Spionage & Cybercrime: Deutschland entsteht jährlich Schaden der 700 % größer ist als BIP von Estland – jedes zweite Unternehmen in Existenz gefährdet

Jährlich entsteht der deutschen Wirtschaft aufgrund von Diebstahl, Spionage und Sabotage ein Schaden in Höhe von 220 Milliarden Euro. Dies übersteigt das Bruttoinlandsprodukt zahlreicher EU-Staaten, im Falle von Estland sogar um etwa 700 Prozent. Dies geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor. 

Besonders frappierend: immer mehr Unternehmen werden Opfer von Cyberkriminellen. Wurden 2019 noch 70 Prozent Opfer von Angriffen aus dem Netz, sind es nunmehr bereits 86 Prozent. Der Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft liegt dem Digitalverband „Bitkom“ zufolge im Vergleich zu 2019 mehr als doppelt so hoch. Gemäß einer Umfrage des Verbandes sehen 9 Prozent der Unternehmen aufgrund Cyberattacken sogar ihre Existenz bedroht.

Wie die Infografik aufzeigt, zeichnen andere indes ein deutlich düstereres Bild: so seien gemäß „Deutschland sicher im Netz“ sogar mehr als die Hälfte der Unternehmen akut gefährdet, wenn sensible Daten im Zuge eines Cyberangriffs verloren gehen.

Beunruhigende Entwicklung

Während die absolute Anzahl der Cyberangriffe beträchtlich zunimmt, nimmt die relative Aufklärungsquote sogar deutlich ab. Konnten gemäß dem Bundeskriminalamt im Jahr 2017 noch etwa 40 Prozent der Fälle aufgedeckt werden, waren es im vergangenen Jahr nur noch rund 33 Prozent. Da die Dunkelziffer gewaltig sein könnte, liegt die tatsächliche Quote womöglich deutlich niedriger.

An dem mangelnden Wissen um die Gefahren digitaler Anwendungen scheint es zumindest nicht zu liegen: Das Sicherheitswissen der Bundesbürger erhöhte sich zuletzt signifikant. Allerdings sind die Deutschen beim tatsächlichen Verhalten immer lapidarer, zwischen Theorie und Praxis wird die Kluft immer größer.

Einige kriminelle Akteure setzen bei gesetzeswidrigen Taten auch auf Kryptowährungen. Die Zollverwaltung konstatiert, dass der Einsatz von digitalen Devisen im Rahmen von Straftaten sogar deutlich angestiegen sei. Besonders häufig im Einsatz hierbei: Bitcoin und Monero.

Bild von B_A auf Pixabay

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