TenX stellt offenbar Geschäfte in der EU ein

Das Kryptounternehmen TenX hat den Verzicht auf seine Lizenz als E-Geld-Institut erklärt. Damit dürfte TenX in der ganzen EU handlungsunfähig sein. TenX selbst kommentiert die Situation nicht.

TenX ist in Deutschland bekannt geworden als Herausgeber von Krypto-Kreditkarten. Doch damit ist jetzt anscheinend endgültig Schluss. Denn wie unsere Recherchen zeigen, hat TenX in Österreich seine Zulassung als E-Geld-Institut erloschen lassen. Diese Lizenz war nach den vorliegenden Informationen die Grundlage für Geschäfte von TenX im EU-Raum. Nun regelt die Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) die Überwachung der Abwicklung von TenX.

Noch im Oktober 2020 hatte TenX von einem Neuanfang gesprochen, als klar wurde, dass nach dem Zusammenbruch von Wirecard für die Herausgabe von Krypto-Kreditkarten kein neuer Partner gefunden werden konnte. Seitdem aber herrscht auf den offiziellen Kommunikationskanälen von TenX Funkstille, weder im Blog noch bei Twitter oder Facebook sind seit Oktober 2020 Neueinträge zu finden.

TenX verabschiedet sich still und heimlich

Nach der Gründung in 2015 hatte TenX über Risikokapitalgeber und über die Herausgabe seiner Token Pay und TenX zweistellige Millionensummen einsammeln können. Bei CoinMarketCap wird der Token zwar noch gelistet, befindet sich aber auf Shitcoin Niveau. Ob die Kapitalgeber in irgendeiner Form auf Rückzahlungen hoffen können, ist damit nach den öffentlich vorliegenden Informationen offen. Es ist aber nicht davon auszugehen obwohl es der einzig richtige Schritt wäre.

Schlagzeilen hatte TenX auch damit gemacht, dass der höchst umstrittene Julian Hosp in führender Position tätig war und erst im Januar 2019 entlassen wurde. Seitdem hat er mit CakeDeFi sein eigenes Crypto Projekt gegründet. Nach seiner Vergangenheit beim Pyramidensystem gibt es aber auch bei CakeDeFi wieder jede Menge „Red Flags“.

In diesem Januar hatten wir nach einem Leak von einem Insider bei TenX bereits berichtet, dass intern im Unternehmen Hoffnungs- und Führungslosigkeit vorherrsche. Dieser Darstellung wurde nicht widersprochen.

Fazit: TenX war nie erfolgreich

Das ursprüngliche Konzept von TenX, echte Krypto-Kreditkarten herauszugeben, fand in der Kryptoszene viel Anklang und hat Anleger dazu bewegt, in die Token zu investieren. Doch in der Realität kamen TenX Kreditkarten nie in nennenswerter Zahl auf den Markt und abseits dieser Idee hatte TenX eigentlich nichts zu liefern. Ob man die ganze Entwicklung als Exit Scam einzustufen hat, wird sich noch zeigen müssen. Seriös erscheint zumindest auch jetzt das Vorgehen nicht, wo TenX den Verzicht auf den Status als E-Geld-Institut in keiner uns bekannten Form selbst kommuniziert.


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