejenige entschädigt werden, die von dem feindlichen Angriff auf die offizielle Trinity Wallet betroffen sind. In einem Post schreibt Sønstebø, er werde einen „erheblichen Teil“ seiner privaten Beteiligungen an IOTA dafür verwenden, um entwendete IOTA zu ersetzen. Unterdessen bereitet sich IOTA darauf vor, am morgigen Dienstag das Mainnet wieder hochzufahren und so nach fast einem Monat Pause wieder finanzielle Transaktionen bei IOTA zu ermöglichen.

IOTA-Chef David Sønstebø wird zum weißen Ritter

David Sønstebø war Mitte der 2010er Jahre eine der gründenden Personen bei IOTA und nimmt heute die wichtige Position an der Spitze der IOTA-Stiftung ein. Über sein privates Vermögen kann spekuliert werden, doch alleine der Streit mit Mitgründer Sergey Ivancheglo (CFB) deutet an, dass David Sønstebø sicherlich zu den Multimillionären zu zählen ist. Bislang kursiert im Zusammenhang mit dem Trinity-Hack bei IOTA eine Schadenssumme von umgerechnet etwa 2,2 Millionen US-Dollar (diese wird allerdings dadurch ausgeglichen, dass die Transaktionen rückabgewickelt werden). Bleibt es dabei, kann Sønstebø die Aufwendungen wohl verkraften. Er selbst betont, dass seine private Entscheidung dazu getroffen sei, um den Fortbestand der IOTA Stiftung sicherzustellen. IOTA sei dem Ziel näher als je zuvor, der technologische Standard für das Internet der Dinge (IoT) zu werden. Sønstebø merkte an, er fühle sich persönlich verantwortlich. Details dazu, wie die Entschädigungszahlungen abgewickelt werden sollen, werde er in den kommenden Tagen öffentlich machen nach Rücksprache mit Anwälten.

Währenddessen kooperiert die IOTA Stiftung weiter mit Strafverfolgungsbehörden in Berlin und anderswo, um den oder die Diebe zu stellen. Sie hatten eine schwerwiegenden Sicherheitslücke in der offiziellen Trinity Wallet von IOTA entdeckt, die sich in der Integrierung des Finanzdienstleisters Moonpay versteckte. Dadurch konnten sie Seeds auslesen und Guthaben auf eigene Adressen transferieren. IOTA hat mittlerweile eine neue Version der Trinity Wallet veröffentlicht und alle Nutzer dazu aufgefordert, ihre Guthaben durch ein Migration Tool auf neue, sichere Adressen zu überweisen.

IOTA vor dem Neustart – wie reagieren die Märkte?

Die großzügige Geste von David Sønstebø dient sicherlich auch dem Zweck, Anleger in IOTA und den Markt zu beruhigen. Denn nach dem Debakel mit der Trinity Wallet als zentralem Bestandteil des Ökosystems geht es für IOTA darum, Vertrauen zurückzugewinnen. Vier Wochen Stillstand bei IOTA sind zu verzeichnen und wenn morgen wie geplant der zentrale Koordinator wieder aktiviert wird, schauen Investoren gespannt darauf, wohin sich der Kurs von IOTA entwickelt. Er hat seit Bekanntwerden des Hacks um rund 40 Prozent verloren, IOTA notiert aktuell bei etwa 0,19 US-Dollar. Ist IOTA bereits „too big to fail“ und wird nach dem Neustart weiter von Investoren nachhaltig gestützt? Oder ziehen Anleger ihr Kapital jetzt massenhaft zurück und treiben IOTA damit in Richtung Shitcoin? Bald wissen mir mehr, beide Szenarien sind vorstellbar.


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