IOTA Identity wird in Kooperation mit de Volksbank erprobt

Für digitale Identitäten in vielen Lebenslagen entwickelt die IOTA Stiftung ein Programm. In den Niederlanden wird IOTA Identity nun bei de Volksbank gemeinsam als Prototyp getestet.

Seit Mai 2021 liegt IOTA Identity als Beta-Version vor. Dieses Programm zu Identitätsprüfung und digitalen Dokumenten will die IOTA Stiftung künftig als Standard etablieren. Einen Testlauf für IOTA Identity gibt es nun laut Blogpost in Zusammenarbeit der niederländischen de Volksbank. Dort soll IOTA Identity Pluspunkte dadurch sammeln, eine einmal bestätigte Identität bequem und einfach für verschiedene Dienste einsetzen zu können, von der Eröffnung eines Kontos über den Abschluss von Versicherungen bis hin zur Registrierung eines Unternehmens.

Der IOTA Stiftung zufolge wird bei der Machbarkeitsstudie besonderes Augenmerk darauf gelegt, gesetzliche Bedingungen der EU-Datenschutzverordnung ebenso zu erfüllen wie das Recht selbstbestimmter digitaler Identitäten. In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, dass eine Person in ihrer digitalen Identität neben Namen, Geburtsdatum und Wohnsitz auch andere verbürgte Informationen wie Studienzeugnisse oder Corona-Impfnachweis festhalten kann. Bei der Anmeldung für einen Online-Dienst entscheidet dann der Inhaber der digitalen Identität, welche Details er für den Dienstleister freigibt. Im Beispiel der IOTA Stiftung und de Volksbank wird etwa ein Versicherungsnachweis genannt, der für die Unternehmensgründung notwendig wäre.

Technologisch organisieren IOTA Stiftung und de Volksbank ihr Projekt über die App Selv, die als Opensource von der Stiftung entwickelt wurde. Eine Demo zu Selv findet sich hier und bildet den Anwendungsfall de Volksbank bereits ab. Deren Innovationschef Michiel Sollet lobt den Ansatz als Win-Situation für Kunden, Gesellschaft, die Bank selbst und deren Anteilseigner. Denn durch eine Identitätsprüfung, die dann über Selv an vielen Stellen einsetzbar wird, ergeben sich Kundenzufriedenheit, effizientere Abläufe und Zeitersparnis. In einer Pressemitteilung werden IOTA und das Tanglenet als technologische Basis hervorgehoben. de Volksbank gehört zu den fünf größten Banken in den Niederlanden und bedient sowohl private als auch geschäftliche Kunden.

Fazit: IOTA Identity – Vorzeigeprojekt mit Potenzial

Blockhain-Technologie als Grundlage für digitale Identitäten zu nutzen ist keine exklusive Idee von IOTA. Microsoft hat ein entsprechendes Projekt ION bereits öffentlich verfügbar gemacht und etwa Cardano (ADA) plant in Äthiopien gleich einen Anwendungsfall mit fünf Millionen Teilnehmern. IOTA Identity trifft also auf einen umkämpften Zukunftsmarkt, bei dem Europa mit EU-Gesetzgebung eine wichtige Rolle spielt. Bei den digitalen Impfpässen zur Corona-Pandemie kam IOTA noch nicht zum Zug. Mit de Volksbank als Referenz würde IOTA Identity einen großen Schritt nach vorne machen – wenn aus dem Proof-of-Concept tatsächlich eine Adoption für den Alltag entwächst.


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11 Kommentare

  1. Dieses mal wird gar nicht angesprochen das Iota 2.0 verschoben wurde, das das Protokoll eingestellt werden muss wegen der „Klage“ das Iota nicht dezentral ist, das es vor 1 Jahr Streit in der Führungsebene gab, das 60 Ti noch geklärt werden müssen wie diese gehandhabt werden.

    Herr Lange sind sie nüchtern geworden oder was ist passiert?

  2. @ Guido
    soso…da sind wir alle sehr gespannt, was als nächstes für ein ‚Kracher‘ kommt. Hoffentlich nicht erneut die das Wiedergekäute des Hundes… 🙂

  3. Ja; nahezu neutral. Eigentlich ein wirklich schöner Artikel , wenn nicht so der kleine Seitenhieb „… ist keine exklusive Idee IOTA „ vorhanden wäre. Ist auch kein Alleinstellungsmerkmal der IF – aber war dieser Umstand so inhaltsrelevant?

  4. IOTA ist der größte Zirkus im Kryptomarkt! Schaut euch die Führung dieses Kindergartens an! Null Transparenz, Schlammschlachten untereinander wie im Kindergarten und ansonsten nur leere und inhaltlose Versprechungen, die nie eingehalten werden! Ich glaube der IF KEIN Wort mehr! Die haben jegliches Vertrauen verspielt! Schaut euch den Preis an, der kennt nur einen Weg nach unten! Good bye!

  5. Gefühlt geht jedes Mal, wenn Bitcoin 100 Dollar runtergehen, IOTA 2 bis 3 Cent runter und das ist eine Menge bei dem aktuellen schon miserablen Preis, der sich im Keller befindet!

    • @ Jockel

      …aus meiner Sicht ist ‚der kleine Seitenhieb‘ durchaus legitim. Der Sachverhalt ist richtig und der Markt ist höchstwahrscheinlich riesig. Zwei Wettbewerber werden da sicherlich nicht so sehr bedeutend sein. Vor allem wenn man sich mal vergegenwärtigt, wie viele Projekte (unter anderem auch Cardano) auf den Defi-Sektor stürzen. Würde mich echt mal interessieren, was die alle machen wollen, wenn die Regierungen 10 Jahre Haltepflicht für Defi-Produkte vorschreiben!!! Da ist es nur clever von Cardano, sich auch auf weitestgehend unbespielte Felder vorzuwagen… Und Microsoft naja, sicher ein Garant für Dezentralität!!!

      • Recht hast Du; natürlich ist das legitim. Aber auch ich werde was das Projekt IOTA angeht, zunehmends nervöser und auch kritischer. Vielleicht vertrödeln sie die Einstiege. Aber … die Hoffnung stirbt zuletzt.

  6. @ Herrmann Fitzgerald

    …vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass nahezu der GESAMTE Kryptomarkt nach unten geht, wenn Bitcoin „100 Dollar“ verliert?

    Deine Kritik weiter oben halte ich – zumindest was das Verhalten einiger (ehemaliger) Führungskräfte betrifft – für durchaus berechtigt!

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