IOTA: Vorschläge für massentaugliche Login-Lösungen gesucht

„Login with IOTA“ heißt die neueste Initiative, welche von der IOTA Stiftung gestartet wurde. Für Lösungsvorschläge, die Open Source sind und mit OpenID kompatibel, wird finanzielle Unterstützung ausgelobt.

Auf der Suche nach Anwendungsgebieten für IOTA nimmt die Stiftung einmal mehr das Thema digitale Identitäten ins Visier. Bei der jüngsten Ausschreibung für „Login with IOTA“ dreht sich diesmal alles um ganz konkrete Szenarios, bei denen IOTA Identity auch dafür genutzt werden kann, um sich bei Webdiensten aller Art anzumelden und auszuweisen. Dazu soll IOTA Identity bei OpenID andocken und für diese Herausforderung werden Vorschläge erbeten. Noch bis zum 19. April läuft die Frist, danach sollen ausgewählte technologische Konzepte mit finanziellen Mitteln aus dem Ecosystem Development Fund von IOTA unterstützt werden.

IOTA Identity ist das Modul, welches von der IOTA Stiftung bereits in diversen Projekten erprobt wird, beispielsweise mit der niederländischen de Volksbank. Das Tool hält Details von Namen über Geburtsdatum bis Adresse und Kreditwürdigkeit fest, auf Wunsch auch verifiziert. Damit schafft IOTA Identity eine digitale Identität, bei der Privatpersonen die Datenhoheit behalten und selbst entscheiden, welche Informationen sie mit wem teilen möchten. OpenID wiederum ist eine Non-Profit-Stiftung, die sich dafür einsetzt, Login-Lösungen und Tools für digitale Identitäten zu schaffen, die nicht von den großen IT-Konzernen wie Google, Microsoft und Meta (ehemals Facebook) stammen. Mehr als 1 Milliarde individuelle OpenID Accounts bestehen bereits und werden laut IOTA Stiftung von mehr als 50.000 Webseiten akzeptiert.

Diese beiden Systeme soll also „Login with IOTA“ zusammenbringen. Die ausführliche Ausschreibung zeigt aber auch, dass eine technologische Lösung für dieses Vorhaben als keineswegs einfach erwartet wird. Es mag zudem verwundern, dass die IOTA Stiftung das Projekt nicht mit eigenen Kräften oder bereits bestehenden Kooperationspartnern angehen will. Denn IOTA Identity wird bei wichtigen Initiativen wie EBSI immer wieder offiziell eingebracht und soll sogar möglichst den Staus eines zertifizierten Industriestandards erlangen. Bei diesem hohen Stellenwert von IOTA Identity muss es eigentlich für die Stiftung Priorität haben, dieses Tool möglichst breit auszustellen, wie eben auch durch Kompatibilität mit OpenID.

Fazit: Wohin steuert IOTA?

Anfang des Jahres erfuhr IOTA durch Staking für Assembly und Shimmer Aufwind, der geldwerte Fortentwicklung prognostizierte. Nun aber dominieren wieder IOTA Projekte, wo Technologie im Vordergrund steht und IOTA als Kryptowährung keine echte Rolle spielt. Kritische Anleger stören sich auch daran, dass es zur versprochenen Abkehr vom zentralen Koordinator unter dem Projektnamen Coordicide für ein IOTA 2.0 schon seit vielen Monaten keine Fortschrittsberichte mehr gibt. So ergibt sich ein Gesamtbild, in dem IOTA den Fokus darauf zu verlieren scheint, in welchen Feldern man nun eine Zukunft von IOTA sieht, die Monetarisierung miteinbezieht.


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