Ripple: Institutioneller Einsatz von XRP auf Rekordniveau

Ripple zieht in seinem jüngsten Quartalsbericht positive Bilanz. Der Gebrauch von XRP durch institutionelle Kunden hat deutlich zugelegt, die Abfindung an Jed McCaleb sind abgeschlossen.

Vierteljährlich legt Ripple auf freiwilliger Basis einen Bericht zu eigenen Geschäften und der allgemeinen Lage der Kryptoindustrie vor. Für das dritte Quartal 2021 hat Ripple dabei insbesondere in Sachen XRP gute Neuigkeiten. Noch nie zuvor sei umgerechnet in US-Dollar XRP so gefragt gewesen als Brückenwährung für institutionelle Kunden, heißt es in dem Papier. Der Gebrauch von XRP durch ODL (On-Demand Liquidity) ist demnach „beispiellos“ gestiegen und mache jetzt um 25 Prozent aller Transaktionen im RippleNet aus. Dazu passend hat Ripple im dritten Quartal 2021 für 492 Millionen US-Dollar XRP im Rahmen von ODL verkauft, was ein Plus von gut 210 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2021 bedeutet.

Ob sich hier schon der neue XRP Korridor in Japan niederschlägt oder andere Partner verstärkt auf XRP setzen, lässt Ripple offen ebenso wie absolute Zahlen für XRP bei ODL im Tagesgebrauch. Eine zweite positive Entwicklung vermeldet Ripple eher lapidar. Im September habe man die letzte XRP Überweisung an den ausgeschiedenen Mitgründer Jed MacCaleb geleistet. Damit ist das Kapitel Jed McCaleb und Ripple wohl abgeschlossen. Die massiven XRP Abfindungen, die McCaleb über Jahre erhalten hat, hatten Anleger immer wieder zu Spekulationen darüber verführt, ob der jetzige Chef von Stellar (XLM) nicht mit seinen XRP die Preiskurve von Ripple beeinflussen könne.

Prozess gegen SEC: Ripple erwartet Prozessende nicht früh in 2022

Das andere große Thema, was Anleger bewegt, heißt US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple. Hier notiert das Kryptounternehmen jetzt mit positivem Unterton, dass das Gericht den Abschluss der Beweisaufnahmen für Mitte Januar 2022 terminiert habe. Die ist zwar später als von vielen erwartet, aber auf der anderen Seite hat Ripple in dem Prozess zuletzt Etappensiege verbucht. So ist gestiegene Bereitschaft, geduldig zu bleiben, nachvollziehbar.

Ripple Ökosystem wächst

Mit Blick auf die Kryptomärkte verweist Ripple auf drei Sparten, wo man Fortschritte gemacht habe. Im Bereich NFTs seien erste Projekte erfolgreich angelaufen und auch der mit 250 Millionen US-Dollar gefüllte NFT Creator Fund bewähre sich. Mit diesem will Ripple die Vorzüge seines Netzwerks (niedrige Gebühren und hohe Sicherheit) der NFT-Szene schmackhaft machen.

Weiter verweist Ripple darauf, dass XP als „wrapped token“ langsam in der Sparte DeFi ankommt, derzeit hauptsächlich über die Binance Smart Chain. Zum Projekt Flare, was eigentlich schon seit Juni für XRP neue Möglichkeiten in DeFi öffnen sollte, wird mitgeteilt: Dort sei ein Testnet seit September in Betrieb. Auch wenn es noch kein neues Startdatum für Flare gibt, hofft Ripple wohl auf klare Impulse für XRP von diesem Projekt.

Dritter Anlass für ein selbstbewusstes Ripple ist Bhutan, wo ein Pilotprojekt für eine staatlich gestützte Digitalwährung (CBDC) anläuft und Ripple als technologische Basis dient. Für diesen Anwendungsfall wirbt Rippe seit Monaten intensiv und hat jetzt ein Vorzeigeprojekt.

Fazit: Ripple sieht sich im Aufwind – doch XRP stagniert

Nun überrascht es kaum, dass Ripple die Lage für seine Bedeutung in der Kryptoindustrie und XRP jedes Quartal wieder positiv schildert. Doch die Daten zu XRP im institutionellen Einsatz kommen tatsächlich unerwartet gut daher und wenn sich dieser Trend fortsetzt, darf Ripple in seinem Ursprungskonzept Brückenwährung XRP Morgenluft schnuppern. Zudem scheint sich intensive Lobbyarbeit (NFT, DeFi, CBDC) in anderen Feldern für Ripple langsam auszuzahlen. Momentan aber will der Markt dem Gesamtpaket bei Ripple nicht so recht trauen und lässt XRP weiter an Niveaus um 1,10 US-Dollar auf der Stelle treten. Dahinter stecken vermutlich Sorgen, dass das Duell von Ripple mit der SEC doch nicht so glimpflich ausgeht wie Optimisten hoffen.


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