IOTA: Neuer Leak legt Insiderhandel nah

Ein „Whales Leak“ benannter Enthüllungsbericht zeigt, dass die IOTA Stiftung gefährlich engen Kontakt mit Großinvestoren pflegte. Denn Diskussionen über Interna von IOTA könnten durchaus Insiderhandel ermöglicht haben.

Die IOTA Stiftung kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Rausschmiss von Vorstandsvorsitzendem David Sønstebø sind es jetzt Chatprotokolle, die bei IOTA den Weihnachtsfrieden stören. „Whales Leak“ wurden diese Protokolle getauft, die ihr hier lesen könnt. Veröffentlicht hat sie der selbsterklärte IOTA-Aufklärer „Hund“ und er fasst auf Twitter zusammen: Großinvestoren, auch „Whales“ genannt, durften bei IOTA über sensible finanzielle Entscheidungen mitreden.

Was steht im „Whales Leak“ zu IOTA?

Der Zeitraum der veröffentlichten Gesprächsprotokolle zwischen IOTA Stiftung und bevorzugten Investoren erstreckt sich von September 2019 bis März 2020. Ein wiederkehrendes Thema: Wie kann es IOTA gelingen, an wichtigen Kryptobörsen notiert zu werden und damit neue Anleger anzuziehen. Klar wird dabei, dass die IOTA Stiftung im Gegensatz zu öffentlichen Informationen durchaus bereit war, Listungsgebühren zu bezahlen.

Weiterhin zeigten die Whales Interesse daran, vor der Öffentlichkeit über Details wie Neulistung informiert zu werden – und die IOTA Stiftung ging bereitwillig darauf ein. Was manche „Informationsvorsprung“ nennen könnten, werden andere als Vorbereitung für Insiderhandel interpretieren. Immerhin diskutierten die Whales auch, wie man mit größeren Handelsvolumen steigende Preise bei IOTA provozieren könnte. Auch über Feinheiten bei Steuerfragen wurde ein offener Austausch zwischen IOTA Stiftung und Whales geführt.

IOTA-Mitgründer Dominik Schiener hat die Echtheit der Protokolle indirekt bestätigt, sieht die Diskussionen aber als „Brainstorming“. Und natürlich ist es zunächst einmal ein ganz normaler Vorgang, dass sich Projekte wie IOTA mit Investoren austauschen. Allerdings ist die dokumentierte Art und Weise wenig transparent angelegt und streift zumindest Bereiche, die man so nicht von einer gemeinnützigen Stiftung wie bei IOTA erwarten würde.

„Hund“ will nach eigenen Angaben systematisch über Unregelmäßigkeiten bei IOTA aufklären, aber nicht auf Rechtsstreit aus sein. Er bleibt anonym, hat aber in der Vergangenheit mit seinen Leaks stets richtig gelegen. IOTA Stiftung und ihre Führungspersonen reagierten zunächst nicht weiter auf das „Whales Leak“.

Fazit: Nächster Tiefschlag für die IOTA Stiftung

Ob diese geheimen Chats von IOTA Stiftung mit bevorzugten Großanlegern ein justiziabel strafbares Vorgehen sind, lässt sich schwer einschätzen. Aber Tonfall und Inhalte gehen über das hinaus, was unverdächtig wäre. So reihen sich der „Wahle Leak“ eigentlich nahtlos ein in das Kryptojahr 2020, was für IOTA belastend verlief.


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3 Kommentare

  1. Sollte man nicht mal lieber den Namen „Hund“ in CFB umbenennen. Ich will nicht damit unterstellen das Hund … ist. Wer jedoch etwas darüber nachdenkt kommt vielleicht selbst auf eine gewisse Lösung oder Meinung, wer sich hinter Hund verbirgt.

    Ich sag nur „Zufälle gibt es reichlich beim Hund“

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