Monero (XMR): Technologisches Upgrade für mehr Privatsphäre und Sicherheit gelauncht

Monero (XMR) ist der weltweit bekannteste Privacy Coin. Mit einem Upgrade hat Monero jetzt die Kernbereiche Sicherheit und Privatsphäre nochmals gestärkt. Aber wie stehen die Zukunftschancen für XMR?

Die Sparte Privacy Coins ist in der Kryptoindustrie umstritten. Befürworter sehen Beispiele wie Monero (XMR) als eine Art letzte Verteidigungslinie für private Finanzen. Kritiker verurteilen Privacy Coins als perfekte Kryptowährungen für Kriminelle, die damit von Steuerhinterziehung bis Terrorfinanzierung ein Instrument gefunden haben sollen. Monero ist mit aktuell einem Platz unter den 30 kapitalstärksten Altcoins der prominenteste Vertreter für Privat Coins, hinter XMR versammeln sich um 3 Milliarden US-Dollar Kapital. Jetzt hat Monero am Wochenende ein größeres technologisches Upgrade eingespielt und freut sich per Twitter über die inhaltlichen Fortschritte.

So verlangen Signaturen bei Monero nun immer nach 16 Stellen (vorher teils nur 11), was Hacks deutlich erschwert. Um den Bereich Privatsphäre noch besser zu schützen, hat Monero Bulletproof+ gelauscht, schon das ursprüngliche Bulletproof bei XMR aus 2018 hatte viel Lob erhalten. Mit dem Modul „View Tags“ wurde bei Monero nun auch die Zeit stark verkürzt, welche gebraucht wird, wenn sich Wallets mit XMR synchronisieren. Doch das große Upgrade konnte die Preiskurve von Monero nicht positiv beeinflussen, XMR notiert recht träge bei 170 US-Dollar.

Als einen Grund für fehlenden Optimismus von Anlegern bei Monero werden jünger Ereignisse der Kryptobranche und die Geschichte von XMR genannt. In den USA wurde das Tool Tornado Cash (eine Art Bitcoin Mixer) für Ethereum (ETH) sanktioniert und in den Niederlanden ein Programmierer von Tornado Cash festgenommen. Damit zeigte sich, dass Strafverfolgungsbehörden das Thema Privatsphäre und Krypto strenger als zuvor verfolgen – auch wenn natürlich fraglich ist, ob simpler Code bereits ein Verbrechen darstellen kann. Monero selbst wiederum kam durch die Verhaftung eines führenden Teammitglieds schon 2021 in die Negativschlagzeilen und schreckte in diesem Jahr durch ungesunde Verteilung der Miner Pools auf.

Vielleicht ist aber ein ganz anderer Fakt das eigentliche Wachstumshindernis für Monero: Einzelne Kryptobörsen wie Bittrex haben XRM schon länger ausgelistet, bei Coinbase ist Monero ein Tabu und bei FTX ist XMR nur als Futures handelbar. Coinbase-Chef Brian Armstrong sagte einmal, Behörden hätten „hinter den Kulissen“ sehr klar gemacht, dass sich Krypto-Plattformen von Monero fernhalten sollten, wenn sie keinen Riesenärger riskieren wollen. Im Resultat bedeutet dies für XMR aber auch, auf vielen führenden Marktplätzen gar nicht vertreten zu sein.

Fazit: Monero – technologisch gut aufgestellt, aber als Privacy Coin gebrandmarkt

Wer mit Monero sorgfältig umgeht, bekommt ein ganz anderes Level von Privatsphäre geliefert als bei den gängigen Kryptowährungen und das jüngste Upgrade hat diese Position gestärkt. Unter den 50 kapitalstärksten Kryptowährungen ist in dieser Disziplin allenfalls ZCash (ZEC) konkurrenzfähig. Aber das Oberthema Privacy Coins ist vielerorten in Verruf gekommen, was Expansion empfindlich behindert. So bleiben auch Prognosen zur Preisentwicklung von XMR schwieriges Terrain, denn auf Entgegenkommen von staatlichen Stellen darf Monero nicht hoffen.


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