IOTA-Gründer: Wir lösen das Blockchain Trilemma

Die zwei der IOTA-Gründer, die nach wie vor für das Projekt tätig sind, haben sich in einem Doppelinterview zur Zukunft von IOTA geäußert. Dabei zeigten sich David Sønstebø und Dominik Schiener optimistisch, mit IOTA 2.0 das sogenannte Blockchain Trilemma zu lösen.

Das Führungsteam der IOTA Stiftung in Person von Co-Gründern David Sønstebø und Dominik Schiener sprüht vor Zuversicht, ihr Projekt mit der Abschaffung des zentralen Koordinators technologisch auf einen neuen Level zu hieven. Man sei dadurch bei IOTA in der Lage, das sogenannte Blockchain Trilemma zu lösen, sagte Sønstebø in einem Exklusiv-Interview mit CoinMarketCap, an dem auch Schiener teilnahm. Dem Blockchain Trilemma in der Definition von Sønstebø zufolge stehen Krypto-Projekte vor den drei Herausforderungen Skalierbarkeit, Dezentralisierung und Kosten. IOTA löse alle drei Fragen, während andere Projekte nur zwei der Aufgaben schaffen würden, meint Sønstebø. Die Ökosysteme von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) bezeichnete er als „Pseudo-Quasi-Dezentralisierung“, wo fünf oder zehn große Netzwerkpunkte die Kontrolle übernommen hätten.

IOTA auf dem richtigen Weg?

Sønstebø erinnert daran, dass bei Bitcoin nur sieben Transaktionen pro Sekunde bestätigt werden können und für diese zudem Bitcoin Transaction Fees anfallen. Damit sei BTC für den Einsatz im Alltag wie etwa für das Bezahlen von Kleinbeträgen ungeeignet. IOTA mit seinen gebührenfreien Transaktionen unterscheide sich davon grundsätzlich. Mit dem kürzlich gestarteten Testnet Pollen beweise IOTA, Skalierbarkeit, niedrige Kosten und Dezentralisierung unter einen Hut zu bringen. Dominik Schiener ergänzt, dass um Blockchain-Lösungen viel naiver Hype entstanden sei. Der Schritt hin zu massiver Adaption etwa in Systemen von SAP und IBM sei eine ganz andere Angelegenheit und erfordere Jahre. Die beiden Vorstandsmitglieder der IOTA Stiftung verweisen darauf, bei IOTA von Beginn an ein praxistaugliches Konzept verfolgt zu haben und nun die Früchte zu ernten. Bei IOTA können Nutzer jetzt komplette Dezentralisierung erleben bei Skalierbarkeit für Anwendungen in der Echtwelt und zu null Gebühren, sagt Sønstebø.

IOTA will im Internet der Dinge (IoT) Geräte aller Art miteinander vernetzen und so den Austausch von Informationen ebenso wie automatisierte Zahlungen ermöglichen. Ein viel beachtetes Beispiel dafür ist etwa die Kooperation mit Jaguar Land Rover, wo die Fahrzeuge selbstständig Verkehrsdaten sammeln und sie an lokale Behörden und Anbieter von Navigationsdiensten weitergeben. Dafür werden sie wiederum mit IOTA belohnt, die dann als Zahlung für Parkplatz oder Mautgebühren dienen können. Mit dem laufenden Projekt Coordicide bei IOTA soll es dem Netzwerk nun endlich gelingen, auf den vielkritisierten zentralen Koordinator zu verzichten. Ein Datum für die Überführung aus dem Testnet in das Mainnet nannten Sønstebø und Schiener nicht.

Ihnen schlägt in den letzten Monaten massive Kritik entgegen, die allerdings weniger technologisch begründet ist, sondern sich an Führungsstil und verdächtigen Finanzaktionen entzündet. CoinMarketCap verzichtet im Interview zu konkreten Nachfragen zu diesen Themen. Sønstebø sagt vage, als öffentliche Figur müsse man damit rechnen, dass Scherze aus dem Zusammenhang gerissen und durch Blogartikel aufgebauscht werden. Schiener meint, zu den Anfangszeiten von Bitcoin und Co. habe sich niemand aus Geldgründen in die Kryptoszene begeben, sondern aus Faszination für die Technologie.

Fazit: IOTA macht bei CoinMarketCap Werbung in eigener Sache

CoinMarketCap ist als führender Datendienstleister in der Kryptobranche etabliert und führt seit Anfang des Jahres unter dem Obertitel „Krypto Titanen“ Gespräche mit prominenten Personen aus dem Umfeld. So durfte dort etwa bereit Binance-CEO Zhao Changpeng für seine Kryptobörse werben und Charlie Lee für Litecoin (LTC). In dem Format ist Kritik offensichtlich nicht vorgesehen, sondern es lädt zu Eigen-PR ein. Diese Konstellation nutzen Sønstebø und Schiener ausgiebig, ohne wirklich Neues zu verraten.


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